Branchenverband Ines warnt vor Rekordtief bei Füllständen, während das Bundeswirtschaftsministerium zur Gelassenheit mahnt.
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Die Gasspeicherfüllstände in Deutschland werden seit 2011 systematisch erfasst. Aktuell belasten geopolitische Spannungen im Iran die globalen Energiemärkte.
Die Gasspeicher in Deutschland sind derzeit nach Angaben ihres Branchenverbands Ines zum Zeitpunkt Mitte August so gering gefüllt wie noch nie seit Start der Aufzeichnungen im Jahr 2011.
«Der aktuelle Gasspeicherfüllstand ist mit Abstand der tiefste Füllstand zu dieser Zeit, der seit Aufzeichnung der Speicherfüllstände in Deutschland aufgetreten ist», sagte der Geschäftsführer der Initiative Energien Speichern (Ines), Sebastian Heinermann, der Deutschen Presse-Agentur. «Es handelt sich somit um einen historischen Tiefstand.»
Am Donnerstag hatte das Bundeswirtschaftsministerium versucht, Sorgen um etwaige Engpässe bei der Gasversorgung in der kalten Jahreszeit zu zerstreuen und mitgeteilt, nach aktuellem Erkenntnisstand sei eine Gasmangellage im kommenden Winter nicht zu erwarten. Man nehme es ernst, dass die deutschen Gasspeicher deutlich weniger gefüllt seien als in den vergangenen Jahren. Gleichzeitig lasse sich die Versorgungssicherheit nicht allein an einem Speicherfüllstand ablesen. Gas komme insbesondere über Pipelines aus Norwegen, Importterminals für Flüssiggas (LNG) und von europäischen Nachbarländern.
Heinermann sagte weiter, derzeit liege der Gasspeicherfüllstand bei 49 Prozent, im vergangenen Jahr seien es zum gleichen Zeitpunkt bereits 67 Prozent gewesen. Selbst wenn die derzeit gebuchten Speicherkapazitäten - der Buchungsstand beträgt aktuell 78 Prozent der deutschen Gasspeicherkapazitäten - bis zum Winter vollständig befüllt würden, würde die gespeicherte Gasmenge nicht ausreichen, um die Versorgung bei extrem tiefen Temperaturen vollständig abzusichern. Derzeit lägen die Beschaffungskosten für Gas häufig über den für den Winter erzielbaren Verkaufspreisen. Damit bestehe kaum ein wirtschaftlicher Anreiz zur Einspeicherung.
Das Haus von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sieht bei der Wintervorsorge vor allem die Privatwirtschaft mit Gasunternehmen und Händlern in der Pflicht. Ein staatlicher Eingriff berge Risiken, hieß es. Dennoch bereite die Bundesregierung «die notwendigen Handlungsoptionen so vor, dass sie bei einer Verschlechterung der Lage schnell und gezielt eingesetzt werden können», so das Ministerium.
Die Gaspreise sind in diesem Sommer wegen des Iran-Kriegs mit der faktischen Blockade der Straße von Hormus ungewöhnlich hoch, weshalb Händler weniger Gas für den Verkauf im Winter einkaufen. Der Preis für europäisches Erdgas war Mitte der Woche auf das höchste Niveau seit der Anfangsphase des Iran-Kriegs.

Angesichts der iranischen Bedrohung der Straße von Hormus suchen Golfstaaten wie Saudi-Arabien und die VAE nach alternativen Exportrouten. Milliardeninvestitionen in Pipelines und Häfen sollen die Abhängigkeit von der Meerenge langfristig mindern.

Die deutschen Gasspeicher sind aktuell nur zur Hälfte gefüllt, was das gesetzliche Ziel von 80 Prozent bis zum 1. November gefährdet. Experten warnen vor wirtschaftlichen Hürden bei der Einspeicherung und betonen die Systemkritikalität der Speicher für kalte Wintertage.

Die Gasspeicher in Deutschland sind derzeit zu 50 Prozent gefüllt. Die BDEW-Vorsitzende Kerstin Andreae warnt, dass das Ziel von 70 bis 80 Prozent bis November aufgrund gestörter Marktmechanismen und hoher Preise immer schwieriger zu erreichen sei.

Die deutschen Gasspeicher verzeichnen Mitte August 2026 mit 49 Prozent den niedrigsten Füllstand seit Beginn der Aufzeichnungen 2011. Hohe Gaspreise infolge der Blockade der Straße von Hormus hemmen die Einspeicherung für den kommenden Winter.

Europa und Deutschland droht die schwierigste Heizperiode seit 2022. Niedrige Speicherstände und geopolitische Spannungen um die Straße von Hormus treiben die Gaspreise auf das höchste Niveau seit März, was zu Preiserhöhungen für Verbraucher führen könnte.

Die deutschen Gasspeicher füllen sich zu langsam, um die gesetzlichen Ziele für die Heizsaison zu erreichen. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hält dennoch an ihrem marktwirtschaftlichen Kurs fest, was auf Kritik von Experten und Opposition stößt.