
Gericht in Mombasa verurteilt Paul Mackenzie und 28 Mitangeklagte nach dem Tod von 190 Kindern und einem Erwachsenen
AI-generated summary
Im Frühjahr 2023 stießen Ermittler in einem abgelegenen Waldgebiet an der Küste Kenias auf Massengräber mit 400 Leichen. Mackenzie hatte Anfang der Nullerjahre die Good News International Church gegründet und predigte gegen Bildung und moderne Medizin.
In Kenia hat ein Gericht den selbst ernannten Prediger Paul Mackenzie nach dem Mord an 190 Kindern und Jugendlichen sowie einen Erwachsenen mit 200 Jahren Gefängnis bestraft. Mackenzie wollte, dass die Anhänger seiner Sekte verhungern, um »Jesus zu begegnen«. Gegen 28 Mitangeklagte verhängte das Gericht in Mombasa Haftstrafen zwischen 10 und 100 Jahren. Bereits im Oktober waren die Angeklagten schuldig gesprochen worden. Die Verurteilten haben nun zwei Wochen Zeit, um Berufung einzulegen.
Im Frühjahr 2023 waren Ermittler in einem abgelegenen Waldgebiet an der Küste auf Massengräber gestoßen. Sie entdeckten 400 Leichen, viele stark verwest. Obduktionen ergaben, dass viele der Menschen verhungert waren.
Der Fall löste in Kenia eine heftige Debatte über die Kontrolle religiöser Gemeinschaften aus. Die große Mehrheit der rund 59 Millionen Einwohner ist christlich. Neben den großen Kirchen gibt es zahlreiche Freikirchen und unabhängige Glaubensgemeinschaften. Insgesamt waren 2023 rund 40.000 religiöse Organisationen registriert, darunter auch muslimische und andere nichtchristliche Gemeinschaften. Nach Regierungsangaben gehen jeden Monat fast 60 Anträge auf Registrierung weiterer Kirchen ein.
Anführer sollten als Letzte sterben
Mackenzie, ein früherer Taxifahrer, hatte Anfang der Nullerjahre die Good News International Church gegründet. In seinen Predigten wetterte er gegen Bildung und moderne Medizin. Er redete seinen Anhängern ein, das Ende der Welt stünde unmittelbar bevor. Überlebende berichteten, ihnen sei erklärt worden, dass Leiden und Sterben der einzige Weg zu Jesus seien.
Hunderte Gläubige folgten ihm schließlich in den abgelegenen Wald, in dem er Hunderte Hektar Land gepachtet hatte. Sie lebten dort in Siedlungen mit biblischen Namen wie Betlehem, Galiläa und Judäa.
Nach Zeugenaussagen vor Gericht herrschte dort eine grausame Hierarchie des Sterbens: Zuerst sollten die Kinder verhungern, dann unverheiratete Frauen und schließlich die Männer. Die Anführer der Sekte sollten als Letzte sterben. Mackenzie selbst soll seinen Anhängern versprochen haben, er werde nach ihrem Aufstieg in den Himmel als Letzter die »irdische Tür schließen«.
Wer das Fasten nicht durchhielt oder nach Essen suchte, wurde laut Zeugen geschlagen. Mütter hätten mitansehen müssen, wie ihre Kinder immer schwächer wurden und schließlich starben. In einigen Fällen sollen sie das Fasten ihrer Kinder selbst durchgesetzt haben. Ermittler beschrieben ein strenges System mit Stellvertretern, Wachleuten, Köchen und Totengräbern.
Aufgedeckt wurde das Grauen durch Hinweise von Angehörigen, die nach vermissten Familienmitgliedern suchten. Bergungsarbeiten nach den ersten Funden brachten immer mehr Leichen ans Licht.
Anklage hatte die Todesstrafe verlangt
Die Anklage hatte für Mackenzie die Todesstrafe gefordert. Das lehnte das Gericht ab. Die Verteidigung hatte dagegen auf Haftstrafen von höchstens zehn Jahren plädiert. Im Prozess beharrten die Angeklagten darauf, dass die Menschen freiwillig gefastet hätten. Mackenzie ließ über seine Anwälte erklären, er und die übrigen Angeklagten seien selbst Opfer der Tragödie und hätten ebenfalls Kinder und Besitz verloren.
Das Gericht sah es nach mehr als 120 Zeugenaussagen aber als erwiesen an, dass die Angeklagten vorsätzlich für den Tod von 190 Kindern unter 16 Jahren, darunter Neugeborene und Kleinkinder, sowie eines Erwachsenen zwischen Januar 2021 und September 2023 verantwortlich waren. Mackenzie und die meisten seiner Mitangeklagten zeigten demnach keine Reue.
AI outlook — possibilities, not facts
Mindestens einige der Verurteilten werden Berufung einlegen.
Likely · Within weeks
Die kenianische Regierung wird Maßnahmen zur stärkeren Kontrolle religiöser Gemeinschaften ergreifen.
Likely · Within months

Pope Leo XIV begins his eleven-day trip to South America in Uruguay with a gaucho pilgrimage in the Pampas. He will then travel to Argentina and Peru, where talks with abuse victims and meetings with indigenous people are planned.

After the election in Israel, 67 of the 120 designated MPs recommended Gadi Eisenkot as head of government, while only 46 recommended incumbent Benjamin Netanyahu. Eisenkot's camp has 48 seats, Netanyahu's previous coalition has 53, the Arab parties have 19. 61 seats are needed for a majority. Three paths are emerging: minority government, unity government or coalition with Arab parties, which is almost impossible.

Spain's Foreign Minister José Manuel Albares sees the series of bomb threats on European air traffic and against Irish media companies as coordinated hybrid aggression by autocratic forces to weaken Europe. Affected flights were diverted to Venice and Sofia, among others, or landed safely. Letters of responsibility from a Russian right-wing extremist group are available, but a connection has not been proven.

Since autumn 2022, Hanna Samyschliaeva has been looking for her son Anton, who was abducted by Russian soldiers from a home for people with severe disabilities in Oleschky. The Dutch NGO Emile Foundation has located 46 of 69 people abducted, Anton is still believed to be in Strilkowe. The chances of repatriation are slim.

In Kenya, self-proclaimed pastor and cult leader Paul Mackenzie was sentenced to 200 years in prison by the High Court in Mombasa. He is considered responsible for the deaths of 190 children and teenagers and one adult who were supposed to fast to death on his ranch in the Shakahola Forest. In 2023, more than 400 bodies were recovered from mass graves.

Within just five days, over 3,200 people, including many children and babies, reached the Canary Islands. El Hierro is particularly affected by the wave of arrivals, which is fueling concerns that aid facilities will be overwhelmed.