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Flydubai-Flug FZ1073: Co-Pilot sticht Kapitän nieder – Passagiere überwältigen Angreifer
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FAZ3 hours agoWorld2 min readGermanyView translation

Flydubai-Flug FZ1073: Co-Pilot sticht Kapitän nieder – Passagiere überwältigen Angreifer

Quick Look

  • Ein Flydubai-Flugzeug von Dubai nach Tel Aviv musste nach einem Messerangriff des Co-Piloten auf den Kapitän in Tabuk, Saudi-Arabien, notlanden.
  • Passagiere überwältigten den Angreifer, der indische Kapitän überlebte schwer verletzt.
  • Israelische und deutsche Politiker verurteilten den Vorfall als versuchten Terroranschlag.

AI-generated summary

Why It Matters

Der Flydubai-Flug FZ1073 startete in Dubai und sollte nach Tel Aviv fliegen. Über jordanischem Luftraum löste das Flugzeug Notrufsignale aus, nachdem der Co-Pilot den Kapitän mit einem Messer angegriffen hatte. Passagiere und Crew überwältigten den Angreifer, wodurch eine Notlandung in Tabuk, Saudi-Arabien, möglich wurde.

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Ein Linienflugzeug der Fluggesellschaft Flydubai ist auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv nach Einschätzung der israelischen Regierung nur knapp einem Terroranschlag entgangen. Der Copilot habe den Piloten niedergestochen und versucht, das Flugzeug mit 174 Passagieren an Bord zum Absturz zu bringen, sagte Ministerpräsident Benjamin Netanjahu am Mittwoch. Verteidigungsminister Israel Katz sprach von einem „Versuch eines dschihadistischen Anschlags“.

Der Flydubai-Flug FZ1073 war am Mittwochmorgen auf dem Weg von Dubai nach Tel Aviv. Dem Flugverfolgungsdienst Flightradar24 zufolge setzte er im jordanischen Luftraum ein allgemeines Notrufsignal ab. Wenige Minuten später folgte ein Signal mit einem Code, der auf eine Entführung hindeutete, später sendete das Flugzeug abermals ein allgemeines Notrufsignal. Die Daten von Flightradar24 zeigen außerdem, dass das Flugzeug innerhalb einer Minute abrupt von einer Flughöhe von fast 34.000 Fuß auf weniger als 17.000 Fuß absackte. Um 9.45 Uhr landete die Boeing 737 außerplanmäßig auf dem Flughafen Tabuk im Nordwesten von Saudi-Arabien.

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Passagiere stürmten ins Cockpit

Medien berichteten zuvor, dass Passagiere dabei halfen, den Angreifer zu überwältigen. Die Mutter einer israelischen Passagierin sagte der Nachrichtenagentur AFP, nach Schilderungen ihrer Tochter habe einer der Piloten versucht, seinen Kollegen mit einem Messer zu erstechen. „Meine Tochter hat angerufen und gesagt, dass sie in Saudi-Arabien ist“, sagte Yasmine Abécassis, die am Flughafen Tel Aviv wartete. „Sie hat gesagt, dass ein Pilot versucht hat, den anderen Piloten mit einem Messer zu töten.“ Durch laute Schreie alarmiert seien Passagiere ins Cockpit gestürmt und hätten „den Kerl niedergerungen“, berichtete Abécassis.

Dem israelischen Fernsehsender N12 berichtete eine Israelin, unter den Passagieren habe große Angst geherrscht, es habe „Schreie und Panik“ gegeben. „Einige Männer, darunter auch Israelis, standen auf und überwältigten den Angreifer“, sagte sie. Es gehe den Passagieren inzwischen gut. „Die Situation hätte aber auch anders enden können“, sagte sie.

„Wir haben die Terroristen überwältigt“

Eine weitere Israelin erzählte dem Sender, sie habe Schreie im Flugzeug gehört und anschließend viel Blut im Cockpit gesehen: „Es gab Momente, in denen wir dachten, dass wir das nicht lebend überstehen würden.“

Das israelische Nachrichtenportal „ynet“ veröffentlichte eine Videobotschaft, die einen israelischen Passagier mit blutüberströmtem Gesicht direkt nach dem Vorfall an Bord zeigen soll. „Wir haben die Terroristen überwältigt“, sagte er. Die Landung stehe unmittelbar bevor. „Wir brauchen Hilfe.“

Ebenfalls berichtete „ynet“, der tatverdächtige Ko-Pilot stamme aus Oman. Dafür gab es aber zunächst keine offizielle Bestätigung. Laut einem weiteren Medienbericht soll es sich bei dem Tatverdächtigen um einen Einzeltäter handeln. Es gebe keinen Hinweis darauf, dass ein Staat oder eine Terrororganisation Drahtzieher des Vorfalls auf dem Flug von Dubai nach Tel Aviv sein könnte, berichtete der israelische TV-Sender „Kan“ unter Berufung auf israelische Sicherheitskreise. Man gehe auch nicht davon aus, dass der Tatverdächtige geistig verwirrt sei.

Inzwischen wurde bekannt, dass es sich bei dem niedergestochenen Piloten um einen indischen Staatsangehörigen handelt. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu würdigte am Abend die Furchtlosigkeit des mutmaßlich von seinem Kollegen angegriffenen Mannes. „Er ist ein wahrer Held“, teilte Netanjahu auf der Plattform X mit. Trotz schwerer Stichverletzungen habe der indische Flugkapitän Widerstand geleistet, die Cockpittür geöffnet und es Passagieren ermöglicht, den Angreifer zu überwältigen.

