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Kanada spottet über Trumps „Lake America“ und weitere Entwicklungen der US-Politik
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FAZ2 hours agoPolitics7 min readGermany

Kanada spottet über Trumps „Lake America“ und weitere Entwicklungen der US-Politik

Doug Ford reagiert mit Schild und Video, Milo Yiannopoulos abgeschoben und Trump verkündet Öl-Abkommen mit Venezuela

Quick Look

  • Kanadas Provinzchef Doug Ford verspottet Donald Trumps Umbenennung des Ontariosees in „Lake America“ mit einem Video und Schild.
  • Zudem gibt es Entwicklungen zu einer Abschiebung von Milo Yiannopoulos, einem Öl-Deal mit Venezuela und US-Gerichtsurteilen.

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Why It Matters

Der Streit zwischen den USA und Kanada verschärfte sich nach dem Scheitern von Handelsgesprächen.

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USA unter Trump :

Kanada spottet mit Schild und Video über Trumps „Lake America“

30.08.2026, 08:33 Lesezeit: 1 Min.

Doug Ford, Regierungschef der kanadischen Provinz Ontario, enthüllt das Schild am Ontariosee. Keito Newman/The Canadian Press/AP/dpa

Regierungschef der kanadischen Provinz: „Lake Ontario – für jetzt und für immer“ +++ Rechtsextremer Blogger Milo Yiannopoulos abgeschoben +++ Trump verkündet bedeutendes Öl-Abkommen mit Venezuela +++ alle Neuigkeiten im Liveblog

In unserem Liveblog informieren wir Sie über alle Entwicklungen in der zweiten Präsidentschaft von Donald Trump.

Klaus Bardenhagen

„Lake Ontario - für jetzt und für immer“

Im Streit mit US-Präsident Donald Trump über den Namen für einen See an der Grenze zwischen beiden Ländern legt der Regierungschef der kanadischen Provinz Ontario nach. In einem auf X veröffentlichten knapp 40 Sekunden langen Video posiert Doug Ford im roten Trikot der kanadischen Fußball-Nationalmannschaft vor einem am Seeufer aufgestellten riesigen, blauen Schild, auf dem in Englisch und Französisch geschrieben steht: „Lake Ontario - Now and Always“ beziehungsweise „Lac Ontario - Aujourd'hui et pour toujours“.

In wenigen Sätzen erklärt Ford, warum das so ist. Schon lange, bevor Trump ins Amt gekommen sei, habe der See Lake Ontario geheißen - und so werde es auch nach seinem Abschied aus dem Weißen Haus sein. „Falls Präsident Trump oder sonst jemand es vergisst: Wir haben dieses Schild aufgestellt, um sie daran zu erinnern, dass es „Lake Ontario“ heißt - jetzt und für immer.“

Vor wenigen Tagen hatte Trump im andauernden Zollstreit mit Kanada den Grenzsee in „Lake America“ umbenannt. Er verknüpfte den Schritt mit einem wirtschaftlichen Aspekt und erklärte, die USA rechneten nicht mehr damit, nennenswerte Geschäfte mit Ontario zu tätigen. Kanadas bevölkerungsreichste Provinz ist wirtschaftlich eng mit den USA verflochten.

Seit dem Scheitern der Handelsgespräche zwischen den Regierungen vor gut einer Woche hat sich der Streit zwischen den Nachbarländern verschärft. Der Lake Ontario ist einer der fünf Großen Seen, von denen drei weitere sowohl an die USA als auch an Kanada grenzen. Der Name des Sees reicht ins 17. Jahrhundert zurück, als die USA und Kanada noch gar nicht gegründet waren.

Ford hatte seinem Ärger über Trump bereits nach dem Scheitern der Handelsgespräche mit den Worten „Kiss my ass“ („Leck mich am Arsch“) Luft gemacht. Er nannte den US-Präsidenten zudem einen „Diktator“, einen „Verlierer“ und „König der Bankrotte“.

Zuvor hatte Premierminister Mark Carney erklärt, Kanada werde Trumps Versuch, den Lake Ontario im Alleingang umzubenennen, nicht anerkennen. Der US-Präsident ärgert sich über die Regierung des Nachbarlandes, weil sie im Zollstreit mit den Vereinigten Staaten nicht einlenkt.

Zurück in das Vereinigte Königreich

Der rechtsextreme Blogger Milo Yiannopoulos ist von der US-Migrationsbehörde ICE außer Landes gebracht worden. Er sei am Freitag in sein Heimatland, das Vereinigte Königreich, abgeschoben worden, teilte ein Sprecher des US-Heimatschutzministeriums der Deutschen Presse-Agentur mit. ICE-Beamte hatten Yiannopoulos am Flughafen New Orleans (US-Bundesstaat Louisiana) in Gewahrsam genommen, weil er sein Aufenthaltsrecht überschritten hatte.

Den Angaben nach war Yiannopoulos am 14. Mai 2019 legal über New York in die USA eingereist. Nachdem er aber länger als erlaubt in den Vereinigten Staaten blieb und zudem nicht zu einer Anhörung erschien, erteilte ein Einwanderungsrichter am 22. Juli dieses Jahres eine endgültige Ausweisungsverfügung.

