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Griechenland durchlief von 2009 bis 2018 eine schwere Schuldenkrise, bei es drei Rettungspakete erhielt und kurz vor dem Euro-Austritt stand. Die Schuldenquote erreichte damals über 180 Prozent des BIP.
Einst stand Griechenland am Rand des Euro-Austritts, heute wächst die Wirtschaft stärker als der Durchschnitt im Währungsraum. Nun könnte Athen ein weiteres Kapitel der Schuldenkrise deutlich früher abschließen als erwartet.
Griechenland will Insidern zufolge seine ersten Rettungskredite aus der Schuldenkrise deutlich früher zurückzahlen als bislang geplant. Die Darlehen in Höhe von 53 Milliarden Euro könnten bereits bis 2029 vollständig getilgt sein, sagten zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Dies wären zwei Jahre früher, als der bereits beschleunigte Zeitplan vorsah, der eine Rückzahlung bis 2031 anstrebte. Ursprünglich liefen die bilateralen Kredite der Euro-Länder aus dem ersten von drei Hilfspaketen sogar bis 2041.
"Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir die ersten Rettungskredite bis 2030 oder sogar bis 2029 vollständig zurückzahlen werden, anstatt bis 2031", sagte einer der Insider. Ein zweiter bestätigte den Zeitrahmen von 2029 bis 2030 und fügte hinzu, dass die vorzeitigen Rückzahlungen in den kommenden Jahren beschleunigt werden könnten - sofern die Bedingungen dies zuließen.
Die Regierung in Athen hat in diesem Jahr bereits eine Rate von 6,9 Milliarden Euro und damit mehr als die geplanten fünf Milliarden Euro zurückgezahlt. Der ausstehende Betrag beläuft sich demnach auf 19,5 Milliarden Euro. Für 2027 sei die vorzeitige Rückzahlung von mindestens 5,1 Milliarden Euro geplant.
Möglich wird die schnellere Tilgung durch eine robuste Konjunktur und solide Staatsfinanzen. Die griechische Wirtschaft wächst mit einer Jahresrate von zwei Prozent und damit stärker als der Durchschnitt der Eurozone. Zudem verfügt die Regierung dank eines scharfen Vorgehens gegen Steuerhinterziehung über Barreserven von rund 32 Milliarden Euro. Für das laufende Jahr erwartet sie einen Primärüberschuss - also einen Haushaltsüberschuss ohne Zinszahlungen - von rund vier Prozent der Wirtschaftsleistung. Dies ist fast doppelt so viel wie ursprünglich prognostiziert.
Das Land hat damit eine bemerkenswerte Wende vollzogen. Auf dem Höhepunkt der Finanzkrise von 2009 bis 2018 stand Griechenland kurz vor dem Austritt aus der Eurozone und wies die höchste Staatsverschuldung im Währungsraum auf. Inzwischen ist die Schuldenquote um mehr als 60 Prozentpunkte auf 145,9 Prozent der Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr gesunken. In diesem Jahr soll sie weiter auf 136,8 Prozent fallen und damit unter die Italiens sinken. Deutschland hat eine Schuldenquote von derzeit etwa 65 Prozent. Nach der Parlamentswahl im kommenden Jahr hofft die Regierung auf eine weitere Heraufstufung der Kreditwürdigkeit durch die großen Ratingagenturen. Derzeit bewertet zum Beispiel Fitch die Bonität mit BBB - also gut.
AI outlook — possibilities, not facts
Griechenland erhält bis 2027 eine Heraufstufung seiner Kreditwürdigkeit durch mindestens eine große Ratingagentur
Likely · Within years
Die griechische Schuldenquote fällt bis 2028 unter 130 Prozent des BIP
Likely · Within years

Die niederländische Zentralbank DNB hat einen Großteil ihrer Goldreserven aus den USA und Kanada nach London verlagert. Als Grund werden zunehmende geopolitische Unruhen und eine optimierte Krisenvorsorge durch bessere Handelsstandards genannt.

US-Energieminister Chris Wright hat bei einem Besuch in Caracas neue Energieabkommen mit Venezuela als historisch bezeichnet. Die USA sichern sich damit den Zugriff auf Milliarden Barrel Ölreserven.
Vor einer entscheidenden Sitzung des VW-Aufsichtsrats am Freitag ist die Zukunft der Werke in Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm ungewiss. Medien berichten über geplante Produktionsausläufe bis 2034, während Politik, IG Metall und Landesregierungen dagegen protestieren und betonen, dass keine endgültigen Entscheidungen gefallen seien.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat seine Wachstumsprognose für Deutschland deutlich nach oben korrigiert und rechnet für 2026 mit einem BIP-Plus von 1,2 Prozent und für 2027 mit einem Wachstum von 1,0 Prozent. Trotz der Aufwärtsrevision warnen Ökonomen vor anhaltender Schwäche in der privaten Binnennachfrage und strukturellen Problemen in der Industrie.

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