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Hamburger Senat verschärft Sparkurs bei Büroflächen
Politics
Die Welt1 hour agoPolitics2 min readGermanyView translation

Hamburger Senat verschärft Sparkurs bei Büroflächen

Bis 2040 sollen Behörden 15 bis 20 Prozent weniger Bürofläche nutzen, um Haushaltsdefizite zu senken.

Quick Look

  • Der Hamburger Senat plant, die Büroflächen der Verwaltung bis 2040 um 15 bis 20 Prozent zu reduzieren.
  • Ziel ist die Senkung der Raumkosten angesichts steigender Mieten und eines Haushaltsdefizits.
  • Die Kontrolle der Flächenvorgaben soll durch festes Personal verstärkt werden.

AI-generated summary

Why It Matters

Hamburg nutzt rund 5500 öffentliche Gebäude und zahlt jährlich eine Milliarde Euro Miete. Die Mieten für Verwaltungsgebäude stiegen von 2024 auf 2025 um 13 Prozent.

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Der Hamburger Senat verschärft seinen Sparkurs bei den Büroflächen der Verwaltung. Bis 2040 sollen Behörden, Ämter und Landesbetriebe 15 bis 20 Prozent weniger Bürofläche nutzen als heute. Nach Berechnungen der Finanzbehörde könnten dadurch 180.000 bis 250.000 Quadratmeter in Amtsstuben wegfallen. Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) sprach davon, „kräftig die Raumkostenbremse betätigen“ zu müssen.

Hintergrund sind die Sparmaßnahmen, mit denen Hamburg sein langfristiges Haushaltsdefizit reduzieren will. Die Stadt nutzt rund 5500 öffentliche Gebäude, zahlt eine Milliarde Euro Miete aus dem allgemeinen Kernhaushalt. Neben der hohen Gesamtsumme gibt es ein weiteres, drängendes Problem: Allein von 2024 auf 2025 sind die Mieten um 13 Prozent gestiegen. Ohne Gegenmaßnahmen, so der Senat, drohten der Stadt in den kommenden Jahren zusätzliche Kosten in zweistelliger Millionenhöhe.

Dass die Entwicklung bereits begonnen hat, zeigen mehrere Projekte der vergangenen Jahre. Bei neuen Behördenstandorten werden deutlich weniger Quadratmeter pro Beschäftigtem eingeplant als früher üblich. Die Flächenvorgabe sank von 32 auf aktuell 24 Quadratmeter. Vereinzelt konnte die Finanzbehörde sogar schon erreichen, dass in neuen Büros nur noch 21 Quadratmeter pro Beschäftigtem angemietet werden. Gleichzeitig wurden teils schon Schreibtische reduziert, um bei 100 Mitarbeitern nur noch 67,5 Arbeitsplätze vorzuhalten.

Stärkere Kontrolle soll Einsparungen voranbringen

Doch schon die Vorgabe der 24 Quadratmeter werde nicht von allen Behörden und Ämtern konsequent genug eingehalten, wie aus einer Drucksache hervorgeht, die der Senat in dieser Woche verabschiedet hat. Deshalb soll die Kontrolle verstärkt werden. Sechs Beamte, die die sogenannte „Raumkostenbremse“ bisher als Projekt innerhalb der Finanzbehörde verantwortet haben, sollen die Aufgabe nun als feste Stelle übernehmen. Die Kosten – im Jahr 2028 etwa werden es 777.000 Euro für das Personal sein – refinanzierten „sich durch geplante Einsparungen kurzfristig“.

Der Druck auf die Stadt hat auch historische Ursachen. In den 2000er-Jahren verkaufte Hamburg zahlreiche Verwaltungsgebäude an private Investoren und mietete viele davon anschließend zurück. Zwar wurden einige wichtige Immobilien inzwischen wieder in städtisches Eigentum überführt. Die Stadt nutzt aber weiterhin zahlreiche Gebäude, die ihr nicht gehören. Gleichzeitig laufen in den kommenden Jahren weitere Mietverträge aus, während die Mieten auf dem Büromarkt deutlich gestiegen sind.

Der Senat versucht deshalb seit Jahren, den Flächenbedarf der Verwaltung zu verringern. Mit dem aktuellen Beschluss wird dieser Kurs nun deutlich verschärft. Erstmals gibt die Stadt das konkrete Ziel aus, ihren Büroflächenbestand bis 2040 um bis zu ein Fünftel zu verkleinern.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Einführung fester Stellen zur Kontrolle der Raumkostenbremse.

    Very likely · Within months

Open Questions

  • Welche spezifischen Behördenstandorte werden zuerst verkleinert?
  • Wie reagieren die betroffenen Mitarbeiter auf die Flächenreduktion?

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This article was originally published by Die Welt.

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