Fußball-WM 2026: Proteste eskalieren in Mexiko-Stadt, FIFA verbietet leere Flaschen
Liveblog Fußball-WM 2026 :
Proteste in Mexiko-Stadt eskalieren vor WM-Start
04.06.2026, 08:38Lesezeit: 1 Min.
Demonstranten versuchen, sich gewaltsam Zugang zum mexikanischen Bildungsministerium zu schaffen.EPA
FIFA verbietet Fans, leere Flaschen mit ins Stadion zu bringen +++ Iran erhält Visa für Mexiko +++ Kongos Testspiel gegen Chile abgesagt +++ Vorfreude in Deutschland steigt laut Umfrage +++ alle Fußball-WM-2026-News im Liveblog.
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Abgebrochene Laternenstangen als Rammböcke, eingeschlagene Fensterscheiben und Flammen im Bildungsministerium – nur eine Woche vor dem Start der WM sind die Lehrer-Proteste in Mexiko-Stadt eskaliert. Der Druck auf die Regierung wächst, die Lage am Ort des Eröffnungsspiels ist beunruhigend.
„Wenn es keine Lösung gibt, wird der Ball nicht rollen“, skandierte die teils vermummte Menge mit Blick auf das WM-Auftaktspiel zwischen Mexiko und Südafrika im legendären Aztekenstadion (11. Juni). Die Wut unter den Lehrern ist riesig. Mit abgebrochenen Laternenstangen bewaffnete Demonstranten stürmten das Hauptquartier des Bildungsministeriums in Mexiko-Stadt, es brachen auch einige kleinere Brände aus. Die Polizei setzte wie in den vergangenen Tagen erneut Pfefferspray ein.
Während eine abgespaltene Gruppe der Lehrergewerkschaft CNTE wegen der bisher erfolglosen Verhandlungen für bessere Arbeitsbedingungen und mehr Gehalt weiter zum „Boykott“ der WM aufruft, setzt Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum auf Deeskalation. Sie werde nicht „in die Falle tappen“ und die Proteste deswegen nicht niederschlagen lassen. „Sie wollen, dass wir im Vorfeld der Weltmeisterschaft auf Repression zurückgreifen“, sagte sie mit Blick auf die Randalierer. Dies werde die Regierung nicht tun.
Seit Tagen halten die protestierenden Lehrer das Land in Atem. Am Dienstag hatten Teilnehmer riesige Fußballer-Figuren, die für die WM im Zentrum von Mexiko-Stadt aufgestellt wurden, umgeworfen. Sie rissen den Figuren die Trikots ab und setzten sie teilweise in Brand. Am Montag hatten sie versucht, die Plaza de la Constitución, auf der während der WM eine gigantische Fan-Party stattfinden soll, zu besetzen. (sid)
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Fabian Drahmoune
Bei den Spielen der anstehenden Fußball-Weltmeisterschaft dürfen Fans selbst leere Wasserflaschen nicht mit ins Stadion nehmen. Dies verkündete der Weltfußballverband Fifa am Mittwoch in den USA. Bei dieser Entscheidung handele es sich um eine „Sicherheitsmaßnahme“. Damit werden Fans gezwungen, sich bei Bedarf Wasser im Stadion zu kaufen – die Preise sind vielerorts heftig.
„Um jegliche Unklarheiten auszuschließen“, erklärte die Fifa, dass während der WM „wiederverwendbare Wasserflaschen auf dem Stadiongelände nicht erlaubt sind“. Damit änderte sie kurz vor Beginn des Turniers ihre Vorschriften.
Zuvor hatte es in den Stadion-Richtlinien noch geheißen, dass „leere, durchsichtige und wiederverwendbare Flaschen“ mit bis zu einem Liter Fassungsvermögen ins Stadion gebracht werden dürften. Diese hätten dann an Wasserhähnen oder Trinkbrunnen aufgefüllt werden können – dies wurde nun gut eine Woche vor Beginn des Turniers verboten.
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Die Nationalmannschaft der Niederlande hat den Härtetest in der Vorbereitung auf die WM verloren. Gegen das ebenfalls für das XXL-Turnier qualifizierte Algerien unterlag das Team von Bondscoach Ronald Koeman im De Kuip in Rotterdam mit 0:1 (0:0) – ausgerechnet durch ein spätes Traumtor und den ersten Länderspieltreffer von Anis Hadj Moussa (86.), der bei Feyenoord Rotterdam unter Vertrag steht.
