Infantino bietet mehr Geld für Fifa-Mitgliedsverbände an und bekräftigt Verbleib als Präsident
Quick Look
- Fifa-Präsident Gianni Infantino hat in einem Brief an die Kontinentalverbände seine Bereitschaft signalisiert, zusätzliche Finanzierung für die 211 Mitgliedsverbände zu unterstützen, ohne eine konkrete Summe zu nennen.
- Dabei reagiert er auf Forderungen nach 10 Millionen US-Dollar pro Verband von 2027 bis 2030.
- Gleichzeitig bekräftigt er seinen Wunsch, Fifa-Präsident zu bleiben, trotz wachsender Kritik und Rücktrittsforderungen aufgrund seines Vorhabens, WM-Rechte an Investoren im Umfeld von Donald Trump zu verkaufen.
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Why It Matters
Gianni Infantino ist seit 2016 Fifa-Präsident und steht aufgrund seiner Vorschläge, WM-Rechte an private Investoren im Umfeld von Donald Trump zu verkaufen, unter zunehmendem Druck. Kritiker werfen ihm vor, die Unabhängigkeit des Weltfußballverbands zu gefährden.
Fifa-Präsident Gianni Infantino hat seine Bereitschaft für Reformen beim Weltfußballverband untermauert und dessen Mitgliedsverbänden mehr Geld angeboten. Das berichtet das Portal The Athletic unter Verweis auf einen Brief Infantinos. Auch die europäische Fußballunion Uefa soll von den Zahlungen profitieren.
In dem Brief an die sechs Präsidenten der Fifa-Kontinentalverbände schreibt Infantino demnach, er wolle »das höchstmögliche Maß an zusätzlicher Finanzierung unterstützen, das sich verantwortungsvoll (...) umsetzen lässt«. Gleichzeitig wollte er sich nicht auf eine bestimmte Summe festlegen: »Ich möchte der Höhe des Betrags nicht vorgreifen.«
Infantino reagierte damit auf Forderungen des Uefa-Präsidenten Aleksander Čeferin, Victor Montagliani (Concacaf) und Scheich Salman bin Ibrahim al-Khalifa, dem Präsidenten des Asiatischen Fußballverbandes (AFC). Diese hatten vorgeschlagen, jeder der 211 Fifa-Mitgliedsverbände solle von 2027 bis 2030 zusätzliche 10 Millionen US-Dollar für die weitere Entwicklung erhalten – insgesamt rund 2,11 Milliarden Dollar. Zudem hatten die Kontinentalverbände eine unabhängige Prüfung der finanziellen Fifa-Reserven gefordert.
Infantino will Fifa-Chef bleiben
Bereits vergangene Woche hatte Infantino in einem Brief an die Präsidenten der 211 Mitgliedsverbände Offenheit für Reformen beim Weltfußballverband signalisiert. Konkret bot Infantino demnach an, darüber zu diskutieren, wie die Fifa-Institutionen früher in große Projekte einbezogen werden können und welche Rolle dabei auch der Präsident haben soll.
Mit seinen Aktionen will Infantino seinen Platz an der Spitze der Fifa sichern. Mehrmals betonte er in seinem Schreiben von der vergangenen Woche, dass er Fifa-Präsident bleiben wolle: »Ich bleibe voll und ganz dazu verpflichtet, die Fifa zu führen, und bin zuversichtlich, was wir gemeinsam erreichen können«, schrieb er.
Infantino ist eine hoch umstrittene Figur. Seitdem er vor einigen Wochen vorgeschlagen hatte, die Rechte an der Fußball-WM an private Investoren aus dem Umfeld von US-Präsident Donald Trump zu verkaufen, häufen sich Rücktrittsforderungen. Kritiker um Uefa-Präsident Aleksander Čeferin hatten nach Bekanntwerden der Pläne den Rücktritt Infantinos gefordert. Auch der DFB um Chef Bernd Neuendorf, der zudem im Fifa-Council sitzt, hat sich klar gegen Infantino positioniert. Einen Gegenkandidaten für die nächsten Präsidentschaftswahlen haben sie aber noch nicht benennen können.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die Fifa wird eine unabhängige Prüfung ihrer finanziellen Reserven durchführen lassen.
Possible · Within months
Gianni Infantino wird bei der nächsten Fifa-Präsidentschaftswahl antreten.
Likely · Within months
Open Questions
- Wie hoch wird die tatsächlich angebotene zusätzliche Finanzierung pro Mitgliedsverband sein?
- Welche konkreten Reformen werden neben der Frühzeitigen Einbindung der Fifa-Institutionen in große Projekte diskutiert?
- Wird es zu einer Gegenkandidatur bei der nächsten Fifa-Präsidentschaftswahl kommen?

