Nach einem warmen Juni und Juli stellt sich die Frage nach der Klimatisierung von Krankenhäusern und Pflegeheimen in Hamburg.
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Der Juni und der Juli waren in Hamburg ungewöhnlich warm. Die CDU-Bürgerschaftsfraktion hat den Senat zu klimatisierten Betten befragt.
Der Juni und der Juli waren in Hamburg ungewöhnlich warm. Es gab mehrere Hitzetage mit mehr als 30 Grad. Besonders für Kranke in Krankenhäusern und Hochbetagte in Pflegeheimen ist die Hitze gefährlich. Können sie von Klimaanlagen gekühlt werden? Ein Überblick:
Wie hoch ist der Anteil der klimatisierten Klinikbetten?
Vollständige Daten auf Bundeslandebene darüber, wie viele Klinikbetten von einer Klimaanlage gekühlt werden, liegen nicht vor. Es gibt aber Zahlen zu einzelnen Kliniken, weil die oppositionelle CDU-Bürgerschaftsfraktion den Senat dazu jüngst befragt hat. Auch die Sozialbehörde verweist auf eine Antwort des Senats. Der Anteil der klimatisierten Betten schwankt demnach erheblich.
Wie schneiden einzelne Kliniken ab?
Von 18 Krankenhäusern, die dem Senat geantwortet haben, gibt annähernd die Hälfte an, dass der Anteil der klimatisierten Betten bei null Prozent liegt. Darunter sind etwa die zwei Helios-Kliniken, mehrere Kliniken kirchlicher Träger und die größere Schön Klinik Hamburg Eilbek, die laut Krankenhausspiegel mehr als 750 Betten aufweist. Stand der Angaben ist der 20. Juli.
Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, das nach Bettenzahl als größtes Klinikum der Stadt gilt, hat demnach 69 Prozent der Patientenzimmer mit Klimaanlagen versehen. Daten zu Betten gibt es nicht. Für die ähnlich große Asklepios Klinik Nord liegen keine Zahlen vor. Einzelne Häuser wie das Bundeswehrkrankenhaus äußern sich auf Anfrage nicht zu Zahlen.
Gibt es Zahlen für Pflegeheime?
Dem ehrenamtlichen Hamburger Pflegerat, einem Zusammenschluss von Berufsverbänden und Fachgesellschaften, liegen keine Zahlen vor. Laut der Antwort des Senats, auf die auch die Sozialbehörde verweist, hat von mehr als 130 vollstationären Pflegeeinrichtungen keine angegeben, dass Bewohnerzimmer mehrheitlich mit Klimaanlagen ausgestattet sind.
Was wird von der Stadt unternommen?
Die Sozialbehörde hat vergangenes Jahr einen Hitzeaktionsplan aufgestellt, um die Hamburger vor den Auswirkungen hoher Temperaturen zu schützen. Die flächendeckende Installation von Klimaanlagen hält die Behörde aber für «nicht grundsätzlich vorrangig». Klimaanlagen könnten der angestrebten Klimaneutralität entgegenwirken und der Betrieb sei teuer.
Für Klimaanlagen in Krankenhäusern stelle die Stadt über ein jährliches Investitionsprogramm Geld bereit – allerdings lediglich für bestimmte Bereiche wie Operationssäle und Intensivstationen. Für den Hitzeschutz in den Pflegeheimen seien die Träger zuständig, teilte die Behörde weiter mit. Die Hamburgische Investitions- und Förderbank biete Fördermöglichkeiten.
Im Sommer 2022 verzeichnete Europa laut EuroMomo mindestens 30.000 zusätzliche Todesfälle infolge von Hitzewellen. Besonders kritisch waren die letzte Juni-Woche und die erste Juli-Woche mit insgesamt 24.000 zusätzlichen Toten in diesen Zeiträumen.

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