Iran-Krieg: Zwei Containerschiffe nach Beschuss in Straße von Hormus gesunken
Quick Look
- In der Straße von Hormus wurden mehrere Containerschiffe angegriffen, darunter die »GFS Pride«, die sank, und die »Cape Dao«, die ebenfalls gesunken sein soll.
- Die Singapurische Hafenbehörde bestätigte Treffer durch unbekannte Geschosse und verurteilte die Angriffe als völkerrechtswidrig.
- Iranische Quellen sprechen von Seeminen, während die US-Marine zivile Schiffe begleitet.
AI-generated summary
Why It Matters
Die Straße von Hormus ist eine kritische Meerenge für den globalen Öl- und Gastransport. Zwischen Iran und internationalen Mächten bestehen seit Jahren Spannungen über die Kontrolle und Nutzung dieser Route. Iran fordert, dass Schiffe entlang seiner Küste fahren, während die USA und Verbündete eine südliche Route nahe Oman unterstützen.
Die Straße von Hormus bleibt die wohl gefährlichste Schifffahrtsroute der Welt. Und zuletzt hat sich die Situation für Transporte durch die umkämpfte Meerenge noch einmal dramatisch verschärft. Das zeigen die Vorfälle rund um mehrere Schiffe, die in dem Gebiet angegriffen wurden.
Ein Containerschiff ist bei der Fahrt durch die Straße von Hormus gesunken. Das teilte die Hafenbehörde in Singapur mit. Demnach wurden die »GFS Pride« und ein weiteres in Singapur registriertes Schiff von unbekannten Geschossen getroffen, während sie die Meerenge passierten.
Die »GFS Pride« sei dabei beschädigt worden und habe Feuer gefangen. Inzwischen sei das Schiff gesunken. Die 21 Besatzungsmitglieder konnten rechtzeitig evakuiert werden, hieß es in der Mitteilung. Berichte über Verletzte gibt es demnach keine. Laut dem Schiffsortungsdienst Vesselfinder befand sich die »GFS Pride« auf dem Weg zum Hafen Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Das zweite angegriffene Schiff, die »GFS Giselle«, habe Schäden am Schiffsrumpf erlitten, aber mit eigenem Antrieb einen sicheren Hafen erreicht, so die Mitteilung weiter. Die 22 Besatzungsmitglieder seien in Sicherheit und unverletzt. Die Singapurer Behörde verurteilte die Angriffe als »unprovoziert, nicht zu rechtfertigen und Verstoß gegen internationales Recht«.
Auch die iranische Nachrichtenagentur Tasnim, die den Revolutionswächtern nahesteht, hatte über ein gesunkenes Containerschiff berichtet. Dieser Darstellung zufolge fuhr der Frachter in der Straße von Hormus auf eine Seemine. Nach iranischen Angaben waren 2500 Container geladen. Aufnahmen aus der Region zeigen Dutzende Container im Wasser.
Offenbar ist auch die »Cape Dao« gesunken
Der britische »Guardian« berichtet zudem , nur Stunden nach der »GFS Pride« sei auch das Containerschiff »Cape Dao« nahe der Straße von Hormus gesunken. Die »Cape Dao« unter der Flagge von Antigua und Barbuda war demnach bereits am 23. September von einem Geschoss getroffen und schwer beschädigt worden. Ein Mensch war damals ums Leben gekommen.
Irans Streitkräfte haben ihre Angriffe auf die Schifffahrt in der Straße von Hormus in den vergangenen Tagen intensiviert. Sie attackieren dabei in der Regel Tankschiffe und Frachter, die sich auf einer südlichen Route nahe der omanischen Küste befinden. Seit mehreren Monaten begleitet die US-Marine dort zivile Handelsschiffe, um den Handel mit Öl und Flüssiggas wieder zu ermöglichen. Teheran betrachtet die Route als »illegal« und fordert die Passage entlang der iranischen Küste.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die US-Marine wird ihre Begleitmission für zivile Schiffe in der Straße von Hormus ausweiten oder verlängern.
Likely · Within weeks
Iran wird weiterhin behaupten, dass die südliche Route nahe Oman illegal ist und Druck auf internationale Schifffahrtsunternehmen ausüben, entlang seiner Küste zu fahren.
Very likely · Within weeks
Open Questions
- Wer steckt hinter den Angriffen mit unbekannten Geschossen?
- Wurde die »Cape Dao« tatsächlich gesunken oder nur beschädigt?
- Wie wird die US-Marine ihre Begleitmission angesichts der zunehmenden Angriffe anpassen?
- Gibt es Beweise für die iranische Behauptung von Seeminen?



