
Nach dem Verlust der republikanischen Mehrheiten im US-Kongress verlässt die Leiterin der Bürgerrechtsabteilung das Justizministerium
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Dhillon leitete die Abteilung für Bürgerrechte im Justizministerium und hatte diese im Sinne von Trump umgekrempelt. Kritiker werfen ihr vor, den traditionellen Auftrag zum Schutz der Rechte von Minderheiten zugunsten konservativer Anliegen aufgegeben zu haben. Sie verfolgte unter anderem propalästinensische Demonstrationen an Universitäten und klagte gegen Harvard wegen angeblicher Tolerierung von Antisemitismus, was von einem Bundesrichter zurückgewiesen wurde.
Damit ist Dhillon die erste ranghohe Trump-Vertraute, die ihren Hut nimmt, nachdem die Republikaner bei den Wahlen am Dienstag ihre Mehrheiten in beiden Kammern des US-Kongresses verloren haben. Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge hatte Dhillon dem Weißen Haus bereits im Oktober mitgeteilt, nach den Midterms zurückzutreten. Unter Berufung auf zwei anonyme Quellen berichtet Reuters, sie sei frustriert über ausbleibende Beförderungen gewesen.
Dhillon hatte bisher die Abteilung für Bürgerrechte im Justizministerium geleitet und im Sinne Trumps umgekrempelt. Der Bereich war während der Bürgerrechtsbewegung des Landes zum Schutz der Rechte von Minderheiten geschaffen worden. Kritiker werfen ihr vor, diesen traditionellen Auftrag zugunsten konservativer Anliegen aufgegeben zu haben.
Sie habe dafür gesorgt, dass der Fokus nicht mehr auf die Bekämpfung von Diskriminierung ethnischer Minderheiten und die Untersuchung umstrittener Polizeipraktiken gelegt wurde, sondern auf Themen, die für Trump Priorität hätten. So verantwortete Dhillon etwa das harte Vorgehen gegen propalästinensische Demonstrationen an Universitäten nach Ausbruch des Gazakrieges.
Immer wieder legte sich Dhillon mit US-Universitäten wegen deren Aufnahmeregelungen an, die angeblich weiße Studierende benachteiligen würden. Gegen die Eliteuniversität Harvard klagte sie wegen der angeblichen Tolerierung von Antisemitismus. Die Klage wurde von einem Bundesrichter zurückgewiesen.
Der Biden-Regierung hatte Dhillon vorgeworfen, eine fehlgeleitete liberale Agenda zu verfolgen. In einem Interview mit dem konservativen Kommentator Glenn Beck sagte sie mit Blick auf ihre Abteilung: »Die Aufgabe hier ist es, die Bundesbürgerrechtsgesetze durchzusetzen – nicht die Woke-Ideologie.«
Lesen Sie hier, wie die ersten Republikaner auf Distanz zu Trump gehen – während die treuesten MAGA-Jünger weiter zum Präsidenten halten.
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Das Weiße Haus wird einen Nachfolger für die Leitung der Bürgerrechtsabteilung im Justizministerium benennen.
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