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Jürgen Klopps Heimpremiere gegen Griechenland: Aufstellung, Erwartungen und Statistik
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Spiegel Sport1 hour agoSports3 min readGermanyView translation

Jürgen Klopps Heimpremiere gegen Griechenland: Aufstellung, Erwartungen und Statistik

Die deutsche Nationalmannschaft trifft in Augsburg auf Griechenland. Es ist das erste Heimspiel unter Bundestrainer Jürgen Klopp.

Quick Look

  • Unter Bundestrainer Jürgen Klopp absolviert die deutsche Fußballnationalmannschaft in Augsburg ihr Nations-League-Heimspiel gegen Griechenland.
  • Nach dem Remis in den Niederlanden strebt das unerfahrene DFB-Team den ersten Sieg an.

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Why It Matters

Das DFB-Team trifft in der Nations League auf Griechenland. Es ist das erste Heimspiel unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp nach dem 1:1 in Amsterdam.

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Jürgen Klopp ist natürlich auch für Olympische Spiele in Deutschland. Der ARD‑Sportschau hat er erzählt, wie er als Fünfjähriger mit seinem Vater zu den Spielen 1972 nach München gereist sei. »Ich wäre überzeugt davon, dass wir ein wundervolles Land wären, um Olympische Spiele stattfinden zu lassen, die Welt nach Deutschland einzuladen und unser schönstes Gesicht zu zeigen.« Damit ist das auch geklärt.

Es wäre auch ungewöhnlich gewesen, wenn der Bundestrainer dieser Tage nicht auch noch zu diesem Thema Stellung genommen hätte. Jürgen Klopp ist zurzeit allgegenwärtig. In den Nachrichtenagenturen dpa und SID taucht nur an diesem Wochenende bisher mehr als 60 Mal sein Name auf. Dabei steht das Wichtigste erst am Abend an: die Heimpremiere von Klopp als Bundestrainer gegen Griechenland in Augsburg (Anpfiff 20.45 Uhr, ARD und im Liveticker auf SPIEGEL.de).

Worum geht es heute abend?

Es ist die zweite Partie der Gruppenphase der Nations League für die deutsche Mannschaft. Nach dem 1:1 in den Niederlanden am Donnerstag in Amsterdam hofft das Team heute auf den ersten Sieg unter Klopp. Neben Oranje und Griechenland ist auch noch Serbien Gruppengegner der Deutschen. Die Serben sind der nächste Gegner am 1. Oktober in München.

Klopp hat am Samstag vor der Presse die aktuelle griechische Mannschaft als »goldene Generation« geadelt. Dass er in dem Zusammenhang bemängelte, dass kein deutscher Journalist bei der Pressekonferenz bis dahin nach den Griechen gefragt habe, nahm er als Zeichen, dass die Öffentlichkeit von diesem Aufschwung noch nicht so Kenntnis genommen habe. Kein Auftritt von Klopp ohne einen Seitenhieb auf die Medien. Das ist Grundgesetz.

Der frühere Düsseldorfer Christos Tsolis hat es über die 2. Bundesliga und den FC Brügge mittlerweile zum FC Arsenal geschafft, ihn kann man als den Star des Teams bezeichnen. Der gefährlichste Stürmer der Griechen hat auch eine deutsche Vergangenheit. Vangelis Pavlidis stand mal beim VfL Bochum und bei der zweiten Mannschaft des BVB unter Vertrag. Gezündet hat er aber erst als Angreifer bei AZ Alkmaar, jetzt schießt er seine Tore für Benfica.

Wer spielt für Deutschland? Und wer nicht?

Durch die Aufteilung des Riesen-Kaders in zwei Gruppen hat Jürgen Klopp von vornherein auf Spieler wie die Bayern Lennart Karl und Aleksandar Pavlović, sowie David Raum und Nick Woltemade verzichtet. Sie werden erst in den Partien gegen Serbien und beim Rückspiel in Griechenland berücksichtigt. Das sollte eigentlich auch für Florian Wirtz und den Frankfurter Jonathan Burkardt gelten. Da sich aber sowohl Jamal Musiala als auch Kai Havertz gegen die Niederlande verletzten, wurden die beiden Spieler aus dem Kader II kurzfristig in den Kader I vorgezogen. Klopp hat allerdings angekündigt, dass beide erst einmal auf der Bank Platz nehmen werden.

