Italien hebt Wachstumsprognosen an und plant Einhaltung der EU-Defizitgrenze 2026
Quick Look
- Italien hat seine Wachstumsprognosen für 2026 auf 1,0 Prozent und für 2025 auf 0,8 Prozent angehoben.
- Das Haushaltsdefizit soll 2026 erstmals seit sieben Jahren unter drei Prozent des BIP liegen, aber ab 2027 auf 3,4 Prozent steigen aufgrund höherer Verteidigungs- und Energiekosten.
- Die Staatsverschuldung wird voraussichtlich 2028 beginnen zu sinken.
AI-generated summary
Why It Matters
Italien möchte 2026 erstmals seit sieben Jahren die EU-Defizitgrenze von drei Prozent des BIP einhalten, nachdem es in den letzten Jahren aufgrund von Krisen höhere Defizite hatte.
Rom. Italien hat seine Wachstumsprognosen angehoben und will 2026 erstmals seit sieben Jahren wieder die Defizitgrenze der Europäischen Union einhalten. Allerdings soll das Haushaltsdefizit ab 2027 wieder über der in der EU erlaubten Marke von drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) liegen.
Das BIP werde 2026 um 1,0 Prozent zulegen, teilte Wirtschaftsminister Giancarlo Giorgetti am Freitag mit. Bislang war die Regierung von 0,6 Prozent ausgegangen. Für das kommende Jahr wird die Prognose von 0,6 auf 0,8 Prozent angehoben. Die Haushaltslücke werde 2027 aber auf 3,4 Prozent des BIP steigen. Grund dafür sei, dass Italien von der Europäischen Union eingeräumte Spielräume für höhere Verteidigungsausgaben und zur Bewältigung der Energiekrise nutzen wolle.
Ministerpräsidentin Giorgia Meloni stellt ihren letzten Haushalt vor der für 2027 anstehenden Parlamentswahl zusammen. Das wirtschaftliche Umfeld ist schwierig, wie in vielen anderen Ländern auch. Steigende Energiepreise treiben die Inflation an und die Kosten für die Kreditaufnahme der Regierung klettern.
Die Staatsverschuldung des Landes wird den neuen Plänen zufolge erst 2028 zu sinken beginnen, ein Jahr später als vorgesehen. Sie soll im kommenden Jahr mit 138,5 Prozent des BIP ihren Höhepunkt erreichen. Giorgetti erklärte, die Defizite der nächsten beiden Jahre lägen zwar über drei Prozent des BIP. Sie müssten jedoch um die zusätzlichen Ausgaben für Verteidigung und Energie bereinigt werden. Auf dieser Basis liege Italien unter drei Prozent.
Die italienische Wirtschaft hatte sich im ersten Halbjahr besser als erwartet entwickelt. Sie wurde dabei auch durch einen stetigen Fluss von Milliarden-Geldern der EU aus dem Covid-19-Wiederaufbaufonds gestützt.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Italien wird die EU-Defizitgrenze von drei Prozent des BIP im Jahr 2026 einhalten.
Likely · Within months
Die italienische Staatsverschuldung wird 2028 beginnen zu sinken.
Possible · Within years
Open Questions
- Wie genau plant Italien, die zusätzlichen Verteidigungs- und Energiekosten zu finanzieren?
- Wird die Europäische Union Italiens Planung zur Bereinigung des Defizits akzeptieren?
- Wie wird sich die geplante Staatsverschuldung von 138,5% des BIP auf die langfristige Finanzstabilität auswirken?





