Jahrestag: Dobrindt ruft zu klarer Haltung gegen Antisemitismus auf
Gedenkveranstaltung am Bebelplatz zum dritten Jahrestag des Hamas-Terrorangriffs auf Israel
Quick Look
- Bundesinnenminister Alexander Dobrindt mahnte bei einer Gedenkveranstaltung in Berlin zu konsequentem Handeln gegen Antisemitismus.
- Rund 1.700 Menschen versammelten sich am Bebelplatz, um an die Opfer des Hamas-Terrorangriffs vom 7.
- Oktober 2023 zu erinnern.
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Why It Matters
Am 7. Oktober 2023 verübte die Hamas einen Terrorangriff auf Israel, bei dem 1.200 Menschen getötet und über 250 verschleppt wurden. Der Bebelplatz in Berlin ist historisch durch die Bücherverbrennung 1933 belastet.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat bei einer Gedenkveranstaltung zum dritten Jahrestag des Hamas-Terrorangriffs auf Israel zu einem entschlossenen Vorgehen gegen Antisemitismus aufgerufen. «Jeder einzelne antisemitische Angriff, meine Damen und Herren, ist für mich ein zusätzlicher Auftrag, weiter offensiv Partei zu ergreifen: für Jüdinnen und Juden in Deutschland, für den Staat Israel», sagte Dobrindt auf dem Bebelplatz in Berlin.
Antisemitismus sei ein «abscheuliches Gift», das auch Teile der Gesellschaft zu vergiften drohe. «Und dagegen müssen wir uns täglich klar und konsequent wehren.» Der Bebelplatz sei auch deshalb ein besonderer Ort des Gedenkens, weil es dort 1933 zur Bücherverbrennung nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten kam. Dies müsse eine Mahnung sein, «wie bestialisch und mörderisch der Antisemitismus ist».
Auch angesichts aktueller Entwicklungen in Deutschland müsse man alarmiert sein. «Wir müssen alarmiert sein, wenn Rechtsextreme in Sachsen-Anhalt ein deutsches Landesparlament anführen. Wir müssen alarmiert sein, wenn in Berlin eine Partei über eine mögliche Regierungsbeteiligung spricht, die offen Antisemiten in ihrem Umfeld duldet», sagte er.
«Nie vergessen. Niemals schweigen.»
Unter dem Leitgedanken «Nie vergessen. Niemals schweigen.» versammelten sich nach Angaben der Polizei zum Auftakt rund 1.700 Menschen auf dem Bebelplatz an der Humboldt-Universität. Auch der israelische Botschafter in Deutschland, Ron Prosor, erinnerte an die Opfer des 7. Oktober. «Unsere Antwort auf den 7. Oktober ist nicht, uns zu verstecken, nicht wegzulaufen und schon gar nicht aufzugeben. Unsere Antwort lautet: Aufbauen, zurückkehren, weiterleben und vor allem zusammenstehen», sagte der Botschafter.
Am 7. Oktober 2023 hatten Kämpfer der Hamas und anderer extremistischer Organisationen rund 1.200 Menschen in Israel getötet und mehr als 250 weitere als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Der Angriff löste den Gaza-Krieg aus.
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