Iranischer Exil-Oppositioneller Reza Pahlavi trifft Bundestagsabgeordnete in Berlin
Quick Look
- Der iranische Exil-Oppositionelle Reza Pahlavi, Sohn des letzten Schahs, will in Berlin mit Mitgliedern verschiedener Bundestagsfraktionen zusammenkommen.
- CDU-Politiker Armin Laschet verteidigte das Treffen und bezeichnete Kritik an Pahlavi als unberechtigt.
- Der Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour nannte die Gespräche „sinnvoll", bezweifelt jedoch, dass Pahlavi in Iran selbst noch so gesehen wird.
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Why It Matters
Reza Pahlavi ist der Sohn des letzten Schahs Mohammad Reza Pahlavi, der 1979 nach der Islamischen Revolution gestürzt wurde. Pahlavi lebt seitdem im Exil und wirbt seit dem Beginn der Proteste im Iran nach dem Tod von Mahsa Amini um internationale Unterstützung für einen Regimewechsel.
In seinem weltweiten Werben um Unterstützung will der iranische Exil-Oppositionelle Reza Pahlavi, Sohn des letzten Schahs, in Berlin mit Mitgliedern verschiedener Bundestagsfraktionen zusammenkommen, darunter Armin Laschet, dem Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses. Der CDU-Politiker bezeichnete im ARD-Morgenmagazin Kritik an Pahlavi als unberechtigt: "Er hat nichts mit der Monarchie seines Vaters zu tun, das ist ja auch fast 40 Jahre her." Falls das "Regime wirklich stürzen" sollte, was derzeit ungewisser sei als noch zu Jahresbeginn, dann könnten sich nach Einschätzung Laschets "viele auf ihn verständigen". Laschet zeigte sich überzeugt, dass "Pahlavi eine Person sein kann, die einen Übergang leitet." Nouripour nennt Gespräche "sinnvoll" Und der Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour sagte im ARD-Morgenmagazin über Pahlavi: "Er ist eine Stimme, der sehr viel Hoffnung mit sich verbunden hat." Auch Nouripour bezeichnete Gespräche mit Pahlavi als "sinnvoll". Es sei wichtig, dass man mit allen oppositionellen Facetten spricht. Dass Pahlavi in Iran selbst jedoch noch so gesehen wird, bezweifelt Nouripour mittlerweile: "In den letzten zwei Monaten hat der Krieg die Stimmung im Iran auch ein Stückchen gedreht und es gibt - glaube ich - eine sichtbarere, größere Distanz zur Exil-Opposition." Pahlavi sei eine Stimme, die helfen wolle, es gebe aber auch einige andere. "Entscheidend ist, dass eines nicht vergessen wird: Es gibt eine Hauptauseinandersetzung und die ist mit dem Regime im Iran." Nouripour wird den Schah-Sohn heute selbst nicht treffen. Auch von Vertretern der Bundesregierung wird Pahlavi nicht empfangen. In Berlin sind mehrere Demonstrationen für und gegen ihn geplant.
Open Questions
- Wird die Bundesregierung ihre Haltung zu Pahlavi ändern?
- Wie groß ist die tatsächliche Unterstützung für Pahlavi im Iran wirklich?
- Welche anderen oppositionellen Kräfte könnten eine Rolle bei einem Übergang spielen?
