Fifa: Japans Verbandschef Kozo Tashima will Gianni Infantino als Präsident ablösen
Der japanische Fußballverbandschef fordert Gianni Infantino bei der Wahl im März 2027 heraus.
Quick Look
- Kozo Tashima, Chef des japanischen Fußballverbands JFA, kandidiert 2027 für das FIFA-Präsidentenamt.
- Er ist nach Ramon Vega der zweite Herausforderer des amtierenden Präsidenten Gianni Infantino, der zunehmend unter Druck steht.
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Why It Matters
Gianni Infantino steht aufgrund gescheiterter Pläne zur Privatisierung von Wettbewerbsrechten in der Kritik. Die UEFA sucht aktiv nach einem Gegenkandidaten.
Der japanische Fußballverbandschef Kozo Tashima hat seine Kandidatur für die Präsidentschaft des Weltverbands Fifa angekündigt. Das teilte Tashima der japanischen Zeitung »Sports Nippon« am Donnerstag mit. Im März 2027 findet die Wahl statt.
»Ich bin dankbar, dass ich diese Ankündigung mit der uneingeschränkten Unterstützung des JFA machen kann«, sagte Tashima. JFA steht für Japan Football Association. »Es geht nicht um Gewinnen oder Verlieren, sondern darum, der Welt die ehrliche, solide und aufrichtige Haltung zu vermitteln«, sagte Tashima: »Was die FIFA jetzt braucht, sind genau diese Werte, die wir bewahrt haben. Ich habe mich zur Kandidatur entschlossen, um diese Botschaft in die Welt zu tragen.«
Fifa-Präsident Gianni Infantino, der eine Wiederwahl anstrebt, erfährt in den vergangenen Monaten großen Widerstand aus den einzelnen Kontinentalverbänden. Auslöser war sein gescheitertes Vorhaben im Juli, private Investoren an den Rechten an Wettbewerben wie der Fußball-WM zu beteiligen. Für seine Pläne bat Infantino bei der Sitzung des Fifa-Rates im Oktober um Entschuldigung, seinen Gegnern genügte das aber nicht.
Tashima ist nicht der erste Gegenkandidat für Infantino. Ramon Vega aus der Schweiz kündigte bereits im Oktober seine Kandidatur an, er war der erste öffentliche Herausforderer. Für die Zulassung zur Wahl benötigt er die Unterstützung von mindestens fünf der insgesamt 211 Mitgliedsverbänden der Uefa.
Der europäische Verband Uefa steht ebenfalls in Opposition zu Infantino. Uefa-Chef Aleksander Čeferin und DFB-Präsident Bernd Neuendorf äußerten zuletzt immer wieder scharfe Kritik an Infantino. Der Verband sucht aktuell aber noch nach einem Kandidaten, der Infantino stürzen soll. Ende Oktober hieß es, die Uefa sei einer Entscheidung nah. Währenddessen hat sich Infantino bereits die Unterstützung des asiatischen Kontinentalverbands gesichert.
What to Watch
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Wahl zum FIFA-Präsidenten im März 2027
Very likely · Within months
Open Questions
- Wird die UEFA einen eigenen Kandidaten aufstellen?
- Wie reagiert Infantino auf die wachsende Opposition?




