Flydubai-Copilot plante laut Behörden Terrorakt im Cockpit
Auf dem Flug von Dubai nach Israel griff der Copilot den Piloten mit einer Rettungsaxt an. Passagiere überwältigten den Angreifer, die Maschine landete sicher.
Quick Look
- Der Copilot einer Flydubai-Maschine hat auf dem Flug von Dubai nach Israel den Piloten mit einer Axt schwer verletzt.
- Die Behörden der Emirate sprechen von einem geplanten Terrorakt.
- Passagiere überwältigten den Angreifer.
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Why It Matters
Der Copilot griff den Piloten auf einem Flug von Dubai nach Israel mit einer Rettungsaxt an und wurde von Passagieren überwältigt.
Der Copilot der Flydubai-Maschine hat nach Angaben der Generalstaatsanwaltschaft der Emirate einen „Terrorakt“ geplant. Er habe den Piloten am Mittwoch auf dem Flug von Dubai nach Israel mit einer Rettungsaxt im Cockpit angegriffen, teilte die Behörde am Samstag mit. Der Copilot verletzte den Piloten schwer, konnte aber von Passagieren überwältigt werden, so dass die Maschine mit mehr als 170 Menschen an Bord später sicher landete.
Rettungsäxte wie diese – in der Fachsprache crash axes genannt – gehören zur vorgeschriebenen Notausrüstung in Flugzeugen. Sie dienen unter anderem dazu, sich im Notfall durch Verkleidungen oder andere Hindernisse zu arbeiten.
Die Ermittlungen zu dem Vorfall auf dem Flug dauerten an, hieß es weiter aus den Emiraten. Dabei solle unter anderem geklärt werden, welche Motive der Copilot hatte und ob es Verbindungen zu anderen Personen oder Organisationen gab. Zudem würden technische Untersuchungen sowie die Auswertung physischer und digitaler Beweismittel fortgesetzt. Auch die israelische Regierung geht von einem Terroranschlag aus.
Der Copilot, der den Piloten des Flydubai-Flugs nach Tel Aviv verletzt hat, ist US-Medien zufolge wegen Sicherheitsbedenken zuvor aus seinem früheren Job bei einer Fluggesellschaft in Oman entlassen worden. ABC News berichtet gestützt auf hochrangige Geheimdienst- und Strafverfolgungsbeamte, dass der Mann von Oman Air suspendiert worden sei, nachdem er als Sicherheitsrisiko eingestuft worden sei.
Nach Informationen des US-Senders war bei dem mutmaßlichen Angreifer aus Oman extremistisches Material festgestellt worden, als er 2024 als Copilot-Auszubildender bei der Fluggesellschaft beschäftigt war. Er durfte demnach aber weiterhin in einer Verwaltungsfunktion dort arbeiten. Dem US-Sender CNN liegen ähnliche Informationen vor.
Auch das „Wall Street Journal“ berichtet unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass der Mann von Oman zu einem früheren Zeitpunkt mit einem Flugverbot belegt worden sei. Grund dafür sei die Befürchtung gewesen, dass er radikale ideologische Ansichten habe.
Dem Sender ABC News zufolge versuchen Ermittler herauszufinden, wie es ihm anschließend dennoch gestattet worden sei, für Flydubai zu fliegen. Der festgenommene Copilot, der inzwischen in die Emirate gebracht worden ist, soll demnach mit den Ermittlungsbehörden kooperieren. Er habe angedeutet, dass er die Absicht gehabt habe, das Flydubai-Flugzeug in Israel zum Absturz zu bringen, zitiert der Sender Quellen, die über die Ermittlungen informiert sind.
Der Flug der emiratischen Gesellschaft war am Mittwoch von Dubai nach Tel Aviv unterwegs, als es zu einem mutmaßlichen Angriff des Copiloten auf seinen Kollegen kam. Dieser schaffte es nach eigenen Angaben trotz schwerer Verletzungen, die Cockpit-Tür zu öffnen. Mehrere Passagiere drangen ins Cockpit ein und konnten den Angreifer überwältigen.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Fortsetzung der behördlichen Ermittlungen zu Motiven und Verbindungen
Very likely · Within weeks
Open Questions
- Welche Motive hatte der Copilot genau?
- Wie konnte er trotz früherer Sicherheitsbedenken bei Flydubai arbeiten?


