Frankreich: Protestsamstag - 515 Brände, 779 Festnahmen, 116 verletzte Einsatzkräfte
Innenministerium meldet 116 verletzte Sicherheitskräfte und rückläufige Teilnehmerzahlen bei landesweiten Demonstrationen.
Quick Look
- Nach landesweiten Protesten und Halloween in Frankreich wurden 779 Personen festgenommen und 116 Sicherheitskräfte verletzt.
- Die Behörden verzeichneten einen Rückgang der Teilnehmerzahlen, während für die kommende Woche weitere Streiks und Blockaden angekündigt wurden.
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Why It Matters
In Frankreich finden seit mehreren Wochen landesweite Proteste statt, die teils von Ausschreitungen begleitet werden.
Am landesweiten Protesttag in Frankreich und in der Halloween-Nacht sind 779 Menschen festgenommen worden. 116 Sicherheitskräfte wurden bei Ausschreitungen verletzt, wie das französische Innenministerium in seiner Bilanz am Folgetag mitteilte.
515 Brände seien bekämpft und 36 Geschäfte beschädigt worden, hieß es. Es habe drei Plünderungen gegeben. Teilverbote von Demonstrationen durch die Präfekturen seien von den Verwaltungsgerichten fast durchweg bestätigt worden.
Die Demonstrationszüge auf den genehmigten Routen außerhalb von Stadtzentren hätten unter Begleitung von Sicherheitskräften stattgefunden, so das Ministerium. Am Ende der Züge hätten Gruppen von Randalierern versucht, in die Stadtzentren vorzudringen, und dabei Sicherheitskräfte mit viel Gewalt angegriffen, hieß es weiter. Das Innenministerium machte dafür teils Gruppen aus dem linksextremen Spektrum verantwortlich.
Die Behörden stellten eine rückläufige Mobilisierung fest. Es habe mit 320.000 Teilnehmenden landesweit 22 Prozent weniger Demonstrierende als vergangenen Samstag und 42 Prozent weniger als am 17. Oktober gegeben. Vor zwei Wochen hatte es schwere Ausschreitungen, Plünderungen und Verwüstungen gegeben.
Für die nächste Woche kündigten französische Schüler- und Studierendenorganisationen, Gewerkschaften sowie die Gelbwestenbewegung an mehreren Tagen neue Aktionen an. Am Dienstag soll es eine Blockade von Universitäten und Gymnasien geben. Teils wollen Schülerinnen und Schüler, für die nach zwei Wochen Herbstferien nun die Schule wieder losgeht, bereits am Montag blockieren. Am Donnerstag folgt ein Generalstreik, zu dem Gewerkschaften aufgerufen hatten. Die Gelbwestenbewegung will diesen am Freitag fortsetzen und am Samstag erneut landesweit demonstrieren. Es wäre das vierte Protestwochenende in Frankreich in Folge.
Auch in Deutschland ist die Lage am Samstagabend esakliert. An die weitestgehend friedlichen »Gen Z«-Demonstrationen schlossen sich Krawalle an, Dutzende Polizisten wurden verletzt. Der Innenminister will sein Täterprofil bereits gefunden haben. Andere Politiker erinnern an den Kern der Proteste.
What to Watch
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Generalstreik am Donnerstag
Very likely · Within days
Open Questions
- Wie werden die geplanten Blockaden der kommenden Woche verlaufen?
- Welche konkreten Maßnahmen plant die Regierung gegen die Gewalt?





