Hollywood-Megadeal: Paramount schließt Warner-Übernahme ab
Quick Look
- Die Ellison-Familie hat Warner Bros.
- Discovery für rund 110 Milliarden Dollar übernommen und das neue Unternehmen Skydance gegründet.
- Der Deal verspricht mindestens 30 Filme pro Jahr in den ersten zwei Jahren und sieht Einsparungen von sechs Milliarden Dollar vor.
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Why It Matters
Die Ellison-Familie hatte Paramount erst im vergangenen Jahr übernommen. Ursprünglich hatte sich Netflix mit Warner auf einen Kauf des Streaming- und Studiogeschäfts verständigt, doch Paramount bot einen höheren Preis für den gesamten Konzern Warner Bros. Discovery ab.
In Hollywood bricht eine neue Ära mit den traditionsreichen Studios Paramount und Warner Brothers unter einem Dach an. Der von der Familie des Tech-Milliardärs Larry Ellison beherrschte Paramount-Konzern schloss die gut 110 Milliarden Dollar schwere Übernahme von Warner ab.
Das neue Unternehmen mit dem Namen Skydance steht nun vor einer komplexen Integration und muss dabei eine Schuldenlast von Dutzenden Milliarden Dollar bewältigen. Hollywood befürchtet eine Welle von Stellenabbau - und Liberale in den USA eine politische Einflussnahme des Unterstützers von US-Präsident Donald Trump, Ellison, auf den Warner-Nachrichtensender CNN. Trump selbst zeigte sich erfreut: «Das wird ein großartiges Unternehmen», sagte er vor Reportern.
Hollywood wird durch den Deal ähnlich stark umgekrempelt wie durch die Übernahme des Studios 20th Century Fox durch Disney 2019. Die Ellison-Familie hatte Paramount erst im vergangenen Jahr übernommen.
Warner ist bekannt unter anderem für Filmreihen wie «Batman», «Superman» und «Harry Potter». Paramount bringt unter anderem «Mission: Impossible» und «Star Trek» ein.
30 Filme pro Jahr
Paramount sagte im monatelangen Ringen um die Fusion unter anderem zu, in den ersten zwei Jahren nach dem Zusammenschluss mindestens 30 Filme der beiden Studios pro Jahr in die Kinos zu bringen. In den drei Jahren danach sollen es 32 Filme sein. Für jeden Film, den die Studios darunter liegen, soll eine Zahlung von 30 Millionen Dollar fällig werden. Außerdem wird der neue Dachkonzern mit dem Namen Skydance in den kommenden fünf Jahren zusätzliche 1,5 Milliarden Dollar für Produktionen in den USA ausgeben.
Der führende Kopf beim neuen Konzern ist der Filmproduzent David Ellison, der sich in den vergangenen Jahren unter anderem mit dem zweiten «Top Gun»-Film einen Namen machte. Er ist der Sohn von Larry Ellison, dessen Milliarden-Garantie den Megadeal überhaupt erst möglich gemacht hatte. Kurz vor Abschluss der Übernahme holte Ellison in eine Doppelspitze den bisherigen Chef des Spielzeugriesen Mattel, Ynon Kreiz. Ellison soll für die Strategie zuständig sein, während Kreiz sich um das operative Geschäft kümmert. Anlegern wurden Einsparungen von sechs Milliarden Dollar nach drei Jahren versprochen.
Sorge um CNN
Das Schicksal von CNN bekam in Debatten um die Übernahme besondere Aufmerksamkeit. CNN berichtet oft kritisch über US-Präsident Trump. Dieser wettert oft gegen den Sender und verbannte ihn zuletzt aus dem Weißen Haus. Ellison ist fest im Trump-Lager etabliert und der Paramount-Sender CBS schlug nach der Übernahme des Konzerns durch seine Familie einen freundlicheren Ton gegenüber dem Präsidenten und dessen Regierung an. Kritiker des Warner-Deals warnten deswegen davor, dass CNN in der Hand der Ellisons die redaktionelle Unabhängigkeit verlieren könnte. Paramount sagte zu, ein unabhängiges redaktionelles Aufsichtsgremium für CNN zu bilden. Der bisherige Chefredakteur Mark Thompson soll den Sender weiterführen.
Paramount-Studiochefs übernehmen
Das gemeinsame Filmgeschäft sollen die bisherigen Paramount-Studiochefs Dana Goldberg und Josh Greenstein übernehmen. Ihre Warner-Pendants gehen. Dagegen wird der bisherige Chef des Warner-Streamingdienstes HBO Max, Casey Bloys, den neuen gemeinsamen Geschäftsbereich mit Paramount+ führen.
Ursprünglich hatte sich im vergangenen Jahr schon Netflix mit Warner auf einen Kauf des Streaming- und Studiogeschäfts des Hollywood-Urgesteins verständigt. Doch Paramount ließ nicht locker und gab ein höheres Gebot für den gesamten Konzern Warner Bros. Discovery ab, inklusive der Fernsehsender wie CNN.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Skydance wird in den ersten zwei Jahren nach der Fusion mindestens 30 Filme pro Jahr in die Kinos bringen.
Very likely · Within years
Skydance wird in den kommenden fünf Jahren zusätzliche 1,5 Milliarden Dollar für Produktionen in den USA ausgeben.
Very likely · Within years
Anlegern werden Einsparungen von sechs Milliarden Dollar nach drei Jahren versprochen.
Likely · Within years
Open Questions
- Wie genau wird die Integration der Studios ablaufen?
- Welche konkreten Stellen werden abgebaut?
- Wie wird die redaktionelle Unabhängigkeit von CNN gewährleistet?
- Welche Filme werden in den ersten beiden Jahren genau produziert?





