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Im Juli hatte Kevin Warsh die Märkte mit unklaren Aussagen zur Geldpolitik verwirrt, obwohl er betonte, Preisstabilität anzustreben. Dies führte zu einem Ausverkauf lang laufender US-Staatsanleihen.
Alle Augen in Jackson Hole waren auf die Rede des Chefs der US-Notenbank gerichtet. Nach seiner unglücklichen letzten Pressekonferenz im Nachgang der Juli-Zinssitzung musste Kevin Warsh an diesem Freitag einiges wieder gutmachen. Im Juli hatte er die Märkte mit nebulösen Aussagen verwirrt. Er beteuerte zwar mehrfach, dass er Preisstabilität verfolge, ließ aber offen, wie er diese erreichen will. Die Quittung folgte in Form eines Ausverkaufs lang laufender US‑Staatsanleihen.
An diesem Freitag schwang das Pendel nun in die andere Richtung: Nach Warshs überraschend „falkenhafter“ Rede, die auf eine straffere Geldpolitik hindeutete, stiegen die kurz laufenden Renditen in Erwartung einer baldigen Zinserhöhung, die Langläufer bewegten sich nur leicht nach oben. Warsh kann das auch als vorsichtigen Vertrauensbeweis der Finanzmärkte in seine Entschlossenheit beim Kampf gegen die Inflation verbuchen.
Dafür musste Kevin Warsh, der die Kommunikation der Fed am liebsten komplett einstampfen würde, jedoch zunächst einmal für etwas Klarheit sorgen. Nach seinem holprigen letzten Auftritt sah sich Warsh gar genötigt, etwas Simples wie das für die Fed präferierte Inflationsmaß klarzustellen. Das bleibt – wie zuvor – der Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE), das bevorzugte Inflationsmaß der Fed. Und auch das anvisierte Ziel von zwei Prozent hob Warsh erneut hervor.
AI outlook — possibilities, not facts
Die Fed wird in den kommenden Monaten über eine Zinserhöhung entscheiden.
Likely · Within months
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