
Der Irankrieg und steigende Zinsen belasten den Immobilienmarkt in Deutschland. Zehnjährige Darlehen kosten im Schnitt knapp 4,5 Prozent.
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Die Zinsen für zehnjährige Immobilienkredite sind im Zuge des Irankonflikts und gestiegener Leitzinsen auf knapp 4,5 Prozent gestiegen.
Schlechte Nachrichten für alle, die von den eigenen vier Wänden träumen: Immobilienkredite in Deutschland sind derzeit so teuer wie seit 2009 nicht mehr. Die durchschnittliche Verzinsung zehnjähriger Darlehen hat nach Daten des Finanzierungsvermittlers Interhyp aktuell einen Wert von knapp 4,5 Prozent erreicht. Das sagte Interhyp-Vorstandschef Jörg Utecht. Damit trifft der vom Irankrieg ausgelöste Inflations- und Zinsschub Eigenheiminteressenten und Baubranche in Deutschland gleichermaßen.
Noch im Mai lag der Durchschnittszins bei 3,9 Prozent. Nun wurde laut Interhyp auch das vorangegangene Zinshoch von Ende 2023 überschritten. Ähnlich hohe Zinsen gab es zuletzt während der Finanzkrise im Jahr 2009, wie nicht nur den Interhyp-Zahlen, sondern auch Daten der Bundesbank zu Wohnungsbaukrediten an Privathaushalte zu entnehmen ist.
Gründe für den jüngsten Anstieg sind insbesondere das Wiederaufflammen des Irankonflikts und die dadurch entstandenen Inflationssorgen, wie Utecht sagt. In der Folge erhöhte die Europäische Zentralbank die Leitzinsen, um die Teuerung zu dämpfen. Das schlägt in der üblichen Kettenreaktion auf die Bauzinsen durch. Erst wenn es im Irankonflikt eine nachhaltige Lösung gebe, dürfte der Inflationsdruck nachlassen und auch die Bauzinsen wieder spürbar sinken, meint Utecht. »Darauf deutet aktuell jedoch nur wenig hin.«
Hunderte Euro an Mehrkosten
Die Immobilienpreise haben die Höchststände aus den Jahren vor dem Ende der Nullzinsphase 2022 noch nicht wieder erreicht. Doch höhere Zinsen fressen einen etwas niedrigeren Preis schnell auf. Bei einer durchschnittlichen Finanzierung bedeute der jüngste Zinsanstieg fast 200 Euro mehr an Monatsrate, sagt Utecht. »Das führt zu einer gestiegenen Zurückhaltung bei einigen Kundinnen und Kunden.« Dennoch hätten Kaufinteressierte auch in der aktuellen Marktphase einige Hebel in der Hand.
Der wahrscheinlich wichtigste Hebel sind Verhandlungen mit dem Eigentümer. »Viele Verkäufer haben noch die Höchstpreise aus den Jahren 2021/2022 im Kopf«, sagt Dirk Wohltorf, Präsident des Immobilienverbands Deutschland (IVD), der Dachorganisation der deutschen Makler. Die Angebotspreise im Internet seien häufig noch die Wunschpreise der Verkäufer, würden aber oft bei Weitem nicht mehr in der Höhe beurkundet. »Wenn die Zinsen deutlich hochgehen, müssen die Preise runter«, sagt Wohltorf.
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Bauzinsen bleiben hoch, solange keine Lösung im Irankonflikt vorliegt
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The interest rates for ten-year real estate loans in Germany are currently just under 4.5 percent - the highest they have been since 2009. Triggered by the Iran war and the resulting inflation, the ECB has increased key interest rates, which is driving up building interest rates. As a result, the monthly installments increase by almost 200 euros with average financing, which makes prospective buyers more cautious. At the same time, the number of orders in residential construction, especially in Bavaria, is falling by up to 8.2 percent year-on-year. Experts see room for negotiation when it comes to purchase prices and point out that, in addition to interest rates, increased material and labor costs as well as government regulation are the main obstacles to purchasing real estate.

The Iran war has fueled inflation, causing building interest rates in Germany to rise to a level of almost 4.5 percent - the highest they were last in 2009. This puts a strain on both property buyers and tenants, while sellers accept price reductions and housing construction is declining sharply, especially in Bavaria.
In Berlin, the Left, the Greens and the SPD have agreed on a preliminary roadmap for the socialization of housing groups with over 10,000 apartments. Vonovia considers the plan to be unconstitutional and expects judicial review. The compensation should be limited to 16 billion euros, with 160,000 apartments being transferred to municipal ownership. SPD MPs criticize a possible coalition with the Left due to allegations of anti-Semitism and Remmo connections.

An analysis by Hausgold shows clear regional differences in the marketing time of real estate in Germany. While properties in Munich are off the market after an average of five weeks, in Zweibrücken it takes almost nine weeks.

Due to the housing shortage and shortage of skilled workers, German companies such as Allianz and Bosch are investing in employee housing again. In contrast to the 1970s, companies today are increasingly renting, using flexible leasing models and relying on modern equipment.

A study by the German Economic Institute (IW) analyzes the consequences of demographic change for the real estate market in all 400 German districts and cities. While there is a risk of oversupply in rural regions, the pressure in metropolises remains high.