Insgesamt hatte die Niederlande mehr vom Spiel, scheiterte aber immer wieder am glänzend aufgelegten Luca Zidane, Sohn von Frankreichs Ikone Zinédine Zidane, im Tor der Algerier, bei denen Mohamed Amoura von Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg in der Startelf stand. Nach dem Spiel gab es Pfiffe und Buhrufe, „die niederländische Nationalmannschaft besteigt mit hochroten Köpfen, aber glücklicherweise unverletzt, das Flugzeug nach Amerika“, schrieb "De Telegraaf".
Am Montag (20.45 Uhr bei DAZN) will sich Oranje nun in New York gegen Fußballzwerg Usbekistan das nötige Selbstvertrauen für das Turnier in den USA, Mexiko und Kanada (11. Juni bis 19. Juli) holen. Ebenso wie Deutschland startet der dreimalige WM-Zweite am 14. Juni gegen Japan in die WM. Die weiteren Gegner in der Gruppe F heißen Schweden (20. Juni) und Tunesien (26. Juni). Algerien trifft in der Gruppe J auf Weltmeister Argentinien (17. Juni), Jordanien (23. Juni) und Österreich (28. Juni). (sid)
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Kai Havertz kann endlich als WM-Nachzügler loslegen. „Ich freue mich hier zu sein jetzt. Die Vorfreude war das ganze Jahr schon da. Und persönlich war es für mich wichtig, so früh wie möglich zur Mannschaft zu stoßen“, sagte der 26-Jährige nach seiner Ankunft im Kreise der Nationalmannschaft. Der Offensivspieler will in Chicago möglichst schnell die Enttäuschung des verlorenen Champions-League-Duells mit dem FC Arsenal abschütteln. Ein neues Ziel wartet.
Beim ersten DFB-Training auf der Anlage von MLS-Klub Chicago Fire war Havertz gleich mit dabei. Das Länderspiel-Comeback von Manuel Neuer bei der WM-Generalprobe gegen die USA an diesem Samstag (20.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zu DFB-Länderspielen und bei RTL) bleibt dagegen weiter mit einem Fragezeichen versehen. Der 40-Jährige befindet „sich weiter im Belastungsaufbau“, wie der DFB nach der Einheit vermeldete.
Havertz wiederum berichtete, dass Neuer bei dem für Medien und Zuschauer geschlossenen Training schon auf dem Platz stand. „Ich weiß jetzt nicht, ob er schon alles mitgemacht hat. Ich habe beim Torwarttraining nicht zugeguckt“, sagte der Feldspieler.
Bayern-Kapitän Neuer hatte sich am letzten Bundesliga-Spieltag Mitte Mai eine Verhärtung an seiner linken Problemwade zugezogen. Nagelsmann will bei dem Teamsenior kein Risiko eingehen. Beim 4:0 im vorletzten WM-Test gegen Finnland hatte er pausiert. Ein Einsatz und damit auch ein körperlicher Härtetest gegen die USA eine Woche vor dem ersten WM-Gruppenspiel wäre aber schon wichtig. (dpa)
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Hoher Besuch für die schwedische Nationalmannschaft vor dem letzten WM-Test: Prinz Daniel schaute am Tag vor dem Spiel gegen Griechenland bei der Auswahl von Graham Potter vorbei. Prinz Oscar, der zehnjährige Sohn von Kronprinzessin Victoria und Daniel, war ebenfalls dabei und trug standesgemäß ein Trikot von Starstürmer Alexander Isak.
„Das war wirklich super. Man trifft schließlich nicht jeden Tag Prinzen“, sagte Mittelfeldspieler Benjamin Nygren nach dem Training. Prinz Daniel und Prinz Oscar plauderten mit den Profis, schauten in die Umkleidekabine und wünschten der Mannschaft viel Glück für die anstehende Weltmeisterschaft. Schweden startet am 15. Juni in Monterrey gegen Tunesien ins Turnier. (sid)
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Die iranische Fußball-Nationalmannschaft hat wenige Tage vor dem Start der Fußball-Weltmeisterschaft grünes Licht für die Einreise nach Mexiko erhalten. Wie das iranische Staatsfernsehen unter Berufung auf den iranischen Botschafter in der Türkei mitteilte, habe das Team mexikanische Visa erhalten. Derzeit befindet sich die Mannschaft im Trainingslager in der Türkei. Für die USA fehlt die Einreiseerlaubnis weiterhin. Das Turnier beginnt am 11. Juni.
