Breaking
UKFolarin Balogun rejects Everton transfer over medical treatment, Monaco CEO saysUSMaltese businessman Yorgen Fenech acquitted in Daphne Caruana Galizia murder caseITUS-Iran escalation: raid on 100 targets, Trump ready for new attackARTrump says the campaign against Iran "will not last long" and Iran describes the strike on a wedding as a "war crime"FRSwitzerland: gunshots during a rave party, at least one dead and five injured; Trump announces historic oil deal with VenezuelaAR22 dead and 28 injured in a bus accident on the Red Sea coast in EgyptGLOBALSaudi Arabia condemns Iranian attack on Saudi-owned tanker killing two Filipino sailorsRURada Speaker Stefanchuk called on deputies to forget about the elections and prepare for a difficult winterAUAustralian families search for missing loved ones after Nepal-Tibet floodsDEFDP top candidate Lydia Hüskens is calling for a radical reduction in bureaucracy in Saxony-AnhaltUKFolarin Balogun rejects Everton transfer over medical treatment, Monaco CEO saysUSMaltese businessman Yorgen Fenech acquitted in Daphne Caruana Galizia murder caseITUS-Iran escalation: raid on 100 targets, Trump ready for new attackARTrump says the campaign against Iran "will not last long" and Iran describes the strike on a wedding as a "war crime"FRSwitzerland: gunshots during a rave party, at least one dead and five injured; Trump announces historic oil deal with VenezuelaAR22 dead and 28 injured in a bus accident on the Red Sea coast in EgyptGLOBALSaudi Arabia condemns Iranian attack on Saudi-owned tanker killing two Filipino sailorsRURada Speaker Stefanchuk called on deputies to forget about the elections and prepare for a difficult winterAUAustralian families search for missing loved ones after Nepal-Tibet floodsDEFDP top candidate Lydia Hüskens is calling for a radical reduction in bureaucracy in Saxony-Anhalt
BackVW-Aufsichtsrat tagt über Zukunft deutscher Werke
VW-Aufsichtsrat tagt über Zukunft deutscher Werke
Developing
Die Zeit1 hour agoBusiness2 min readGermany

VW-Aufsichtsrat tagt über Zukunft deutscher Werke

Quick Look

  • Vor einer entscheidenden Sitzung des VW-Aufsichtsrats am Freitag ist die Zukunft der Werke in Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm ungewiss.
  • Medien berichten über geplante Produktionsausläufe bis 2034, während Politik, IG Metall und Landesregierungen dagegen protestieren und betonen, dass keine endgültigen Entscheidungen gefallen seien.

AI-generated summary

Why It Matters

VW plant laut Medienberichten, die Produktion in Emden und Zwickau 2031, in Hannover 2032 und in Neckarsulm 2034 einzustellen. Der Vorstand sieht weitere Stellenabbau notwendig, um Kosten zu senken und die Zukunft zu finanzieren.

Font size

Vor einer möglicherweise entscheidenden Sitzung des VW-Aufsichtsrats ist die Zukunft mehrerer deutscher Werke höchst ungewiss. Medienberichten zufolge soll die Produktion nach dem Willen des Vorstands in Emden und Zwickau im Jahr 2031, im Nutzfahrzeugwerk Hannover 2032 und im Audi-Werk Neckarsulm 2034 auslaufen. Diese Darstellung stößt aber auf heftigen Widerspruch aus der Politik und von Arbeitnehmervertretern.

Volkswagen wollte sich auf Anfrage nicht zu den Berichten äußern. Ein Sprecher des Konzerns bat um Verständnis, dass man interne Unterlagen nicht kommentiere. «Diese werden in den zuständigen Gremien besprochen und verabschiedet. Diesem Prozess greifen wir nicht vor.»

