Die Bundesregierung berät über die Wirtschaftslage, während neue Details zum Drohnenvorfall in Leipzig bekannt werden und VW-Chef Blume zur Lage bei Volkswagen Stellung bezieht.
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Die Bundesregierung berät über wirtschaftliche Herausforderungen und Klimaanpassung. Parallel dazu laufen Ermittlungen zu einem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig.
Die schwarz-rote Bundesregierung hat sich in Schloss Neuhardenberg zu ihrer zweitägigen Kabinettsklausur getroffen. Im Mittelpunkt des ersten Tages stand die schwächelnde deutsche Wirtschaft. Bundeskanzler Friedrich Merz betonte, Deutschland habe weiterhin eine starke industrielle Basis und einen leistungsfähigen Mittelstand. Diese Stärken sollten genutzt werden, um Wachstum und Beschäftigung zu fördern. Auch Kanzleramtschefin Nina Warken (CDU) verwies auf eine umfangreiche Aufgabenliste für den Herbst. Zudem müsse die Koalition bei der Umsetzung bereits vereinbarter Vorhaben schneller vorankommen. Weitere Themen der Klausur sind der Schutz vor Hitze und die Folgen des Klimawandels. Zwischen Union und SPD gibt es dabei unterschiedliche Vorstellungen, unter anderem zur Frage, ob Klimaanpassung als Gemeinschaftsaufgabe im Grundgesetz verankert werden soll. Wie der erste Tag des Treffens verlaufen ist, ordnet Fabian Reinbold, politischer Korrespondent der ZEIT, ein.
Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte sich während der Klausur auch zum Drohnenvorfall am Leipziger Flughafen. Der Kanzler forderte, die Urheber hybrider Angriffe zur Rechenschaft zu ziehen: »Sie werden dafür bezahlen.« Der mutmaßliche Anschlagsversuch könnte umfangreicher gewesen sein als bislang bekannt. Nach Recherchen von WDR, NDR und Süddeutscher Zeitung haben Ermittler eine dritte Drohne in der Nähe des Flughafens entdeckt. Sie soll neben einer Substanz gelegen haben, bei der es sich möglicherweise um den militärischen Sprengstoff Hexogen handelt. Was das bedeutet, erläutert ZEIT-Autor Tilman Leicht.
Außerdem im Update: Bei der Betriebsversammlung am Volkswagen-Stammwerk in Wolfsburg hat Konzernchef Oliver Blume den geplanten Konzernumbau erläutert. Hintergrund sind die angespannte Lage bei Volkswagen und die angekündigten Sparmaßnahmen. Die Streichung von bis zu 50.000 Stellen steht im Raum, zudem war zuletzt über die Zukunft von vier deutschen Standorten diskutiert worden. Blume stellte jedoch klar, dass Schließungen der Werke in Emden, Hannover und Zwickau sowie des Audi-Werks in Neckarsulm nicht beschlossen seien. Werksschließungen seien »immer die letzte und teuerste Lösung«. Zwischen VW und Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies sind die Fronten derweil verhärtet, erklärt Zacharias Zacharakis, Redakteur im Wirtschaftsressort der ZEIT.
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Fortsetzung der Ermittlungen zum Drohnenvorfall durch Sicherheitsbehörden.
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Deutschland und die EU nehmen diplomatische Kontakte zu den Taliban auf, um Abschiebungen nach Afghanistan zu erleichtern. Betroffene, die vor dem Regime geflohen sind, reagieren mit Entsetzen auf diese Annäherung.

Bundeskanzler Friedrich Merz und sein Kabinett treffen sich auf Schloss Neuhardenberg zur Klausur. Im Fokus stehen Wirtschaftswachstum und die Umsetzung von Reformen. Angesichts schlechter Umfragewerte und anstehender Landtagswahlen wächst der Druck auf die Koalition.
Bundesbauministerin Verena Hubertz kündigt für den Herbst ein Konzept für eine staatliche Wohnungsbaugesellschaft an, um den seriellen Wohnungsbau zu fördern. Zudem standen technologische Innovationen und KI-Strategien im Fokus der Kabinettsklausur in Neuhardenberg.

Singapur kämpft mit einer der weltweit niedrigsten Fertilitätsraten. Um die Überalterung zu stoppen, kündigte Premierminister Lawrence Wong ein Unterstützungspaket von 55.000 US-Dollar pro Kind bis zum 17. Lebensjahr sowie eine Reform der Elternzeit an.

Das Finanzministerium unter Lars Klingbeil plant eine Zuckersteuer auf Getränke, die auch Light-Produkte, alkoholfreies Bier und Fruchtsäfte umfassen soll. Das Landwirtschaftsministerium kündigte bereits Widerstand gegen die Pläne an.

Die US-Regierung plant eine vollständige wirtschaftliche Isolation Irans. Finanzminister Scott Bessent bezeichnete die neuen Sanktionen als 'Warnschuss' für Handelspartner, insbesondere China, und droht bei weiterer Zusammenarbeit mit Teheran mit massiven Konsequenzen.