„Die Visa für die iranischen Spieler wurden innerhalb von 48 Stunden ausgestellt, ohne dass sie persönlich vorstellig werden mussten und ohne Abnahme von Fingerabdrücken in der mexikanischen Botschaft“, erklärte Botschafter Mohammad Hassan Habibollahzadeh.
Das erste WM-Spiel soll Iran am 15. Juni in den USA gegen Neuseeland bestreiten. Wie Verbandspräsident Mehdi Taj am Dienstag mitteilte, sei am Samstag ein Flug nach Spanien geplant, bevor es von dort aus weiter zum Turnierquartier in Tijuana nach Mexiko geht. Ursprünglich hatte die Mannschaft ihr Camp in Tucson/Arizona geplant; dieses wurde dann nach Mexiko verlegt. Die drei Vorrundenspiele finden aber in den USA statt.
Die beiden Länder befinden sich im Kriegszustand, seit die USA und Israel Ende Februar begannen, Iran zu bombardieren. „Die Lage im Land und insbesondere der Krieg haben all unsere Pläne über den Haufen geworfen“, erklärte Taj. Zudem sei die Vorbereitung auf die WM durch „finanzielle Schwierigkeiten“, die aus der Wirtschaftskrise des Landes und insbesondere aus der starken Abwertung der nationalen Währung gegenüber dem Dollar resultiert seien, beeinträchtigt gewesen, sagte der Verbandspräsident. (sid)
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Ebola-Ausbruch: Kongo sucht nach Lösung für Chile-Testspiel
Nach der Spielabsage in Spanien aufgrund des Ebola-Ausbruchs in der Demokratischen Republik Kongo hofft der kongolesische Fußballverband auf eine schnelle Lösung. Die Nationalmannschaft sollte am 9. Juni in La Línea de la Concepción in der Provinz Cádiz zu einem WM-Testspiel gegen Chile antreten. Doch der Bürgermeister der Stadt, Juan Franco, sagte die Partie aufgrund von Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit dem Ausbruch der tödlichen Viruskrankheit in dem zentralafrikanischen Land ab.
„Es wurden Unterlagen vorgelegt, doch diese waren sowohl nach Ansicht der städtischen Fachleute als auch der Fachleute der Regionalregierung von Andalusien unzureichend“, sagte er dem Radiosender Cope. Man habe sich für „einen Weg der äußersten Vorsicht entschieden“.
Der kongolesische Fußballverband versicherte daraufhin in einer Mitteilung, alle notwendigen Maßnahmen seien ergriffen worden, um die Einhaltung der für das Spiel geltenden gesundheitlichen, sportlichen und behördlichen Auflagen zu gewährleisten. „Die kongolesische Delegation hält sich weiterhin strikt an die geltenden internationalen Protokolle“, hieß es.
Der Verband sei derzeit in Gesprächen mit dem spanischen Fußballverband sowie den entsprechenden internationalen Gremien. Man hoffe, „eine rasche und zufriedenstellende Lösung zu finden, die es ermöglicht, dieses Spiel unter den bestmöglichen Bedingungen auszutragen“, hieß es in der Mitteilung.
Der Gegner ist auch zu Konzessionen bereit. „Wir stehen im Gespräch mit dem kongolesischen Fußballverband, dem Veranstalter des Spiels und dem Stadionbetreiber, damit das Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden kann“, sagte Felipe Correa, Manager der chilenischen Nationalmannschaft, laut spanischen Medien.
Kongo und das Nachbarland Uganda sind seit April von einem Ausbruch des gefährlichen Ebola-Virus betroffen. Die ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit wird durch direkten Kontakt mit Blut oder anderen Körperflüssigkeiten übertragen.
Ende Mai verhängten die drei WM-Gastgeberländer USA, Kanada und Mexiko angesichts des Ausbruchs bereits Einreisebeschränkungen für Menschen mit vorherigen Aufenthalten in Kongo, in Uganda oder dem Nachbarland Südsudan.
