Breaking
CNKing Charles Responds to Brother-in-Law's Claims About Diana's DeathCNThe Fed raises interest rates for the first time in more than three years, and Wall Street's three major indexes close lowerESTorrential rains cause flooding, transport outages and suspension of classes in Valencia and other areas of SpainTRHapoel Beer Sheva and Dinamo Zagreb Draw 0-0ARDuterte is personally representing the ICC for the first time.USCongress sends Russia sanctions bill to Trump's desk after House passageTRMother and father were arrested after the loss of 11-month-old Büşra BalıkçıBRRural worker is arrested on suspicion of stealing R$5,132 in cash hidden in his underwear in AcreTRUEFA Europa League 2026-2027 Season First Week Match Results AnnouncedTRRetired sergeant committed suicide after shooting his wife and son in Adana CeyhanCNKing Charles Responds to Brother-in-Law's Claims About Diana's DeathCNThe Fed raises interest rates for the first time in more than three years, and Wall Street's three major indexes close lowerESTorrential rains cause flooding, transport outages and suspension of classes in Valencia and other areas of SpainTRHapoel Beer Sheva and Dinamo Zagreb Draw 0-0ARDuterte is personally representing the ICC for the first time.USCongress sends Russia sanctions bill to Trump's desk after House passageTRMother and father were arrested after the loss of 11-month-old Büşra BalıkçıBRRural worker is arrested on suspicion of stealing R$5,132 in cash hidden in his underwear in AcreTRUEFA Europa League 2026-2027 Season First Week Match Results AnnouncedTRRetired sergeant committed suicide after shooting his wife and son in Adana Ceyhan
BackFed erhöht Leitzins erstmals seit über drei Jahren – Warsh trotzt Trump
Fed erhöht Leitzins erstmals seit über drei Jahren – Warsh trotzt Trump
BREAKING
Süddeutsche Zeitung1 hour agoBusiness2 min readGermanyView translation

Fed erhöht Leitzins erstmals seit über drei Jahren – Warsh trotzt Trump

Quick Look

  • Die US-Notenbank Fed hat den Leitzins erstmals seit mehr als drei Jahren erhöht, begründet mit hartnäckiger Inflation.
  • Die Entscheidung folgt dem Kurs der EZB und stellt eine Abkehr von Trumps Forderung nach niedrigen Zinsen dar.
  • Warsh, der seit Mai im Amt ist, unterstützte die einstimmige Entscheidung trotz früherer Erwartungen an eine lockere Geldpolitik.

AI-generated summary

Why It Matters

Die Fed hatte im Dezember 2025 zuletzt die Zinsen gesenkt. Seitdem lag die Inflation in den USA zunächst moderat, stieg aber im August auf 3,4 Prozent Jahr-zu-Jahr, getrieben durch Benzin- und Energiepreise. Warsh hatte bereits im August bei Jackson Hole auf eine mögliche Zinserhöhung hingewiesen.

Font size

Es ist die erste Zinserhöhung in den USA seit mehr als drei Jahren und somit auch die erste in der Amtszeit von Warsh, der seinen Job erst seit Mai macht. Zuletzt hatte die Fed im Dezember 2025 am Leitzins gedreht, damals allerdings in die umgekehrte Richtung. Sie senkte die Zinsen. Die Notenbanker begründeten ihren Schritt am Mittwoch mit der hartnäckigen Inflation. Das Fed-Direktorium folgt damit dem Kurs der Europäischen Zentralbank. Sie hatte den Leitzins in Europa vor einer Woche erhöht.

Der ausschlaggebende Grund für die Entscheidung der US-Notenbank dürften die neuesten Inflationszahlen gewesen sein. Im August stiegen die Preise in den USA um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie vergangene Woche bekannt wurde. Besonders die Benzin- und Energiepreise heizen die Inflation an. Spätestens nach dieser Meldung war klar, dass sich die erhoffte Trendwende nicht abzeichnet. In den ersten Sommermonaten war die Inflation nur noch moderat gestiegen und teils sogar zurückgegangen. Doch das war offenbar nur eine kurzfristige Entspannung.

Erhöhung kündigte sich an

Notenbankchef Warsh hatte schon Ende August, noch vor Veröffentlichung der neuesten Inflationszahlen, Erwartungen für eine Zinserhöhung geweckt. In seiner Rede beim Notenbankertreffen in Jackson Hole in Wyoming zeigte er sich besorgt über die „zu hohe“ Inflation und sagte, dass die Fed „Arbeit zu tun“ habe. Die Finanzmärkte interpretierten das als Ankündigung, dass die Fed die Zinsen erhöhen würde.

Das Treffen der Notenbanker im September galt deshalb vielen Beobachtern als wichtigste, weil richtungsweisende Zusammenkunft der Fed-Gouverneure in diesem Jahr – und als Glaubwürdigkeitstest für Warsh. Denn auch wenn die wirtschaftliche Lage und Warshs Aussagen auf eine Zinserhöhung deuteten, konnte nicht ausgeschlossen werden, dass die Fed am Ende doch noch einen Rückzieher machen würden.

