
Der Entwurf des Rentenversicherungsberichts 2026 sieht eine Anhebung zum 1. Juli 2027 vor, während der Beitragssatz zunächst stabil bleibt.
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Die Rentenanpassung basiert auf der Lohnentwicklung. Das Rentenpaket 2025 sichert das Rentenniveau bis 2031 bei 48 Prozent.
Ein Standardrentner würde dem Entwurf zufolge knapp 79 Euro monatlich mehr zur Verfügung haben. Allerdings könnte die tatsächliche Anhebung – erneut – abweichen.
Berlin. Die über 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner in Deutschland können 2027 auf eine deutliche Erhöhung ihrer Bezüge oberhalb der Preissteigerung hoffen.
Das Bundesarbeitsministerium geht in vorläufigen Berechnungen von einer Rentenerhöhung zum 1. Juli um 4,09 Prozent aus. Dies geht aus dem Entwurf des Rentenversicherungsberichts 2026 hervor, der am Dienstag der Nachrichtenagentur Reuters vorlag. Der Beitragssatz zur Rentenversicherung soll bis Ende 2027 stabil bei 18,6 Prozent bleiben. 2028 dürfte er kräftig steigen auf 19,7 Prozent. Bis 2030 wird ein Anstieg auf 20,0 Prozent erwartet.
Arbeitsminister Alexander Schweitzer (SPD) gab den Entwurf, über den auch die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ berichtete, am Dienstag in die Abstimmung mit den anderen Ministerien. Allerdings handelt es sich bei der für 2027 erwarteten Rentenerhöhung zunächst nur um eine Schätzung. Endgültig festgelegt wird das Plus erst im Frühjahr, wenn alle notwendigen Daten zur Lohnentwicklung vorliegen.
Dass die tatsächliche Anhebung abweichen kann, zeigte sich in diesem Jahr. Im Herbst 2025 war die Regierung für 2026 noch von einem Rentenplus von 3,73 Prozent ausgegangen. Tatsächlich stiegen die Bezüge zum 1. Juli um 4,24 Prozent und damit um einen halben Prozentpunkt stärker als erwartet.
Nach den neuen Berechnungen würde der aktuelle Rentenwert zum 1. Juli 2027 von 42,52 auf 44,26 Euro steigen. Für einen Standardrentner mit 45 Beitragsjahren bedeutete dies monatlich 78,30 Euro mehr. Die Renten würden damit auch 2027 stärker steigen als die Inflation. Die Bundesregierung erwartet für 2027 eine Preissteigerungsrate von drei Prozent.
Rücklage Rentenkasse nimmt ab
Die Rentenversicherung muss allerdings ihre Rücklagen weiter abschmelzen. Ende 2025 verfügte sie noch über eine Nachhaltigkeitsrücklage von 41,4 Milliarden Euro. Ende 2026 dürften es noch 31,2 Milliarden Euro sein. Das entspricht knapp einer Monatsausgabe.
Ende 2027 könnte die Rücklage nach den Berechnungen auf rund 12,1 Milliarden Euro sinken. Ohne die für 2028 erwartete Beitragserhöhung würde sie anschließend unter die gesetzlich vorgeschriebene Mindestgrenze fallen.
In den Berechnungen berücksichtigt ist das 2025 beschlossene Rentenpaket der Bundesregierung. Es sichert das Rentenniveau bis 2031 bei 48 Prozent eines Durchschnittslohns. Danach dürfte das Niveau nach den aktuellen Berechnungen wieder sinken und bis 2040 auf 46,5 Prozent zurückgehen.
Die zusätzlichen Ausgaben für die Haltelinie und die Ausweitung der Mütterrente trägt der Bund aus Steuermitteln. Allein die Erstattungen für die Haltelinie steigen den Berechnungen zufolge von 1,7 Milliarden Euro im Jahr 2027 auf 13,2 Milliarden Euro im Jahr 2031.
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Endgültige Festlegung der Rentenerhöhung im Frühjahr 2027.
Very likely · Within months

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