Damit habe er eine Katastrophe verhindert, schrieb Netanjahu weiter. „Er hat die Leben von 174 Menschen gerettet, darunter israelische Bürger und andere Staatsangehörige.“ Er wünschte dem Mann eine schnelle Genesung. Die indische Botschaft in Saudi-Arabien, wo das Flugzeug notgelandet war, gab am Abend bekannt, der Zustand des Piloten sei stabil.

Netanjahu spricht von „schwerwiegendem Sicherheitsvorfall“

Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich forderte in einem Post auf der Plattform X: „Wer auch immer versucht hat, ein Flugzeug zum Absturz zu bringen und 180 Israelis zu ermorden, muss dafür bezahlen, als ob er sie ermordet hätte.“ Dies gelte für den Angreifer ebenso wie für „jeden Staat oder jede Terrororganisation, die ihn geschickt haben“.

In einer Videobotschaft sprach Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu von einem „sehr schwerwiegenden Sicherheitsvorfall“. Fast alle Passagiere seien Israelis gewesen. Netanjahu berichtete zudem von einem Telefongespräch mit einem der Passagiere. Dieser habe ihm geschildert, wie das Flugzeug zu trudeln angefangen habe und in einen Sturzflug geraten sei. Gemeinsam mit einem Besatzungsmitglied sei es dem Passagier der Erzählung nach gelungen, in das Cockpit vorzudringen. Sie hätten dann den Angreifer überwältigt, während dieser versucht habe, die Flugzeugapparate zu beschädigen.

Eine weitere Crew, die sich an Bord befunden habe, sei in das Cockpit gegangen und habe es geschafft, das Flugzeug zu stabilisieren. Netanjahu drückte seine Hochachtung aus „gegenüber den Helden, die außergewöhnliche Geistesgegenwart und Wagemut gezeigt“ hätten: „Sie haben viele Leben gerettet, sie haben eine schwere Katastrophe verhindert.“

Das Flugzeug sei sicher in Saudi-Arabien gelandet, der Angreifer sei festgenommen worden. Er werde von den saudischen Sicherheitsbehörden befragt. Er habe die israelischen Sicherheitskräfte angewiesen, sich auf „potenzielle weitere Bedrohungen einzustellen“, sagte Netanjahu abschließend, ohne weitere Details zu nennen.

Netanjahu würdigte auch den indischen Piloten Smit Machchhar für seine „außergewöhnliche Tapferkeit“. Obwohl er niedergestochen und schwer verletzt worden sei, habe er sich gewehrt und „eine katastrophale Tragödie in der Luft“ verhindert. Trotz schwerer Stichverletzungen habe der indische Flugkapitän Widerstand geleistet, die Cockpittür geöffnet und es Passagieren ermöglicht, den Angreifer zu überwältigen. „Er hat die Leben von 174 Menschen gerettet, darunter israelische Bürger und andere Staatsangehörige“, so der israelische Ministerpräsident. Er wünschte dem Mann eine schnelle Genesung. Die indische Botschaft in Saudi-Arabien, wo das Flugzeug notgelandet war, gab am Abend bekannt, dass der Zustand des Piloten stabil sei.

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) äußerte sich nach einem Telefonat mit seinem israelischen Amtskollegen Gideon Saar ebenfalls. Er habe mit großem Schrecken von dem versuchten Entführungsfall des Flugzeugs erfahren, teilte der CDU-Politiker in Berlin mit. Er fügte hinzu: „Ich bin zutiefst erleichtert darüber, dass die versuchte Entführung und womöglich noch weit Schlimmeres verhindert werden konnte.“ Wadephul verurteilte den Vorfall als schweren Angriff auf die zivile Luftfahrt scharf. Seine Gedanken seien bei jenen, die den Flug überstanden hätten und jenen, die um das Leben ihrer Liebsten hätten bangen müssen. Die Hintergründe müssten nun schnell und vollständig aufgeklärt werden.

Am Mittwochnachmittag startete laut Medienberichten schließlich ein Ersatzflugzeug mit israelischen Passagieren in Richtung Tel Aviv. Der seltene direkte Flug zwischen den Ländern, die keine diplomatischen Beziehungen unterhalten, werde etwa 45 Minuten dauern, berichtete der israelische Sender N12. Wenig später bestätigten israelische Medien, der Flieger sei sicher gelandet.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Saudi-Arabien wird den Co-Pilot verhören und möglicherweise an Israel ausliefern.

    Likely · Within days

  • Die indische Regierung wird konsularischen Schutz für den verletzten Piloten Smit Machchhar anbieten.

    Very likely · Within days

  • Flydubai wird eine interne Untersuchung zum Sicherheitsvorfall und zur Crew-Ausbildung einleiten.

    Very likely · Within weeks

Open Questions

  • Welche genaue Motivation hatte der Co-Pilot für den Angriff?
  • Gab es Verbindungen zu terroristischen Organisationen?
  • Wie ist der aktuelle Gesundheitszustand des verletzten Kapitäns?
  • Welche Maßnahmen werden Saudi-Arabien und Israel ergreifen, um ähnliche Vorfälle zu verhindern?

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This article was originally published by FAZ.

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