
Oberlandesgericht Düsseldorf bestätigt Haft nach Prüfung
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Uwe Reppegather war ein prominenter Akteur der deutschen Immobilienbranche mit Luxusprojekten auf der Düsseldorfer Kö und dem Berliner Ku’damm. 2023 erlebte er eine milliardenschwere Pleite. Die Staatsanwaltschaft verdächtigt ihn, im Zuge der Insolvenz Vermögenswerte verschoben zu haben.
Düsseldorf. Der unter Betrugs- und Bankrottverdacht stehende Düsseldorfer Immobilienunternehmer Uwe Reppegather bleibt in Haft. Dies hat das Oberlandesgericht Düsseldorf nach einer Haftprüfung entschieden, wie eine Sprecherin dem Handelsblatt auf Nachfrage bestätigte. Das Gericht sieht demnach bei Reppegather weiter dringenden Tatverdacht und Fluchtgefahr.
Reppegather war Ende März bei einer groß angelegten Razzia im Familienanwesen auf Ibiza festgenommen worden. Zwar kam er in Spanien kurz darauf wieder frei, doch bei seiner Rückkehr nach Deutschland im April wurde er erneut festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft. Nach sechs Monaten Haft ist im Rahmen gesetzlicher Fristen eine Prüfung vorgesehen, ob weiterhin ein Haftgrund vorliegt.
Reppegather zählte lange zu den mächtigsten Akteuren der deutschen Immobilienbranche. Spektakuläre Luxusprojekte auf der Düsseldorfer Kö und dem Berliner Ku’damm machten ihn reich und brachten ihm Spitznamen wie „Wolf of High Street“ oder „König der Kö“ ein.
2023 legte er eine milliardenschwere Pleite hin. Die Staatsanwaltschaft verdächtigt ihn, im Zuge der Insolvenz Vermögenswerte in großem Stil verschoben zu haben. Der mutmaßliche Schaden soll in zweistelliger Millionenhöhe liegen.
In den vergangenen Monaten hatte sich die Lage für Reppegather offenbar weiter verschärft. So soll der Haftbefehl gegen den Unternehmer zuletzt erweitert worden sein. Laut Informationen des Handelsblatts sollen die Ermittler ihn inzwischen in 19 Fällen mutmaßlicher Straftaten verdächtigen. Im Zentrum der Vorwürfe stehen dabei unter anderem ein Luxusanwesen auf Ibiza und wertvolle Sportwagen, die innerhalb der Familie übertragen worden sein sollen.
Laut Insiderkreisen soll der Druck auf Reppegather zuletzt weiter gewachsen sein. Ein Grund dafür sollen unter anderem belastende Aussagen seines Bruders Wolfgang sein. Er saß zwischenzeitlich auch in Untersuchungshaft, ist aber seit Längerem wieder auf freiem Fuß. Auf Nachfragen dazu reagierten Wolfgang Reppegather und sein Anwalt nicht. Uwe Reppegathers Verteidiger Björn Gercke wollte sich nicht äußern.
Reppegather hatte Gercke erst vor rund zwei Monaten als neuen Verteidiger an seine Seite geholt und sich von dem Bonner Anwalt Karsten Randt getrennt. Von dem Anwaltswechsel verspreche sich Reppegather neue Impulse, hieß es. Das Verhältnis Randts zur Staatsanwaltschaft Düsseldorf galt zuletzt als angespannt.
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Die Ermittlungen gegen Uwe Reppegather werden fortgesetzt und es wird Anklage erhoben.
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