
Ein Referentenentwurf sieht jährliche Kosten von bis zu 7,20 Euro für Haushalte vor, um die Versorgungssicherheit ab 2027 zu gewährleisten.
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Die bisherigen gesetzlichen Füllstandsvorgaben für Gasspeicher wurden 2022 nach dem Wegfall russischer Gaslieferungen eingeführt und laufen zum 31. März 2027 aus.
Das Bundeswirtschaftsministerium hält bei der geplanten nationalen Gasreserve zur Krisenvorsorge an einer Finanzierung per Umlage fest. Das geht aus einem Referentenentwurf hervor, der dem SPIEGEL und der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Damit greift das Ministerium den schon im Sommer verfolgten Ansatz wieder auf. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte zwischenzeitlich auch eine Finanzierung aus dem Bundeshaushalt oder ein Mischmodell ins Spiel gebracht. Vom Ministerium war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.
Die Reserve soll die gesetzlichen Füllstandsvorgaben für Gasspeicher ablösen. Diese wurden 2022 nach dem Wegfall russischer Lieferungen eingeführt und laufen zum 31. März 2027 aus. Ein Gutachten im Auftrag des Ministeriums kam zu dem Ergebnis, dass diese Vorgaben eine effiziente, rein marktlich organisierte Wintervorsorge eher behindern. Die erste Umlageperiode für die neue Reserve soll am 1. Oktober 2027 beginnen.
3,77 bis 7,20 Euro im Jahr
Der Entwurf beziffert die Kosten in den ersten zehn Jahren auf 247 bis 308 Millionen Euro jährlich. Für typische Haushalte wären es 3,77 bis 7,20 Euro im Jahr. Für einen Haushalt in einem Einfamilienhaus mit 20.000 Kilowattstunden Verbrauch rechnet der Entwurf mit 5,80 bis 7,20 Euro, also 0,03 bis 0,04 Cent pro Kilowattstunde.
Die Reserve soll 24 Terawattstunden umfassen und den Ausfall der größten deutschen Gasimport-Infrastruktur für 30 Tage abdecken. Sie soll Extremfälle wie Sabotage oder den Ausfall wichtiger Infrastruktur absichern.
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Beginn der ersten Umlageperiode am 1. Oktober 2027.
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