Aus dem Niederlande-Angebot strich er zudem den Dortmunder Nico Schlotterbeck, dem er nach seiner langwierigen Verletzung eine Pause gönnt. Auch im Tor gibt es einen Wechsel: Alexander Nübel ersetzt Marc-André ter Stegen, der gegen die Niederlande Licht und Schatten offenbarte. Der Verzicht auf ter Stegen habe allerdings nichts mit dessen Leistung zu tun, betonte Klopp gegenüber der Öffentlichkeit.

So wird eine eher an Länderspielen unerfahrene Startelf am Abend in Augsburg beginnen. Joshua Kimmich und Felix Nmecha bilden zwar die Doppelsechs, die wohl auch auf Dauer Bestand haben soll. Aber um sie herum spielt wohl eine Elf mit zahlreichen Profis, die bei der WM nicht dabei war: Neben dem gesetzten Jonathan Tah wird in der Innenverteidigung der Italien-Profi Yann-Auel Bisseck erwartet. Vorn soll das Trio Kevin Schade, Karim Adeyemi und Younes Ebnoutalib stürmen. Zusammen kommen die drei auf 20 DFB-Einsätze.

Augsburg als Länderspielstadt?

Der Standort Augsburg hat jetzt schon etwas Besonderes zu bieten: Erstmalig seit Langem wird es bei diesem Länderspiel in Deutschland wieder Stehplätze geben. Dies sei ein bewusster Schritt, um die Unterstützung durch die Fans zu steigern, sagt Klopp. »Die Stimmung im Stadion hat dramatische Auswirkungen auf die Leistung. Menschen, die stehen, da kommt die Lautstärke her.« Es komme darauf an, dass »die richtigen Leute« im Stadion seien, dann sei auch die entsprechende Atmosphäre gewährleistet.

Augsburg ist noch nicht häufig Länderspielstadt gewesen. Es ist das sechste Mal, dass die Männermannschaft hier Station macht. Der bislang letzte Auftritt liegt mehr als zehn Jahre zurück. In der Vorbereitung der EM 2016 unterlag die DFB-Elf der Slowakei 1:3. In Erinnerung bleibt weniger das Spiel als vielmehr der Wolkenbruch, der die Partie für mehr als 30 Minuten unterbrach. Joshua Kimmich war damals schon dabei.

Griechenland war in Augsburg schon einmal Gegner: 1961 siegte das DFB-Team durch zwei Uwe-Seeler-Tore 2:1.

Wer pfeift die Partie?

Der Schiedsrichter ist ein alter Bekannter von Jürgen Klopp aus der Premier League, es ist der Engländer Christopher Kavanagh. Klopp wäre nicht Klopp, wenn er nicht auch mit Kavanagh in der Vergangenheit schon aneinandergeraten wäre. Beim Finale des Carabao-Cups seines FC Liverpool gegen den FC Chelsea hatte Klopp die Schiedsrichterleitung als »nicht auf dem Niveau des Spiels« abgewertet.

Wer ist der Favorit?

Es ist das Heimdebüt von Jürgen Klopp, entsprechend wird wohl alles getan, um die Euphorie im Stadion hochzuhalten. Man kann sich vorstellen, was die DFB‑Stadionsprecher im Vorfeld abfackeln werden. Die Bilanz gegen die Griechen spricht eine klare Sprache: Bisher ist man zehnmal aufeinander getroffen, die DFB-Auswahl hat noch keine einzige Partie davon verloren.

Klopp hat gesagt, im Idealfall werde man keine der Stärken der Griechen zu sehen bekommen, weil die DFB-Elf es gar nicht dazu kommen lasse. »Das wird in Zukunft so sein«, lehnte sich Klopp aus dem Fenster, »aber ob das morgen schon so ist, wird man sehen.« Grundsätzlich werde man nach dem Remis von Amsterdam schon anstreben, »jetzt nicht 500 Mal unentschieden zu spielen«.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Griechenland in Augsburg

    Very likely · Within hours

  • Nächstes Gruppenspiel gegen Serbien am 1. Oktober in München

    Very likely · Within weeks

Open Questions

  • Wie schlägt sich die unerfahrene deutsche Startelf?
  • Gelingt Klopp im ersten Heimspiel der erste Sieg?

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This article was originally published by Spiegel Sport.

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