
Italien führt den Todestag des heiligen Franz von Assisi wieder als gesetzlichen Feiertag ein. Eine historische Betrachtung des spirituellen Phänomens.
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Franz von Assisi lebte von 1181/82 bis 1226 und gründete den Orden der Minderbrüder. Seit 1939 ist er Schutzpatron Italiens.
In der Geschichte des Christentums gibt es kaum eine Gestalt, in der Zeitzeugen und Nachgeborene so verlässlich den Wiedergänger Christi erkannten wie im heiligen Franz von Assisi. Er wurde 1181 oder 1182 als Spross einer wohlhabenden Familie von Tuchhändlern geboren. Zunächst trat er in die Fußstapfen des Vaters, prunkte und prasste, beteiligte sich an den Scharmützeln seiner Heimatstadt mit dem benachbarten Perugia. Dort geriet er in Gefangenschaft, schmachtete ein Jahr in einem Verlies, ehe er, krank und ausgemergelt, nach Zahlung von Lösegeld freikam.
1205 wollte er dem Ruf des Papstes zum Kreuzzug folgen. Doch dann erschien ihm, beim Nachtgebet im halb zerfallenen Kirchlein San Damiano, der Heiland selbst und sprach: „Gehe hin und baue mein Haus wieder auf.“ Dass der Aufruf zur Erneuerung der Kirche nicht wörtlich, sondern bildlich gemeint war, verstand der junge Francesco bald. Seinem Vater, dem Bischof und den Stadtoberen warf er alle weltliche Pracht vor die Füße und fristete die kürzere zweite Hälfte seines Lebens als mittelloser Wanderprediger.
In seiner Einsiedelei sprach er zu den Vögeln, zähmte die Wölfe und betete mit Sonne, Mond und Sternen. Auch die Stigmata, die Wundmale des Gekreuzigten, sollten sich bald bei ihm einstellen.
Ungewöhnlich schnelle Heiligsprechung
1209 reiste der charismatische Gottesmann, der rasch Gefolgsleute gefunden hatte, mit einigen Gefährten zu Papst Innozenz III. nach Rom, wo er tatsächlich die Anerkennung seiner Gemeinschaft erlangte. Der Orden der „Fratres Minores“ (Minderbrüder) ist der Stamm, aus dem die bis heute bestehenden Bettelorden erwuchsen, namentlich der Franziskanerorden. Schon im Juli 1228, keine zwei Jahre nach seinem Tod in der Nacht zum 4. Oktober 1226, wurde Francesco d’Assisi von Papst Gregor IX. heiliggesprochen.
Diese ungewöhnlich schnelle Heiligsprechung war ein frühes Zeichen für die bis heute währende breite „Anschlussfähigkeit“ der historischen Gestalt des Franz von Assisi. Die katholische Amtskirche profitiert seit Jahrhunderten von dem spirituellen Popstar, zu dessen Gebeinen in der Krypta der Basilika zu Assisi bis zu fünf Millionen Pilger jährlich strömen. Duce Mussolini vereinnahmte ihn 1926 zu dessen 700. Todestag als Vorläufer der Braunhemden, der Kampfgeist, Opferbereitschaft und Führungsstärke gezeigt habe.
Die Befreiungstheologen ließen sich von dem Heiligen aus Assisi ebenso beseelen, wie ihm heute die säkular-religiösen Kreuzfahrer gegen den menschengemachten Klimawandel huldigen. Seit 1939 ist Franz von Assisi der Schutzpatron Italiens. Gemäß Regierungsbeschluss wird der Todestag des Universalheiligen aus Assisi von diesem Jahr an wieder als gesetzlicher Feiertag begangen – wie schon von 1958 bis 1977. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni begründete die Rückkehr zu der Gepflogenheit damit, dass Franziskus ein allseits geliebter Heiliger sei, in dem sich das gesamte Volk wiedererkenne. Und die ganze Welt dazu.
A new study reveals systematic violence, humiliation and abuse at the St. Michael Catholic study seminar in Traunstein between 1960 and 1990. Former students report psychological and physical violence as well as sexual assault.
A study shows systematic psychological, physical and sexual violence at the St. Michael study seminar in Traunstein between 1960 and 1990. Joseph Ratzinger, the future Pope Benedict XVI, was also once a student there.
A scientific study by the University of Trier documents systematic cover-up and leniency towards 123 accused clergy in the diocese of Trier from 1946 to 1966, who abused 335 children and young people.
The Advisory Board for those affected by the German Bishops' Conference criticizes bureaucratic hurdles and insufficient compensation amounts when dealing with sexual abuse in the Catholic Church.
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Christian Würtz has taken office as Bishop of Eichstätt. The 55-year-old is currently the youngest diocesan bishop in Germany. The inauguration took place in the fully occupied Eichstätter Cathedral.