
Ursula von der Leyens Pläne für eine engere Anbindung Kanadas stoßen auf internen Widerstand innerhalb der EU.
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Ursula von der Leyen schlug im September vor, Kanada als erstes assoziiertes Mitglied in die EU aufzunehmen. Das europäische Führungspersonal sucht nach Wegen, die Abhängigkeit von den USA zu verringern.
Es ist selten, dass jemand von Emotionen überwältigt wird, wenn es um die Europäische Union geht. Doch Ursula von der Leyen war es, ausgerechnet sie, die als so kontrolliert gilt. Wie aus dem Nichts verkündete sie bei ihrer Rede zur Lage der Union im September, Kanada zum „ersten assoziierten Mitglied“ der EU machen zu wollen.
Mark Carney, Kanadas Premier, applaudierte vor Ort in Straßburg. Und in den Kommentarspalten und auf Social Media ging es überraschend positiv und emotional zu. Kanada, die netten Nordamerikaner als neue Partner – was könnte da schon schiefgehen?
Die Antwort gab sich die EU diese Woche selbst. Vor dem EU-Kanada-Gipfel in Montreal blockierten einige Mitgliedsländer, darunter Deutschland, von der Leyens Namenswunsch für das geopolitische Projekt.
Das europäische Führungspersonal schaut gern nach Ottawa, um zu sehen, wie man Trump parieren kann. Carney ist extrem populär, weil er anspricht, was viele sich denken: Dass man sich als Partnerstaat nicht mehr auf die USA verlassen kann. Offiziell halten sich die EU‑Spitzen mit Kritik an Trump und seiner Politik lieber zurück, um nicht neue Sanktionen oder Strafen oder andere Konflikte zu riskieren.

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