Ilhan Omar: US-Ermittler durchsuchen Haus von Donald-Trump-Kritikerin
Ermittler durchsuchen Wohnsitz der demokratischen Abgeordneten im Zusammenhang mit Einbürgerungsunterlagen ihres verstorbenen Vaters
Quick Look
- Ermittler haben das Haus der demokratischen Abgeordneten Ilhan Omar in Washington durchsucht.
- Hintergrund ist eine Untersuchung zu angeblichen Falschangaben bei ihrer Einbürgerung.
- Das Justizministerium bestätigte den Einsatz als Teil laufender Ermittlungen.
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Why It Matters
Ilhan Omar ist eine demokratische Abgeordnete und Mitglied der sogenannten 'Squad'. Sie steht wiederholt im Fokus politischer Auseinandersetzungen mit Donald Trump.
In den USA haben Ermittler das Haus der demokratischen Abgeordneten Ilhan Omar in der Hauptstadt Washington durchsucht. Wie der Sender Fox News berichtete, ging es bei der Razzia bei der ausgewiesenen Kritikerin von Präsident Donald Trump um den Vorwurf, Omars inzwischen verstorbener Vater habe bei der Einbürgerung seiner Tochter falsche Angaben in den Unterlagen gemacht, als diese noch ein Kind war. Über die Durchsuchung bei Omar berichteten auch weitere US-Medien wie die »New York Times« und der Sender NBC.
Das US-Justizministerium bestätigte eine Durchsuchung, nannte aber keine Namen. Im »Raum Washington« sei ein vom Justizministerium erwirkter Durchsuchungsbeschluss vollstreckt worden, erklärte das Ministerium. Die Maßnahme sei »Teil einer laufenden Untersuchung auf Bundesebene«.
Fox News zufolge wurde die Durchsuchung am frühen Morgen von Ermittlern der Ermittlungsabteilung HSI der umstrittenen US-Einwanderungsbehörde ICE vollzogen. Trumps Grenzschutzbeauftragter Tom Homan hatte bereits im September erklärt, Omar sei Gegenstand von Untersuchungen. Einzelheiten nannte er damals nicht.
Omar erklärte seinerzeit, sie sei nicht von der Behörde kontaktiert worden. Bei den Vorwürfen handele es sich um eine politische Kampagne. Zu der Razzia äußerte sie sich bislang nicht.
Die 44-jährige Omar ist somalischer Herkunft und gehört einer Gruppe linker Abgeordneter im Repräsentantenhaus an, die unter the Namen The Squad bekannt sind und Trump besonders kritisch gegenüberstehen. Sie wird von Trump und anderen Republikanern immer wieder als Ziel für rassistische Anfeindungen missbraucht. Trump bezeichnete Omar Ende 2025 als »Abfall« und legte ihr nahe, sie solle nach Somalia »zurückgehen«. Wenige Wochen später wurde Omar bei einer Bürgerversammlung in Minneapolis mit Flüssigkeit bespritzt.
Die Razzia fand gut drei Wochen vor den US-Zwischenwahlen am 3. November statt, bei denen die Republikaner um ihre knappe Mehrheit im Kongress fürchten müssten. Omar tritt dabei in Minnesota zur Wiederwahl an.
Die Richtlinien des Justizministeriums untersagen es Bundesstaatsanwälten und -ermittlern eigentlich, Maßnahmen so zu planen, dass sie den Ausgang einer Wahl beeinflussen oder einem Kandidaten oder einer politischen Partei Vorteile verschaffen könnten. Das Ministerium hatte in der Vergangenheit etwa 60 Tage vor einer Wahl von Ermittlungen gegen politische Kandidaten abgesehen.
Am 3. November steht die republikanische Mehrheit in Senat und Repräsentantenhaus auf dem Spiel.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Ilhan Omar wird sich zu den Vorwürfen äußern.
Likely · Within days
Open Questions
- Welche konkreten Beweise liegen für die Vorwürfe vor?
- Wie reagiert Ilhan Omar offiziell auf die Razzia?





