Trainer Vincent Kompany plant Einsatz von Jonas Urbig im DFB-Pokal, während Jamal Musiala nach neurologischer Erkrankung vor Rückkehr steht.
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Jamal Musiala erlitt zwei Zusammenbrüche aufgrund einer neurologischen Dysfunktion. Jonas Urbig wird als langfristiger Nachfolger von Manuel Neuer aufgebaut.
Natürlich werden alle Augen auf Jamal Musiala gerichtet sein, falls der Nationalspieler tatsächlich schon im stimmungsvollen Osnabrücker Stadion sein Comeback erleben sollte. Der 23-Jährige selbst sehnt diesen Moment herbei, der FC Bayern und auch Fußball-Deutschland inklusive Bundestrainer Jürgen Klopp.
Trainer Vincent Kompany kündigte jedenfalls vor dem Nachholspiel der ersten Pokalrunde am Mittwoch (20.45 Uhr/ARD und Sky) ein zeitnahes «Go» für den Münchner Offensiv-Zauberer nach dem Bekanntwerden seiner Erkrankung an.
«Es ist alles optimal gelaufen, wie wir uns das wünschen. Und dann ist es jetzt nur die Frage - zusammen mit den Spezialisten und mit Jamal -, dass wir den richtigen Moment wählen: ob morgen, am Wochenende oder nächste Woche», sagte Kompany vor dem Abschlusstraining und der Reise nach Niedersachsen.
Der zweite Zusammenbruch liegt zwei Wochen zurück
Zwei Wochen liegt der zweite Zusammenbruch Musialas beim Testspiel in Heidenheim zurück, nachdem er nur drei Tage zuvor beim Test gegen RB Leipzig plötzlich in der Münchner Arena erstmals umgefallen war.
Im Anschluss an den zweiten Zwischenfall informierte Musiala auch die schockierte Öffentlichkeit über eine Erkrankung, die Bayern-intern schon lange bekannt war. Er leidet demnach an einer neurologischen Dysfunktion. Diese kann zu kurzzeitigen «Absencen» führen. Nach einer Anpassung der Medikation passierten die Zusammenbrüche, inzwischen scheint er wieder gut eingestellt.
Wahrscheinlicher ist, dass Musiala am kommenden Samstag im Ligaspiel beim FC Schalke 04 oder im anschließenden Heimspiel gegen Bodo/Glimt zum Start in die Champions League am Donnerstag kommender Woche dabei ist.
Sicher ist dafür: Beim Zweitliga-Aufsteiger in Osnabrück wird Jonas Urbig im Bayern-Tor stehen. Das verriet Kompany vorab. Der inzwischen 23-Jährige kommt damit zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz in dieser Saison.
Meilensteine für Urbig
Kompany erklärte den weiteren Plan mit Urbig, der im vermutlich letzten Profi-Jahr von Manuel Neuer weiter zur künftigen Nummer eins beim Rekordmeister aufgebaut werden soll. «Wir haben schon unheimlich viel Vertrauen in Jonas Urbig gezeigt», sagte Kompany: «Er hat viele wichtige Spiele gespielt für uns, eines davon war das Pokalfinale. Das sind Milestones (Meilensteine), wo man sehen kann, dass er uns auf dem allerhöchsten Level vertreten kann. Und Teil seiner Entwicklung ist, dass er immer wieder Spielminuten bekommt.»
Die Konstellation ändert sich freilich nicht. Deutschlands Rekordtorwart Neuer bleibe «die Nummer eins». Immerhin 20 Pflichtspiele absolvierte Urbig in der vergangenen Spielzeit, jeweils drei davon in der Champions League und im DFB-Pokal. Auch beim 3:0 im Finale gegen den VfB Stuttgart ersetzte er den damals an der Wade verletzten Neuer.
Auch Klopp und die Nationalelf locken
Urbig gilt auf Sicht auch als Nummer eins im DFB-Tor unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp. Beim WM-Flop in Amerika durfte er schon mal als Trainingstorwart dabei sein. Das Saisondebüt 15 Tage vor der ersten Kader-Nominierung von Klopp ist darum ein wichtiger Empfehlungsmoment für Urbig. Er will natürlich Ende September mit dabei sein, wenn die Nationalmannschaft mit gleich vier Nations-League-Partien in die Klopp-Ära startet.
Osnabrück soll für Urbig und den Pokal-Verteidiger FC Bayern keinesfalls zu einer Stolperfalle werden. «Das Wichtigste ist, dass man weiß, das alles schwierig sein kann und man die Aufgabe nicht unterschätzt. Ich habe schon viel gehört über die Bremer Brücke», sagte Kompany zur heißen Atmosphäre im Stadion des krassen Außenseiters. Darum mahnte er: «Du musst mental zu einem richtigen Kampf bereit sein.»
Seit dem 0:1 beim TSV Vestenbergsgreuth in der Saison 1994/95 hat sich der Rekordpokalsieger freilich nicht mehr in einem Auftaktspiel blamiert. Und die Serie soll weitergehen. Denn Kompany verfolgt ein klares Ziel: Es heißt Berlin. «Wenn man einmal da war, möchte man immer im Finale sein», sagte er.
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Jonas Urbig steht beim Pokalspiel in Osnabrück im Tor.
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