Freiheitspreis: Schah-Sohn erhält Preis für Irans Volk - Demonstrationen
Begleitet von Demonstrationen tausender Anhänger erhält der iranische Oppositionspolitiker den Freiheitspreis der Friedrich-Naumann-Stiftung.
Quick Look
- Der iranische Oppositionspolitiker Reza Pahlavi nahm in der Frankfurter Paulskirche den Freiheitspreis der Friedrich-Naumann-Stiftung entgegen.
- Die Veranstaltung wurde von tausenden Anhängern und einer geplanten Großkundgebung begleitet.
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Why It Matters
Reza Pahlavi ist der Sohn des 1979 gestürzten Schahs und lebt im Exil. Die Friedrich-Naumann-Stiftung verlieh ihm den Freiheitspreis stellvertretend für das iranische Volk.
Am Rande der Auszeichnung in der Frankfurter Paulskirche schwenken zahlreiche Anhänger Flaggen für Reza Pahlavi. Andere sehen ihn kritisch. Am Nachmittag ist eine Großkundgebung geplant.
Der iranische Oppositionspolitiker, Reza Pahlavi: Er nimmt stellvertretend für das iranische Volk den Freiheitspreis der Friedrich-Naumann-Stiftung in der Frankfurter Paulskirche entgegen.
Frankfurt am Main. Begleitet von Demonstrationen mehrerer Tausend Menschen hat in Frankfurt der iranische Oppositionspolitiker Reza Pahlavi den Freiheitspreis der Friedrich-Naumann-Stiftung entgegengenommen. Er agierte dabei stellvertretend für das von der Mullah-Regierung drangsalierte iranische Volk, dem die FDP-nahe Stiftung den Preis für seinen Freiheitswillen verliehen hat.
Im gesamten Stadtgebiet waren zur Mittagszeit laut Polizei etwa 5000 Demonstranten unterwegs, größtenteils Anhänger Pahlavis. Darunter waren auch die ersten Teilnehmer einer Großkundgebung im Ostpark, die am Nachmittag beginnen sollte. Dafür sind laut Stadt insgesamt 30.000 Menschen angemeldet.
Pahlavi ist ein Sohn des 1979 gestürzten Schahs und lebt im Exil in den USA. Er hat sich als Übergangsführer ins Spiel gebracht, falls die seither regierende Staatsführung in Teheran stürzen sollte. Von vielen wird er auch kritisch gesehen, schon wegen der monarchistischen Vergangenheit des Landes unter seinem autokratisch herrschenden Vater.
Pahlavi kündigte bei der Feierstunde in der Frankfurter Paulskirche an, er werde die Auszeichnung eines Tages in die Hände des iranischen Volkes legen – „nicht auf ausländischem Boden, sondern in unserer Hauptstadt Teheran“. Er sehe seine Rolle als Brückenbauer. „Die islamische Republik ist nicht die legitime Regierung des Iran.“ Das großteils iranischstämmige Publikum in der Paulskirche, dem Symbolort deutscher Demokratie, übertönte die Feierstunde immer wieder mit Sprechchören: „Lang lebe Schah, lang lebe Iran!“
Die FDP-Europaabgeordnete Marie-Agnes Strack-Zimmermann hob hervor, Pahlavi habe immer gesagt, dass das iranische Volk selbst über seine Zukunft entscheide. Nicht alle seien mit der Preisverleihung an den Schah-Sohn einverstanden. „Dann weiß man übrigens immer, dass man auf der richtigen Spur ist.“
Großkundgebung für 30.000 Demonstranten angemeldet
Pahlavi hat aber auch viele Unterstützer. Allein auf dem Römerberg und rund um die Paulskirche waren am Mittag nach Polizeiangaben etwa 3000 Menschen mit Fahnen und Plakaten unterwegs – zumeist Anhänger Pahlavis.
Die Polizei hat ein großes Aufgebot an Einsatzkräften in der Stadt zusammengezogen. Ein Mann wurde laut Polizei im Bereich der Kundgebungen festgenommen. Es habe einen Hinweis auf einen Livestream gegeben, in dem er Straftaten angekündigt haben solle, teilten die Beamten mit.
Open Questions
- Wie verläuft die Großkundgebung im Ostpark?
- Welche Auswirkungen hat die Preisverleihung auf die iranische Diaspora?







