
Menschenrechtsorganisationen werfen Teheran vor, Hinrichtungen zur Einschüchterung zu nutzen
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Im Iran wurden in den vergangenen Monaten wiederholt Todesurteile vollstreckt. Die Behörden berufen sich dabei auf angebliche Verbindungen der Verurteilten nach Israel oder in die USA. Im Winter waren Demonstrationen wegen der Wirtschaftskrise ausgebrochen und entwickelten sich zu Massenprotesten gegen die autoritäre Führung, die gewaltsam niedergeschlagen wurden.
In Iran sind drei Männer infolge der landesweiten Proteste gegen das Regime hingerichtet worden. Wie Staatsmedien berichten, waren die Männer zuvor verurteilt worden, für Israel und die Vereinigten Staaten gearbeitet zu haben. Sie sollen auch an den Demonstrationen im Januar teilgenommen haben.
Die Hingerichteten heißen Hassan Dioband, Hamid Kazemi und Reza Zanganeh. Sie sollen Waffen, Granaten und Molotowcocktails genutzt haben, um öffentliche Gebäude anzuzünden und einen Stromausfall herbeizuführen. Der Oberste Gerichtshof in Iran bestätigte die Todesurteile, danach wurden sie vollstreckt.
In dem Fall gab es weitere Anklagen, laut Staatsmedien kamen sie mit fünf bis zehn Jahren Haft davon.
Die Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights Documentation Center (IHRDC) mit Sitz in den Vereinigten Staaten berichtete im August vom ersten Urteil gegen Zanganeh. Demnach arbeitete der 27-Jährige als Techniker und Mechaniker für ausländische Fahrzeuge. Behörden hätten ihn Anfang April an seinem Arbeitsplatz festgenommen.
Seine Familie wies die Anschuldigungen zurück. Die Vorwürfe, Zanganeh würde für Israel arbeiten, gingen auf seine berufliche Tätigkeit und früheren Geschäftsreisen ins Ausland zurück. Laut dem IHRDC gebe es keine überprüfbaren Informationen zu den Verhören oder den Gerichtsverfahren. Auch sei unklar, auf welche Beweise sich bei der Verurteilung berufen wurde. Die Hoffnungen ruhten auf der höchsten Instanz – ohne Erfolg.
In den vergangenen Monaten vollstreckte Irans Regime wiederholt Todesurteile. Die Behörden berufen sich dabei immer wieder auf angebliche Verbindungen der Verurteilten nach Israel oder in die USA.
Menschenrechtsgruppen kritisieren seit Jahren die rigorose Anwendung der Todesstrafe in Iran und werfen den Behörden vor, Hinrichtungen auch zur Einschüchterung einzusetzen. Amnesty International zufolge wurden im vergangenen Jahr mindestens 2159 Menschen in Iran hingerichtet – der höchste verzeichnete Wert seit 1981.
Im Winter waren Demonstrationen wegen der Wirtschaftskrise im Land ausgebrochen. Diese entwickelten sich rasch zu Massenprotesten gegen die autoritäre Führung. Der Staat ließ sie gewaltsam niederschlagen, Tausende Demonstranten wurden getötet. Teheran räumte ein, dass es mehr als 3000 Tote gegeben habe, und führte die Gewalt auf von den USA und Israel gesteuerte »Terrorakte« zurück. Es war ein Versuch, die gewaltsame Repression zu relativieren.
Ausländische Menschenrechtsorganisationen sprachen von einer staatlichen Niederschlagung der Proteste.
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Internationale Menschenrechtsorganisationen werden weitere Kritik an den Hinrichtungen in Iran üben.
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