Google blockiert Suchfunktion, wenn Schulen KI ablehnen
Schulen, die künstliche Intelligenz in ihren Räumen ablehnen, verlören laut Google den Zugang zur Suchfunktion
Quick Look
- Google droht US-Schulen, die künstliche Intelligenz ablehnen, mit der Sperre der Google-Suche.
- KI-Funktionen sind standardmäßig deaktiviert und müssen einzeln aktiviert werden.
- Da die Suche in die KI integriert ist, verlören KI-Gegner auch den Suchzugriff.
AI-generated summary
Why It Matters
Google hat im August seinen KI-Chatbot Gemini für viele Schüler in den USA freigeschaltet, die Google Classroom nutzen. Zuvor war die Aktivierung von Gemini nur für Personen ab 18 Jahren zugelassen. Google ist der dominierende Anbieter von Bildungssoftware an US-Schulen; weltweit nutzen 150 Millionen Schüler und Lehrer Google Classroom.
Google zieht gegenüber US-Schulen die Daumenschrauben an. Verbietet eine Einrichtung in ihren Räumen die Nutzung künstlicher Intelligenz, will das Unternehmen den Schülern künftig den Zugriff auf die Google-Suche sperren. Ein Zugriff auf die Suchfunktion sei nur möglich, wenn sich die Schule ausdrücklich für den Einsatz künstlicher Intelligenz entscheide. Das teilte der Technologieriese am Dienstag mit.
Immer mehr Pädagogen, Kinderentwicklungsexperten und Eltern sehen es kritisch, wenn Schüler im Unterricht die neuesten Google-Tools nutzen. Die Skepsis hat sich noch verschärft, seit das Unternehmen im August bekannt gab, dass es seinen KI-Chatbot »Gemini« für viele Schüler in den USA freigeschaltet hat, die die Unterrichtsplattform Google Classroom nutzen.
Am Dienstag erklärte das Unternehmen, Schulverwaltungen würden Googles KI-Funktionen nicht mehr automatisch freigeschaltet bekommen. Stattdessen könnten Schulen jedes Google-Tool einzeln aktivieren oder deaktivieren, darunter den KI-Assistenten Gemini, Gemini Notebook und die Suche. Jedes Tool sei standardmäßig deaktiviert, bis die Administratoren es einschalteten. Da die Suche jedoch in die KI integriert sei, verlören Schulen, die sich vollständig gegen KI entschieden, auch den Zugriff auf die Google-Suche.
Google verspricht lernfreundliche Antworten
»Wir sind der Meinung, dass Schulen die Kontrolle über KI in ihren Klassenzimmern haben sollten und dass wir den Schulverwaltungen Steuerungsmöglichkeiten an die Hand geben müssen, die ihnen bei der Gestaltung ihres Ansatzes helfen«, schrieb Chris Phillips in einem Blogbeitrag . Er leitet als Vice President den Bildungsbereich bei Google.
Das Unternehmen teilte außerdem mit, es aktualisiere seine Suchtools, damit sie »lernfreundlicher« würden. Unter anderem sollen Schüler keine schnellen Antworten auf ihre Schulaufgaben erhalten. Eine vollständige Deaktivierung der KI sei jedoch nicht möglich, wenn Schulen Google-Produkte nutzen wollten.
Google ist der dominierende Anbieter von Bildungssoftware an US-Schulen. Weltweit nutzen laut Unternehmensangaben 150 Millionen Schüler und Lehrer die Plattform »Google Classroom«. Viele Schüler verwenden zudem Chromebooks, die ihre Schule bereitstellt.
Kritik an »Zwang zu KI«
Im August geriet Google in die Kritik, als es seinen Chatbot »Gemini« auch für jüngere Schüler freischaltete. Bis dahin hatte Google die Aktivierung von Gemini nur für Personen ab 18 Jahren zugelassen.
Pädagogen, Pädagoginnen und politische Entscheidungsträger kritisierten die Ankündigung vom Dienstag. »Google nutzt sein Suchmonopol, um Schulen zur Einführung von KI zu zwingen«, schrieb Lina Khan, ehemalige Vorsitzende der Federal Trade Commission auf X.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
US-Schulverwaltungen werden über die Aktivierung von Google-KI-Tools abstimmen
Likely · Within weeks
Regulierungsbehörden könnten Googles Vorgehen prüfen
Possible · Within months
Open Questions
- Wann genau tritt die neue Regelung in Kraft?
- Welche rechtlichen Schritte könnten betroffene Schulen einleiten?
- Wie reagieren andere Technologieanbieter auf Googles Vorgehen?






