
Nach mehreren Vertrauensabstimmungen hat die Abgeordnetenkammer das neue Wahlgesetz verabschiedet, das dem Wahlsieger einen Mehrheitsbonus gewährt.
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Die Reform sieht einen Mehrheitsbonus für Wahlsieger vor, die 42 Prozent der Stimmen erreichen. Ziel ist die Vermeidung häufiger Regierungswechsel durch stabilere Mehrheitsverhältnisse.
Rom. In Italien haben die Pläne von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni für ein umstrittenes neues Wahlrecht die letzte parlamentarische Hürde genommen.
Die Abgeordnetenkammer in Rom, in der ihre Koalition aus drei rechten und konservativen Parteien eine Mehrheit hat, billigte das neue Wahlrecht. 227 Abgeordnete stimmten dafür, 164 dagegen. Der Senat – die zweite Kammer des Parlaments – hatte das Vorhaben bereits Mitte September gebilligt.
An den Vortagen hatte Melonis Regierung bereits drei Vertrauensvoten dazu mit deutlicher Mehrheit überstanden. Die entscheidende Schlussabstimmung war nun mit Spannung erwartet worden. Die rechte Politikerin hatte die Abstimmungen darüber in der Abgeordnetenkammer zum Prüfstein für ihre Regierung gemacht und erklärt, dass ein Scheitern Konsequenzen haben würde.
Die Vertrauensvoten am Dienstag und Mittwoch über die einzelnen Artikel erfolgten namentlich. Die Schlussabstimmung war wiederum geheim. Die Opposition hatte auf Abweichler aus der Koalition gehofft. Bei einem Scheitern waren Neuwahlen als wahrscheinlichstes Szenario eingeschätzt worden.
Meloni möchte mit der Reform durchsetzen, dass der Sieger einer Parlamentswahl einen Mehrheitsbonus bekommt, wenn er 42 Prozent der Stimmen auf sich vereinen kann. Eine neue Koalition bekäme dann in der Abgeordnetenkammer 70 Sitze hinzu und im Senat 35 Sitze zusätzlich. Aus einem knappen Wahlsieg könnte so eine komfortable Mehrheit werden. Die Opposition kritisiert das Vorhaben als gezielte Vorteilsbeschaffung für Melonis Koalition.
Begründet wird die Reform damit, dass es mit stabileren Mehrheitsverhältnissen nicht mehr so häufig zu Regierungswechseln kommen soll. Das Wahlgesetz wird „Stabilicum“ oder von manchen auch „Melonellum“ genannt, weil es – so die Kritik – auf den Machterhalt der Regierungschefin zugeschnitten sei.

The commentary warns against politicians who undermine democratic electoral systems. Flávio Bolsonaro in Brazil and Donald Trump in the USA are cited as examples, whose political actions are presented as a threat to future free elections.
The Italian Parliament has passed the new electoral law, which grants the election winner a majority bonus if they reach 42 percent. Prime Minister Meloni sees this as a means of increasing government stability, while the opposition is criticizing the move.

The Parliamentary Control Committee of the Bundestag has initiated a special investigation against former BND President August Hanning and his office manager Manfred D. They are accused of being secret service agents and of treason.

After the election to the Berlin House of Representatives, the Left, the Greens and the SPD start exploratory talks. The prerequisite was an agreement on anti-Semitism and distancing from organized crime.

Italy's parliament has passed a controversial electoral law reform that grants the election winner a majority bonus if he receives 42 percent of the vote. Prime Minister Meloni had previously threatened to resign to ensure the stability of her government.

After the election to the Berlin House of Representatives, the SPD, the Greens and the Left start exploratory talks. The prerequisite was a joint package of actions on anti-Semitism, social cohesion and organized crime.