Gladbach-Kapitän Kleindienst sorgt mit deutlichen Worten für Wirbel
Nach zwei Pleiten zum Saisonauftakt kritisierte Tim Kleindienst seine Mitspieler scharf. Sportchef Rouven Schröder musste eingreifen.
Quick Look
- Nach zwei Pleiten zum Saisonauftakt kritisierte Gladbachs Kapitän Tim Kleindienst seine Mannschaft scharf und sprach unter anderem von „Kindergartenfußball“.
- Sportchef Rouven Schröder musste den Stürmer nach internen Gesprächen einfangen.
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Why It Matters
Borussia Mönchengladbach ist mit zwei Niederlagen gegen Leipzig und Elversberg in die Bundesliga-Saison gestartet und steht auf dem 17. Tabellenplatz.
Wenn ein Kapitän gleich zweimal die Moral seiner Mannschaft infrage stellt, hallt das noch einige Tage nach. Tim Kleindienst, 31 Jahre alt und Spielführer von Borussia Mönchengladbach, jedenfalls fand mehr als deutliche Worte nach den beiden Pleiten zum Saisonauftakt.
Nach dem 0:3 am ersten Spieltag in Leipzig meinte er: „Wir hatten schon Chancen, sie zu schlagen. Dann dürfen wir halt nicht solchen Kindergartenfußball spielen, sondern müssen Männerfußball spielen.“
Eine Woche später schließlich erneuerte er nach dem 3:4 daheim gegen die SV Elversberg seine Kritik. Kleindienst sagte im Anschluss an die Niederlage gegen den Aufsteiger aus dem Saarland: „Wir waren alle mal jung, machen alle mal Fehler. Aber wir wollten anfangen, im Spiel auch mal zu lernen.“ Es sei wichtig, „dass wir schleunigst mal irgendwie unseren Fokus so hochfahren, dass der auch 90 Minuten hält. Keine Ahnung, woran es liegt. Weniger TikTok gucken, oder was weiß ich. Ist mir eigentlich wurscht, was sie machen“.
„Mit einigen seiner Aussagen drüber“
Das war des Schlechten offensichtlich zu viel. Gladbachs Sportchef Rouven Schröder musste seinen Capitano einfangen. Kleindienst sei ein „Mann der deutlichen Worte“, sagte Schröder der „Bild“. Der Stürmer sehe nach internen Gesprächen und mit etwas Abstand ein, „dass er mit einigen seiner Aussagen drüber war“.
Die Interviews hatten nach den Partien öffentlich für Wirbel gesorgt. „Die Aussagen, die Tim unmittelbar nach dem Spiel getätigt hat, waren angesichts des Spielverlaufs verständlicherweise emotionsgesteuert“, sagte Schröder.
Wie „Bild“ berichtet, gehe es vielen Spielern der Gladbacher gegen den Strich, dass Kleindienst sich selbst nicht in die Kritik einbezogen habe. Und das, obwohl der sechsmalige Nationalspieler auch nach dem zweiten Spieltag noch ohne Torbeteiligung dasteht. Dass der Stürmer nur die Youngsters attackierte, passt offensichtlich vielen Profis nicht.
Borussia Mönchengladbach steht nach den Niederlagen gegen Leipzig und Elversberg in der Bundesliga auf dem 17. Tabellenplatz. Am Samstag treten die Fohlen am dritten Spieltag auswärts beim SC Freiburg (15.30 Uhr, Sky und im WELT-Liveticker) an.
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