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Seit dem russischen Überfall auf die Ukraine im Jahr 2022 hat Deutschland militärische und humanitäre Hilfe geleistet. Der aktuelle Besuch des Kanzlers ist der zweite seit seinem Amtsantritt und erfolgt trotz russischer Warnungen vor Reisen in die Ukraine.
Mitgebracht hat der Kanzler nach Angaben aus Regierungskreisen neue Militärhilfen im Wert von einer Milliarde Euro, die der Ukraine helfen sollen, sich besser gegen verheerende Angriffe mit Jetdrohnen und Raketen zu wehren. So sollen der Ukraine schon bald neu entwickelte Abfangsysteme gegen Jetdrohnen geliefert werden. Gegen diese Drohnen war die Ukraine bislang nahezu schutzlos. Außerdem soll die Ukraine weitere Langstreckenwaffen mit Reichweiten bis 1000 Kilometer erhalten, um gegen Raketenabschussrampen im russischen Hinterland vorgehen zu können. Der Betrag ist im Haushalt bereits vorgesehen und wurde nun freigegeben.
Im Wert von 350 Millionen Euro erhält die Ukraine Ersatzteile für von Russland beschädigte Energieanlagen. „Bald beginnt für die Menschen der fünfte Kriegswinter. Russland bombardiert Städte, Wohnhäuser und Heizkraftwerke“, sagte Merz und fügte hinzu: „Die Ukrainer lassen sich durch den Terror nicht unterkriegen.“ Während die Invasoren im Osten des Landes kaum vorankommen, zielt die russische Strategie seit geraumer Zeit darauf ab, durch verstärkte Angriffe auf Zivilisten und die Energie-Infrastruktur den Widerstandsgeist der Ukrainer zu brechen. Das Land stellt sich auf den bisher härtesten Kriegswinter ein.
Es ist der zweite Ukraine-Besuch des Kanzlers seit seinem Amtsantritt. „Ich bin heute nach Kiew gereist, weil die Ukraine für die kommenden Wochen all unsere Unterstützung braucht. Wenn Russland nicht gestoppt wird, richtet sich seine Kriegsmaschinerie früher oder später gegen uns“, erklärte Merz. Begleitet wird Merz von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) und einer kleinen Wirtschaftsdelegation. Merz erreichte Kiew von Polen kommend nach neunstündiger Zugfahrt unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen.
Moskau warnt Regierungsvertreter vor Ukraine-Besuchen
Nur wenige Stunden vor Merz’ Reiseantritt hatte das russische Außenministerium „dringend“ vor Reisen ausländischer Regierungsvertreter in die Ukraine gewarnt. Man sehe mit Sorge, dass Warnungen ignoriert würden und „einige Individuen sich bewusst in Lebensgefahr begeben“. Die russischen Streitkräfte würden ihre Vergeltungsschläge im großen Stil fortsetzen. Russland, das die Ukraine 2022 überfallen hat und seit Jahren auch auf Infrastruktur und Zivilisten zielt, rechtfertigt seine nun noch einmal ausgeweiteten Angriffe damit, dass die Ukraine ihrerseits mit Drohnen auf russischem Territorium zurückschlägt.
Als Signal auch an Moskau ist zu verstehen, dass Merz trotz der russischen Drohungen mit einer vergleichsweise großen Delegation in die Ukraine reist. Zur fünfköpfigen Wirtschaftsdelegation gehören der Chef von Siemens Energy, Christian Bruch, sowie die Geschäftsführer der Rüstungsunternehmen Hensoldt und Quantum Systems, Oliver Dörre und Sven Kruck. Hensoldt produziert den für die ukrainische Verteidigung wichtigen Lenkflugkörper Iris-T, Quantum Systems hat die Abfangsysteme gegen Jetdrohnen entwickelt. „Unsere Partnerschaft ist keine Einbahnstraße. Deutsche und ukrainische Unternehmen entwickeln gemeinsam Technologien, von denen beide Länder profitieren. Das macht uns sicherer und stärker“, sagte der Kanzler.
Bei einer Grundsatzrede vor wenigen Tagen in Münster hatte Merz versichert, Deutschland werde trotz russischer hybrider Angriffe unbeirrt an der Unterstützung der Ukraine festhalten. „Dieser Krieg geht uns etwas an, sehr direkt sogar, denn in der Ukraine steht auch die Sicherheit Europas, unsere Sicherheit, auf dem Spiel. Es geht eben auch um uns“, hatte er betont.
AI outlook — possibilities, not facts
Die Ukraine wird die neu entwickelten Abfangsysteme gegen Jetdrohnen innerhalb der nächsten Monate erhalten und einsetzen.
Likely · Within months
Deutschland wird seine militärische Unterstützung für die Ukraine im Winter 2024/2025 fortsetzen oder erhöhen.
Very likely · Within months

The Russian House on Berlin's Friedrichstrasse is open despite sanctions against Russia. Visitors will find a quiet atmosphere, in the canteen Russian dumplings are only offered for cash payment, and Russian literature is sold next door.
Chancellor Friedrich Merz has arrived in Ukraine to promise an aid package of one billion euros in military aid and 350 million euros for energy sector repairs. The joint production of drones and standoff weapons is to be started. Merz emphasized that Germany's support also serves its own security.

Chancellor Friedrich Merz secretly traveled to Kiev for the second time as chancellor to reaffirm support for Ukraine while signaling a willingness to negotiate as Russia continues to attack civilian targets in Kiev and Ukrainian air defenses are under pressure.
Chancellor Friedrich Merz arrived in Kiev on a special train to promise further military aid to Ukraine, including thousands of interceptor drones and long-range weapons worth a total of 1.35 billion euros. He stressed that the support was necessary in view of Russian drone attacks and the deteriorating security situation. Moscow had previously warned foreign visitors not to stay in Kyiv. Merz is the fourth Chancellor to visit Ukraine since the start of the war.

The Russian Defense Ministry is threatening to intensify attacks on Kiev if foreign citizens remain in the Ukrainian capital despite warnings. It justifies this with alleged terrorist acts by the Ukrainian armed forces against civilians. Russia had already issued a similar warning in May. Attacks on Kiev have recently intensified, using drones, ballistic and other missiles, resulting in deaths, injuries and property damage, including a Dnipro bridge being hit. At the same time, Ukraine is expanding its attacks on Russian targets, including oil refineries and ships in the Black Sea, with both sides denying allegations of targeting civilians.

Holocaust survivor Irene Butter has died in the USA at the age of 93. She survived the Bergen-Belsen concentration camp, met Anne Frank there and worked as a contemporary witness for decades, especially to school students in the USA and Germany. In 2024 she received the Federal Cross of Merit for her commitment.