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Volkswagen befindet wie andere deutsche Autobauer in einer Krise aufgrund hoher Kosten und Wettbewerbsdruck. Der Konzern hat bereits Sparmaßnahmen eingeleitet und plant nun die Schließung von vier Werken sowie weitere Stellenstreichungen.
Die VW-Konzernspitze treibt den Sparkurs bei dem taumelnden Autoriesen weiter voran. Nun beschließt der Vorstand einem Bericht zufolge das Aus für gleich vier Standorte in Deutschland. Die Produktion könnte dort bereits in wenigen Jahren auslaufen.
Der Volkswagen-Vorstand hat einem Medienbericht zufolge einstimmig einen Beschluss über den Zeitpunkt des Produktionsendes in den Werken Emden, Hannover, Zwickau und Neckarsulm gefasst. So soll die Produktion in Emden und Zwickau im Jahr 2031 enden, in Hannover 2032 und in Neckarsulm 2034, berichtete die "Wirtschaftswoche" aus einem Papier für den Aufsichtsrat. Dem Magazin zufolge kann der Vorstand das "Leerlaufen von Werken" am Aufsichtsrat vorbei umsetzen.
Dem Bericht zufolge soll das Dokument die Entscheidung des Aufsichtsrats am Ende dieser Woche vorbereiten. Die bestehenden Geschäftsmodelle und Strukturen reichten nicht mehr aus, "um die Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität des Volkswagen-Konzerns langfristig sicherzustellen", zitiert das Magazin aus dem Dokument, das den Titel "Bericht zum Konzeptbeschluss Aufsichtsrat 3./4. September 2026" trage.
Darin steht demzufolge weiter, dass der Vorstand das unter Ziffer 3 dargelegte "Konzept für die gesamthafte Transformation des Volkswagen-Konzerns im Sinne eines Konzeptbeschlusses einstimmig beschlossen" habe. Unter dieser Ziffer wird das Produktionsende im Jahr 2031 für die Werke in Emden und Zwickau und für Hannover im Jahr 2032 und Neckarsulm im Jahr 2034 benannt.
Volkswagen wollte sich auf eine Anfrage nicht äußern. Ein Sprecher des Konzerns bat um Verständnis, "dass wir interne Unterlagen nicht kommentieren". "Diese werden in den zuständigen Gremien besprochen und verabschiedet. Diesem Prozess greifen wir nicht vor."
Blume will bis zu 50.000 weitere Stellen streichen
Volkswagen steckt wie auch die anderen deutschen Autobauer in der Krise. Konzernchef Oliver Blume hat deshalb weitere Sparbemühungen angekündigt und weitere 50.000 Stellenstreichungen und Werksschließungen in den Raum gestellt, die Hälfte davon in Deutschland.
In der vergangenen Woche und am Montag hatte es eine Reihe von Betriebsversammlungen bei Volkswagen gegeben. Dabei hatte Finanzvorstand Arno Antlitz in Hannover gesagt: "Aufgrund der großen Kostenunterschiede zu anderen europäischen Werken haben wir - aus heutiger Sicht - für vier deutsche Standorte keine wirtschaftliche Nachbelegung, wenn die aktuellen Produkte Anfang der 30er Jahre auslaufen." Blume äußerte sich etwa in Emden ähnlich.
IG-Metall-Chefin Christiane Benner hatte Blume massive Fehler im Umgang mit der Belegschaft vorgeworfen. Der Konzernchef stelle sich mit der Ankündigung von Werkschließungen gegen Betriebsvereinbarungen und die historische Verantwortung des Konzerns, sagte Benner der "Augsburger Allgemeinen" von Dienstag. Die Gewerkschaftschefin kündigte entschiedenen Widerstand bei der für Freitag geplanten Aufsichtsratssitzung an.
Dem Medienbericht zufolge könnte der Vorstand das Leerlaufen von Werken allerdings am Aufsichtsrat vorbei umsetzen: Das Ende einer Produktion gehöre laut Satzung des Konzerns nicht zu den zustimmungsbedürftigen Geschäften - dazu zählt lediglich die "Errichtung und Verlegung von Produktionsstätten", berichtete die "Wirtschaftswoche" und berief sich auf hochrangige Insider, die diese Lesart der Satzung bestätigt hätten.
AI outlook — possibilities, not facts
Die IG Metall wird bei der Aufsichtsratssitzung am Freitag Widerstand gegen die Werksschließungspläne leisten.
Very likely · Within days
Volkswagen wird die Produktionsende in Emden und Zwickau bis 2031, in Hannover bis 2032 und in Neckarsulm bis 2034 durchführen.
Likely · Within years
Vor einer entscheidenden Sitzung des VW-Aufsichtsrats am Freitag ist die Zukunft der Werke in Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm ungewiss. Medien berichten über geplante Produktionsausläufe bis 2034, während Politik, IG Metall und Landesregierungen dagegen protestieren und betonen, dass keine endgültigen Entscheidungen gefallen seien.

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