Das tat sie nicht. Warsh und seine Kollegen haben sich damit gegen Donald Trump gestellt. Der US-Präsident wünscht sich niedrige Zinsen, um die Aussichten seiner Partei vor den Midterms im November zu verbessern. Er hatte Warsh im Januar nicht zuletzt deshalb als Fed-Chef nominiert, weil er sich von ihm eine lockere Geldpolitik erhoffte. Nach Warshs Antritt hielt sich Trump mit Kommentaren von der Seitenlinie zurück und lobte den neuen Notenbankchef. Warsh sei „fantastisch“, sagte Trump noch im Juli.

Doch Anfang September, wenige Tage nach Warshs Rede in Jackson Hole, änderte Trump seine Rhetorik. In einem Post auf seiner Plattform Truth Social forderte er die Notenbank mehr als deutlich auf, die Zinsen zu senken. Die Mitglieder des Fed-Direktoriums mit ihrem „großartigen Anführer“ müssten „Patrioten“ sein, schrieb Trump. Er verband das mit einer Drohung: Er werde „nicht zulassen“, dass hohe Zinsen die USA gegenüber anderen Ländern in eine unfaire Wettbewerbslage manövrieren würden.

Trump reagiert nicht erfreut

Umso verärgerter reagierte Trump auf die Entscheidung der Notenbank. „Die Zinssätze in den Vereinigten Staaten sollten bei einem Prozent oder darunter liegen, denn wir haben die beste Bonität der Welt – BEI WEITEM“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Bislang hatte er jedwede Attacken auf Warsh, seinen „Wunschkandidaten“ für das Amt des Fed-Chefs, vermieden. Stattdessen hatte er insinuiert, dass Warshs Kollegen im Fed-Direktorium „politisch“ seien und höhere Zinsen gegen den Willen ihres Vorsitzenden durchdrücken würden. Allerdings traf das Gremium seine Entscheidung nun einstimmig. Auch Warsh unterstützte sie.

Die Frage ist, ob die Zinserhöhung einen Kurswechsel der Fed bedeutet. Auf eine Zinserhöhung folgt normalerweise oft bald die nächste, weil die Notenbanker sich entscheiden, die Geldpolitik langfristig restriktiver zu gestalten. Auch im umgekehrten Fall ist das so. 2025 etwa senkte die Fed dreimal hintereinander die Zinsen.

Diesmal ist das weitere Vorgehen der US-Notenbank allerdings überhaupt nicht sicher. Zum einen findet die nächste Fed-Sitzung im Oktober nur wenige Tage vor den Midterms statt. Zum anderen ist Warsh ein heftiger Gegner der bisherigen Praxis, bei der die Fed-Gouverneure voraussagen, wie sich die Leitzinsen aus ihrer Sicht entwickeln werden. Dieser sogenannte Dot-Plot dient den Finanzmärkten als Orientierung. Warsh entschied nach seinem Antritt, dass er sich nicht an den Prognosen beteiligen will und trifft auch sonst keine öffentlichen Aussagen, die in die Zukunft reichen.

Neben dem möglichen Konflikt mit Trump stand die Fed-Sitzung auch noch im Zeichen der anhaltenden Verwerfungen an den Märkten für US-Staatsanleihen. Die Rendite für US-Schuldpapiere mit zehnjähriger Laufzeit war am Montag zeitweise auf mehr als fünf Prozent gestiegen. Das ist der höchste Wert seit 2007. Für die USA ist Schulden machen damit so teuer geworden wie seit fast 20 Jahren nicht. US-Finanzminister Scott Bessent versuchte gegenzusteuern, indem er Staatsanleihen im Wert von mehr als sechs Milliarden Dollar zurückkaufte. Erfolgreich war das nicht.

Der wichtigste Treiber für die hohen Renditen für US-Staatsanleihen ist der Ölpreis, der aktuell noch einmal stark gestiegen ist. Allerdings hat auch der Leitzins der US-Notenbank indirekt Auswirkungen auf die Renditen. Erfahrungsgemäß bewegen sich beide Werte in dieselbe Richtung: Höhere Zinsen bedeuten meist auch, dass die Renditen für Schuldpapiere eher noch weiter steigen. Noch ein Grund also, warum Trump mit seinem neuen Fed-Chef Kevin Warsh nicht mehr allzu lange glücklich sein dürfte.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Die Fed wird bei ihrer Sitzung im Oktober die Zinsen erneut erhöhen oder zumindest die Möglichkeit offen lassen.

    Likely · Within weeks

  • Trump wird seine Kritik an der Fed in den Wochen vor den Midterms verstärken, um seine Basis zu mobilisieren.

    Very likely · Within weeks

Open Questions

  • Wird die Fed bei ihrer nächsten Sitzung im Oktober erneut die Zinsen erhöhen?
  • Wie wird Trump auf die Entscheidung der Fed in seiner Wahlkampfrhetorik reagieren?
  • Welche langfristigen Auswirkungen wird die Zinswende auf das Wachstum haben?

Related Topics

This article was originally published by Süddeutsche Zeitung.

Related Stories

More on this topicfederal reserve