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G7-Gipfel: Tausende Polizisten sichern Genf wegen Protesten
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Handelsblatt6/14/2026Politics2 min readGermany

G7-Gipfel: Tausende Polizisten sichern Genf wegen Protesten

Quick Look

  • Genf rüstet sich für G7-Proteste: Über 7.000 Sicherheitskräfte sind im Einsatz, während die Stadt wegen Krawallängsten im Ausnahmezustand ist.
  • Geschäfte verbarrikadieren sich, Erinnerungen an 2003 werden wach.

AI-generated summary

Why It Matters

Tausende Gegner des G7-Gipfels protestieren in Genf gegen Kapitalismus und Ausbeutung. Die Stadt ist wegen Sorge vor Krawallen im Ausnahmezustand.

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Mehr als 7.000 Sicherheitskräfte sind in Genf im Einsatz, um Proteste gegen den G7-Gipfel zu begleiten. Die Stadt steht im Ausnahmezustand – aus Sorge vor erneuten Krawallen. 14.06.2026 - 11:22 Uhr Artikel anhören

Geschäfte in Genf sichern ihre Schaufenster mit Holzplatten: Inhaber haben Sorge vor gewalttätigen Ausschreitungen. Foto: IMAGO/Gruppo LiveMedia

Genf. In der Schweizer Grenzstadt Genf wollen am Sonntag Tausende Gegner des G7-Gipfels im französischen Évian gegen Kapitalismus, Ausbeutung und vieles mehr protestieren. Das Treffen der Staats- und Regierungschefs aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Japan und den USA beginnt am Montag.

Die „No G7“-Koalition aus rund 60 Gruppen will gemäß Manifest unter anderem gegen US-Militärbasen in Europa demonstrieren, für höhere Mindestlöhne, kostenlose Verhütungsmittel, grenzenlose Freizügigkeit für Arbeitende aus aller Welt und die Streichung der Angabe des Geschlechts aus allen Ausweisdokumenten. Die G7 erwähnen sie in ihrem Manifest auch.

Das sei eine „illegitime und überholte Institution, ein privater Club, der nicht mehr der heutigen Welt entspricht“. Dort fällten „Großmächte Entscheidungen zugunsten der privilegiertesten Minderheit der Welt und zum Nachteil von mehr als 90 Prozent der Bevölkerung.“ Die Polizei rechnet mit rund 50.000 Teilnehmenden.

Die G7-Gegner protestieren in Genf rund 50 Kilometer vom Gipfelort Évian entfernt, weil Frankreich zu dem Anlass keine Demonstration dulden wollte, wie die Genfer Regierung kritisiert. Frankreich sei auch auf ihre Bitten um finanzielle Beteiligung an den Sicherheitskosten nicht eingegangen. Der Gewerbeverband (FER) hat in einem Brief empört dagegen protestiert, dass Genf die Demonstration überhaupt erlaubt hat.

In der Genfer Innenstadt herrscht schon seit Tagen Ausnahmezustand: Hunderte Luxusgeschäfte und Banken, aber auch Hotels und Supermärkte haben ihre Fassaden und Schaufenster aus Sorge vor Ausschreitungen mit Sperrholzplatten verbarrikadiert.

Könnte sich das Szenario von 2003 wiederholen?

Dies geht auf Erinnerungen an das Jahr 2003 zurück, als Chaoten bei einer Demonstration Schaden in Millionenhöhe anrichteten. Auch damals war es ein Protest gegen einen Gipfel in Évian. 2003 war Russland noch dabei, deshalb hieß die Veranstaltung G8.

Die Ereignisse von 2003 seien ein Trauma für die Genfer Polizei, sagte die Polizeichefin des Kantons, Monica Bonfanti. Sie bekommt dieses Mal Verstärkung aus der ganzen Schweiz, auch von der Armee. Es sollen mehr als 7.000 Sicherheitskräfte auf den Straßen sein.

Ihre Aufgabe ist nicht nur die Bewältigung der Demonstration. Sie müssen auch die Sicherheit der anreisenden Staatschefs garantieren. Genf ist der nächstgelegene Flughafen zu Évian, und die meisten Delegationen sollen dort am Montag eintreffen.

Genf ist wie eine Enklave auf französischem Gebiet. Die Schweizer haben die rund 30 Grenzübergänge bis auf sieben geschlossen und führten schon am Freitag Personenkontrollen in der Stadt durch.

Mehr: Macron und Trump planen Treffen in Versailles

dpa Mehr Qualität in Ihren Suchergebnissen

Open Questions

  • Wie wird die Polizei die Demonstration kontrollieren?
  • Werden die Proteste gewalttätig?
  • Wie werden die G7-Staaten auf die Proteste reagieren?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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