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Mexiko-Stadt: Demonstranten stürzen Spieler-Statuen
Kurz vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft sorgen die Proteste in Mexiko-Stadt weiter für Aufsehen. Demonstrierende Lehrkräfte stürzten am Dienstag riesige Statuen von Spielern und drohten mit zunehmenden Protesten vor dem Turnier, sollte die Regierung nicht auf ihre Forderungen eingehen.
Die fünf Meter hohen Plastikfiguren von Spielern aus aller Welt säumen die Allee Paseo de la Reforma. Die Demonstrierenden rissen drei dieser Statuen mithilfe von Seilen um, zogen ihnen die Trikots aus und verbrannten diese. Dabei handelte es sich um die Figuren von Spanien, Belgien und Frankreich. „Wenn es keine Lösung gibt, rollt der Ball nicht“, war in roter Graffiti-Schrift auf einer der Statuen zu lesen. Die mexikanische Figur blieb unter anderem zunächst verschont, die Polizei griff nicht ein.
Präsidentin Claudia Sheinbaum bezeichnete die Demonstration, die zu Straßensperrungen führte, als friedlich. In einer Regierungserklärung wurde zudem zur Wiederaufnahme des Dialogs aufgerufen.
Ein Teil der Lehrergewerkschaft CNTE hatte zuvor zu dem Protest aufgerufen, der bereits am Montag für Unruhen gesorgt hatte. Die Polizei hatte dabei einen Marsch in der Nähe des Zócalo genannten zentralen Platzes, wo das Fanfest stattfinden wird, mit Tränengas aufgelöst.
Am Dienstag sperrten die Beamten den Platz weiterhin mit Metallbarrikaden ab. CNTE droht zudem mit Massendemonstrationen bei der Eröffnung der WM am 11. Juni, falls die Regierung ihre Forderungen nach Gehaltserhöhungen und neuen Verhandlungen über das Rentensystem nicht erfüllt. (sid)
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Die Fußball-Nationalmannschaft von Ghana fährt ohne Sieg in seinen vier Testspielen zur WM 2026 nach Nordamerika. Bei der Generalprobe in Wales erreichten die "Black Stars", die nun vom Portugiesen Carlos Queiroz betreut werden, nach einem Gegentreffer in der Nachspielzeit nur ein 1:1 (0:0.
In Cardiff erzielte Caleb Yirenkyi (66.) den Treffer für die Afrikaner, die nach einem 1:2 am 30. März gegen Deutschland Trainer Otto Addo entlassen hatten. Lewis Koumas gelang der späte Ausgleich für die Gastgeber (90.+3), die in den WM-Playoffs gescheitert waren. (sid)
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WM-Teilnehmer Marokko hat sein vorletztes Testspiel vor dem Turnier in den USA, Mexiko und Kanada problemlos gewonnen. Die Löwen vom Atlas besiegten die Auswahl von Madagaskar 4:0 (2:0). In Rabat war Ismael Saibari von der PSV Eindhoven zweifacher Torschütze (4. und 25.) für die Mannschaft von Trainer Mohamed Ouahbi.
Die Vorlage zum ersten Treffer kam vom Stuttgarter Bilal El Khannouss, der nach der ersten Halbzeit wie zahlreiche andere Spieler ausgewechselt wurde. Den Endstand stellten Soufiane Rahimi (78., Foulelfmeter) und Ayoub El Kaabi (87.) her. Madagaskars El Hadary Raheriniaina sah die Rote Karte (79.). (sid)
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Im Duell zweier WM-Teilnehmer hat Belgien ein Testspiel bei enttäuschenden Kroaten gewonnen. Beim 2:0 (1:0) in Rijeka erzielten Youri Tielemans vom Europa-League-Sieger Aston Villa (38.) und der eingewechselte Romelu Lukaku (90.+6) die Treffer für die Roten Teufel. Eine Riesenchance zum zwischenzeitlichen Ausgleich für die weitgehend ideenlosen Gastgeber vergab der 40 Jahre alte Luka Modric, der am glänzend reagierenden belgischen Weltklasse-Torhüter Thibaut Courtois scheiterte (43.).
Modric spielte nach einer Gesichtsverletzung im April weiter mit einer Maske. Kroatiens Trainer Zlatko Dalic schickte neben ihm und den weiteren Routiniers Ivan Perisic (37