IG Metall: «Alles Unsinn, Unfug, Kokolores»

Die IG Metall in der VW-Heimat Wolfsburg weist den Eindruck, dass das Aus für die Werke bereits beschlossen sei, als «Quatsch» zurück. «Der Vorstand kann zunächst vieles beschließen», heißt es in einem Blogbeitrag. In Kraft trete das damit aber noch lange nicht alles automatisch. Die Folgebelegung der Werke sei Teil der Planungsrunden, also der regelmäßig fortgeschriebenen weltweiten Investitionsvorhaben des Konzerns. «Und die müssen durch den Aufsichtsrat.»

Der niedersächsische IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger sieht ebenfalls keine vollendeten Tatsachen: «Bei Entscheidungen von solcher Tragweite führt kein Weg an den zuständigen Gremien, ergo dem VW-Aufsichtsrat, vorbei».

Er warf dem Vorstand vor, über die Medien Verunsicherung zu erzeugen. «Was derzeit aus dem Unternehmen nach außen dringt, vermittelt zunehmend das Bild einer bewussten Konfrontation. Wenn der Vorstand diesen Konflikt sucht, wird er ihn bekommen», teilte Gröger mit.

Aufsichtsrat tagt am Freitag

Das Kontrollgremium kommt am Freitag zusammen. Zentrales Thema dürften die Zukunfts- und Sparpläne von VW-Chef Oliver Blume sein. Dem Vernehmen nach liegen drei verschiedene Beschlussentwürfe vor - vom Vorstand, von der Arbeitnehmerseite und vom Land Niedersachsen, das mit 20 Prozent an dem Konzern beteiligt ist. Ob sich die Parteien auf eine gemeinsame Linie einigen können oder ob der Richtungsstreit eskaliert, war zunächst offen.

Anfang Juli waren die Pläne erstmals im Aufsichtsrat behandelt worden - und dort am Widerstand der Arbeitnehmer und des Landes gescheitert. Berichten zufolge hat der Vorstand bereits seit einiger Zeit einen Alternativplan in der Schublade: Er könnte eine außerordentliche Hauptversammlung einberufen, um die Aktionäre selbst abstimmen zu lassen. Auch dort hat Niedersachsen eine gesetzlich geregelte Sperrminorität und kann wichtige Beschlüsse verhindern.

Niedersachsen: Werden um jeden VW-Standort kämpfen

Die rot-grüne Landesregierung will nach eigenen Angaben um alle vier Werke kämpfen. «Ein Standort in Neckarsulm ist genauso wichtig wie ein Standort in Zwickau, wie ein Standort in Hannover, wie ein Standort in Emden», sagte ein Regierungssprecher. Konzepte, die Werkschließungen, einen massiven Rückbau der Beschäftigung und die Aushöhlung des VW-Gesetzes in den Mittelpunkt stellten, seien aber nicht zustimmungsfähig. Erklärtes Ziel sei, zu gemeinsamen Lösungen zu kommen. Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) sitzt selbst in dem Kontrollgremium, ebenso seine Stellvertreterin Julia Willie Hamburg (Grüne).

Blume: «Die Lage ist mehr als kritisch»

Die VW-Führung betont bereits länger, dass der laufende Jobabbau - 50.000 Stellen bis 2030 - und die bisher erreichten Einsparungen in den Fabriken aus ihrer Sicht nicht ausreichen. Im nächsten Schritt soll es Blume zufolge vor allem um die Kosten außerhalb der direkten Fahrzeugproduktion gehen. Dazu zählen Konzernstellen, zentrale Funktionen, Entwicklung oder Vertrieb.

Der Abbau von bis zu 50.000 weiteren Stellen steht als Rechengröße im Raum. Auch das Management soll schrumpfen. «Die Lage ist mehr als kritisch», sagte Blume beim Auftakt einer Reihe außerordentlicher Betriebsversammlungen an verschiedenen VW-Standorten zuletzt. Das Unternehmen mache zwar Gewinn, verdiene aber zu wenig, damit die Zukunft finanzieren zu können.

Blume hatte Werksschließungen damals eine letzte Option genannt, die er gern vermeiden wolle. Für Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm gebe es aber noch keine «wettbewerbsfähige Belegung» für die 2030er Jahre. «Unser Ziel ist es, in den nächsten sechs bis zwölf Monaten belastbare Perspektiven für alle Standorte zu schaffen», sagte der Manager. Im Gespräch ist etwa, Standorte zeitweise für die Rüstungsproduktion zu nutzen und auch der Bau von in China entwickelten VW-Modellen in Deutschland.

