Hamburger Immobilienmarkt im Premiumsegment: Umsatzrückgang bei Eigentumswohnungen
Während die Verkaufszahlen stabil bleiben, sinken Umsatz und Quadratmeterpreise bei Luxuswohnungen. Häuser zeigen sich robuster.
Quick Look
- Im ersten Halbjahr blieben die Verkaufszahlen in Hamburgs gehobenen Wohnlagen stabil, der Umsatz sank jedoch um 14,3 Prozent.
- Käufer prüfen Preise und Qualität genauer.
- Häuser im Premiumsegment zeigten sich dagegen robuster.
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Why It Matters
Untersuchung des Hamburger Premium-Immobilienmarktes im ersten Halbjahr.
Die Zahl der Verkäufe blieb dagegen weitgehend stabil. Insgesamt wurden in den gehobenen Hamburger Wohnlagen 196 Eigentumswohnungen des Premiumsegments verkauft. Das sind lediglich fünf weniger als im ersten Halbjahr 2025. Für die Auswertung wurden Wohnungen mit Quadratmeterpreisen von mindestens 10.000 Euro sowie Objekte ab einer Million Euro Kaufpreis berücksichtigt.
Käufer prüfen genauer
Deutlich stärker als die Zahl der Transaktionen ging allerdings der Umsatz zurück. Er sank um 14,3 Prozent auf rund 268,4 Millionen Euro. Die Analyse deutet darauf hin, dass Käufer im oberen Marktsegment inzwischen genauer auf das Verhältnis von Preis, Lage und Qualität achten. „Der Rückgang des durchschnittlichen Quadratmeterpreises für Premiumwohnungen auf 12.355 Euro macht deutlich, dass Käufer heute sehr genau prüfen, ob Preis, Lage und Qualität einer Immobilie zusammenpassen“, sagt Dahler-Gründer Björn Dahler. Überhöhte Preisvorstellungen hätten es zunehmend schwer, sich am Markt durchzusetzen. Zugleich gebe es weiterhin eine grundsätzliche Kaufbereitschaft, wenn Objekte marktgerecht angeboten würden.
Die teuerste Eigentumswohnung des ersten Halbjahres wurde im Hamburger Stadtteil Eppendorf verkauft. Der Kaufpreis lag bei rund 6,9 Millionen Euro. Den höchsten Quadratmeterpreis erzielte eine Wohnung in Harvestehude mit 24.825 Euro pro Quadratmeter. Auffällig ist zudem der sinkende Anteil von Neubauwohnungen. Von 185 verkauften Premiumwohnungen mit bekanntem Baujahr waren lediglich 63 Neubauten. Das entspricht einem Anteil von 34,1 Prozent und liegt mehr als zehn Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert. Dahler führt dies auf hohe Baukosten, lange Entwicklungszeiten und schwierige Finanzierungsbedingungen zurück. Zwar verbesserten sich die Genehmigungszahlen zuletzt wieder, bis sich dies in einem größeren Angebot hochwertiger Neubauten niederschlage, werde jedoch noch einige Zeit vergehen.
Luxus-Häuser behaupten sich
Während Eigentumswohnungen unter Preisdruck stehen, präsentiert sich das Premiumsegment bei Ein- und Zweifamilienhäusern robuster. Die Zahl der Verkäufe stieg im ersten Halbjahr leicht um 1,8 Prozent auf 174 Objekte. Gleichzeitig legte der Umsatz um 1,5 Prozent auf 331,7 Millionen Euro zu. Besonders gefragt blieben dabei die Elbvororte, auf die 78 Verkäufe entfielen. Es folgte das Alstertal mit 55 Transaktionen. Von den insgesamt verkauften Häusern kosteten 32 mindestens 2,5 Millionen Euro. Ein Objekt überschritt sogar die Marke von sieben Millionen Euro. Das teuerste Haus wurde ebenfalls in Eppendorf veräußert. Der Kaufpreis lag bei 7,5 Millionen Euro.
Open Questions
- Wie entwickelt sich das Neubaubeginn-Volumen in den kommenden Quartalen?
- Bleiben die Zinsen für Baukredite stabil?