Yiannopoulos war lange als prominentes Gesicht amerikanischer Rechtsextremisten bekannt. Der offen schwul lebende Brite verbreitete Hetze gegen Frauen, Schwarze, Eliten und Liberale. Erst als 2017 ein Interview kursierte, in dem er Sex zwischen Männern und Jungen verteidigte, kehrte ihm die Szene großteils den Rücken: Yiannopoulos verlor seinen Buchvertrag mit dem Verlag Simon & Schuster, die Conservative Political Action Conference (CPAC-Konferenz) strich ihn von der Rednerliste und das rechte Onlinemedium Breitbart News kündigte Yiannopoulos.

Yiannopoulos war zuletzt vor allem für seine Verbindungen zum US-Rapper Ye (zuvor Kanye West), bekannt, wie das Promi-Portal TMZ zu dem Fall berichtete. Er habe fast zwei Jahre lang für ihn gearbeitet, bevor die beiden 2024 ihre Zusammenarbeit aufkündigten.

Im vergangenen Jahr hatte Yiannopoulos sich auf X positiv zur Migrationsbehörde ICE geäußert: „Kalifornien braucht ICE-Kontrollpunkte an den Eingängen von Supermärkten, Tankstellen, Einkaufszentren, Kreuzungen und Regierungsgebäuden“, schrieb er damals. Jeder, der an den Kontrollpunkten nicht nachweisen könne, dass er sich rechtmäßig in den USA aufhält, solle „sofort abgeschoben“ werden.

US-Militär zerstört mutmaßliches Drogenboot

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben ein von Drogenkriminellen als Tankstation genutztes Boot im östlichen Pazifik zerstört. Vorher hätten US-Soldaten ohne gewaltsamen Zwischenfall mehrere Personen von Bord geholt, teilte das für die Region zuständige Regionalkommando Southcom auf der Plattform X mit.

Dazu wurde ein Video veröffentlicht, auf dem zu sehen ist, wie ein im Meer treibendes Boot explodiert und in einem großen Feuerball aufgeht. Anders als bei früheren Angriffen des US-Militärs auf Schmuggelboote in der Region klang die Mitteilung diesmal nicht danach, als ob jemand zu Tode gekommen sei.

Das betreffende Boot – angeblich „ein Schlüsselelement in der Logistikkette der Drogenschmuggler“ – befand sich den Angaben zufolge in internationalen Gewässern und wurde vom Drogenkartell Los Choneros genutzt, einer der mächtigsten Gangs von Ecuador. Die von Bord geholten Personen seien in das südamerikanische Land überstellt worden, hieß es weiter. Die Aktion, in die auch das US-Kriegsschiff „San Antonio“ involviert war, sei vorab mit der ecuadorianischen Regierung abgestimmt worden.

US-Gericht: Visa-Entzug für pro-palästinensische Studenten ist verfassungswidrig

Ein US-Bundesgericht hat am Freitag jene Gesetze für verfassungswidrig erklärt, die der Regierung von Präsident Donald Trump als Grundlage dienten, um die Visa ausländischer Studenten wegen pro-palästinensischer Äußerungen zu widerrufen. Die Bundesrichterin Noel Wise aus San Jose in Kalifornien kritisierte in ihrer Urteilsbegründung das US-Außenministerium und das Ministerium für Innere Sicherheit scharf.

Trump drückt Norwegern zum Tod von König Harald V. sein Mitgefühl aus

US-Präsident Donald Trump hat den Norwegerinnen und Norwegern zum Tod ihres Königs Harald V. sein Mitgefühl ausgedrückt. Der am Freitag verstorbene Monarch sei „ein starker, stolzer und weithin respektierter Mann“ gewesen, erklärte Trump in seinem Onlinedienst Truth Social.

US-Behörde ICE plant Einsatz von Roboter-Hunden

Die umstrittene US-Einwanderungsbehörde ICE will künftig hundeähnliche Roboter einsetzen. Die Behörde plant, für die Vierbeiner der Firma Boston Dynamics bis zu zwei Millionen Dollar auszugeben, wie aus Dokumenten zur Auftragsvergabe hervorgeht.

Trump bei 9/11-Gedenken nur bei Zeremonie im Pentagon und nicht in New York

Zum 25. Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September nimmt US-Präsident Donald Trump an einer Zeremonie im Pentagon, nicht aber in New York teil. Das sagte er am Freitag (Ortszeit) vor Journalisten.

Trump verkündet bedeutendes Öl-Abkommen mit Venezuela

US-Präsident Donald Trump hat ein bedeutendes Öl-Abkommen mit Venezuela verkündet. Die Vereinigten Staaten erhielten mit der Vereinbarung die Mehrheitskontrolle über 65 Milliarden Barrel aus den venezolanischen Erdölvorkommen, erklärte Trump am Freitag (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social.

US-Gericht lehnt Trumps Antrag in Schweigegeld-Affäre ab

US-Präsident Donald Trump ist mit dem Versuch gescheitert, sein bereits entschiedenes Schweigegeld-Verfahren von einem New Yorker Gericht an ein Bundesgericht zu verlegen. Ein Bundesrichter in Manhattan wies den Antrag am Freitag zurück.

Hunderte demonstrieren in Washington gegen Einschränkungen beim Wahlrecht

In der US-Hauptstadt Washington haben hunderte Menschen gegen Wahlrechtseinschränkungen unter Präsident Donald Trump demonstriert. Zu der Kundgebung unter dem Motto „Defend the vote“ hatten Bürgerrechtsaktivisten und Oppositionspolitiker aufgerufen.

Open Questions

  • Wie reagiert Kanada auf das angebliche Öl-Abkommen mit Venezuela?
  • Wird Doug Ford rechtliche Schritte gegen die Umbenennung einleiten?

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This article was originally published by FAZ.

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