Was wird am Freitag entschieden?

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) versuchte am Mittwoch, die Sorgen der Beschäftigten in Zwickau zu dämpfen. «Auch am Freitag wird es dazu keine Entscheidung geben», sagte er in einem Facebook-Videostatement. Es sei noch nicht der Punkt erreicht, an dem festgelegt werde, wie es wirklich mit Volkswagen weitergehe. Kretschmer verwies auf die Effizienz des Werks und forderte einen Schulterschluss von Konzern, Belegschaft und Politik.

Auch der baden-württembergische Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) hält eine Schließung des Werks in Neckarsulm nicht für ausgemacht: «Es ist noch nichts entschieden, aber die aktuelle Berichterstattung zur Lage bei VW erfüllt mich mit großer Sorge». Aus seiner Sicht habe der Standort eine Zukunft. «Die Nähe zu Heilbronn und den dort entstehenden Themen rund um Künstliche Intelligenz eröffnet Chancen, die über die klassische Automobilproduktion hinausgehen». Er gehe davon aus, dass Unternehmensführung, Aufsichtsrat und Arbeitnehmerseite aufeinander zugingen und eine gemeinsame Lösung suchten. Eine Eskalation helfe niemandem.

Auch Branchenexpertin Helena Beron Wisbert von der Ostfalia Hochschule erwartet für Freitag keine umfangreichen Entscheidungen. Der Aufsichtsrat könnte ihrer Einschätzung nach einzelne Sparmaßnahmen beschließen. Von konkreten Lösungen für einzelne Werke ging sie aufgrund der von Blume genannten Sechs- bis Zwölf-Monatsfrist aber nicht aus.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Der Aufsichtsrat wird am Freitag keine endgültigen Entscheidungen über Werksschließungen treffen, sondern zunächst Sparmaßnahmen beschließen.

    Likely · Within days

  • Die Diskussion über die Zukunft der VW-Werke wird in den nächsten sechs bis zwölf Monaten fortgesetzt, wie von Oliver Blume angekündigt.

    Very likely · Within months

Open Questions

  • Welche konkreten Beschlüsse wird der Aufsichtsrat am Freitag fassen?
  • Wie wird die Beschäftigung in den betroffenen Werken langfristig gesichert?
  • Welche Alternativen zur Werksschließung werden ernsthaft geprüft?

Related Topics

This article was originally published by Die Zeit.

Related Stories

Bundeslandwirtschaftsminister Rainer warnt vor nationaler Erntekrise und kündigt Hilfen an
Developing·14 minutes ago

Bundeslandwirtschaftsminister Rainer warnt vor nationaler Erntekrise und kündigt Hilfen an

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer sieht aufgrund von Hitze und Dürre eine Erntekrise von nationaler Tragweite und kündigt zwei Liquiditätsprogramme sowie eine Aufstockung des Soforthilfeprogramms der Landwirtschaftlichen Rentenbank um 300 Millionen Euro an. Er lehnte ein formales Schadensereignis von nationalem Ausmaß ab, während der Bauernverband die Hilfen als unzureichend kritisiert und weitere Maßnahmen fordert.

Tagesschau Inland
1 min read
DIW erhöht Wachstumsprognose für Deutschland 2026 und 2027 deutlich an
Developing·1 hour ago

DIW erhöht Wachstumsprognose für Deutschland 2026 und 2027 deutlich an

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat seine Wachstumsprognose für Deutschland deutlich nach oben korrigiert und rechnet für 2026 mit einem BIP-Plus von 1,2 Prozent und für 2027 mit einem Wachstum von 1,0 Prozent. Trotz der Aufwärtsrevision warnen Ökonomen vor anhaltender Schwäche in der privaten Binnennachfrage und strukturellen Problemen in der Industrie.

n-tv Wirtschaft
2 min read
More on this topicvolkswagen