
Die Bewilligung von Insolvenzgeld verschafft dem Warenhauskonzern Galeria erneut Zeit, doch das grundlegende Geschäftsmodell bleibt fragwürdig.
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Galeria hat innerhalb von sechs Jahren vier Insolvenzverfahren durchlaufen. Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt nun die Lohnzahlungen für die 83 Filialen bis zum Jahresende.
Für die Mitarbeiter ist die Entscheidung, dass Insolvenzgeld bezahlt wird, eine gute Nachricht. An den schlechten Aussichten für den Warenhauskonzern ändert das aber nichts.
Wer seit Jahren das Drama um Galeria verfolgt, wünscht sich, die Beteiligten würden sich einfach eine Redewendung zu Herzen nehmen, auch wenn sie noch so abgedroschen ist: Aber im Fall des Warenhauskonzerns wäre nach vier Pleiten in sechs Jahren ein Ende mit Schrecken inzwischen einfach sinnvoller als ein Schrecken ohne Ende.
Aber wieder haben es Management, Geldgeber und Mitarbeiter geschafft, sich Luft zu verschaffen. Die Bundesagentur für Arbeit bewilligte für die Beschäftigten Insolvenzgeld. Die Behörde wird die Löhne und Gehälter der Angestellten in den 83 Filialen bis Ende des Jahres bezahlen.
Das war nicht selbstverständlich. Galeria hat schließlich das letzte Verfahren noch gar nicht komplett abgeschlossen. Insolvenzexperten haben davon abgeraten. Und die Bundesagentur hat sich mit ihrem Urteil auch viel Zeit gelassen.
Für die Mitarbeiter ist das natürlich eine gute Nachricht und auch für Insolvenzverwalter Frank Kebekus, der nun drei Monate Zeit hat, über die Zukunft von Galeria zu entscheiden.
Aber letztlich wird das Siechtum des Unternehmens nur verlängert. Wenn ein Unternehmen alle zwei Jahre ein Insolvenzverfahren beantragen muss, wenn so viele Rettungsverfahren gescheitert sind, muss sich endlich die bittere Erkenntnis durchsetzen: Der Markt und die Kunden brauchen Galeria und die klassischen Warenhäuser einfach nicht mehr.
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Entscheidung über die Zukunft von Galeria innerhalb von drei Monaten.
Very likely · Within months
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