Huthi-Miliz feuert ballistische Raketen auf saudische Hauptstadt und droht mit weiteren Angriffen auf Ölanlagen.
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Der Jemen-Bürgerkrieg wird durch den Konflikt zwischen den Huthi und der international anerkannten, saudisch unterstützten Regierung geprägt. Die Huthi erhalten Unterstützung aus dem Iran.
Der Konflikt zwischen den Huthi und der von Saudi-Arabien unterstützten Regierung im Jemen droht weiter zu eskalieren. Die Huthi-Miliz reklamierte erneut einen Angriff auf den Flughafen in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad für sich. Der Militärsprecher der Huthi, Jahja Sari, sagte, die Miliz habe eine ballistische Rakete auf den Flughafen King Chalid in Riad abgefeuert.
Nach Angaben aus Saudi-Arabien wurden mehrere Geschosse abgewehrt. Zwei auf Riad abgefeuerte Raketen und eine weitere auf Chamis Muschait im Südwesten des Landes seien abgefangen worden, teilte der Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses, Turki al-Maliki, mit.
Zu Schäden oder Opfern wurden zunächst keine Angaben gemacht. Augenzeugen berichteten der Deutschen Presse-Agentur von vier aufeinanderfolgenden Explosionen in Riad. Aus saudischen Flughafenkreisen hieß es, es seien Trümmer abgefangener Raketen auf ein Terminalgebäude des Flughafens gefallen.
Die vom Iran unterstützten Huthi warnten zugleich davor, dass alle Ölanlagen des Nachbarlandes Ziele ihrer Angriffe werden könnten. Die Miliz hatte in der Vergangenheit bereits Angriffe auf Anlagen des staatlichen Ölkonzerns Aramco in Saudi-Arabien für sich beansprucht.
Auch Fluggesellschaften wurden von den Huthi erneut dazu aufgerufen, Flüge nach Saudi-Arabien einzustellen. Ausgenommen seien lediglich die Gebiete über den heiligen Städten Mekka und Medina.
Saudi-Arabien macht die Huthi immer wieder für Angriffe auf zivile Ziele im Königreich verantwortlich und fliegt seinerseits Luftangriffe auf Stellungen der Miliz im Jemen. Nach Angaben der saudischen Luftfahrtbehörden wurden bereits am Dienstag und Mittwoch die Flughäfen von Riad und Abha im Südwesten des Landes angegriffen. Dabei seien insgesamt drei Menschen getötet worden. Die Huthi reklamierten beide Angriffe für sich.
Unterdessen berichtete der Huthi-nahe Fernsehsender Al-Masirah von saudischen Luftangriffen auf den Flughafen der westjemenitischen Hafenstadt Hudaida sowie auf weitere Gebiete. Bewohner der Stadt berichteten der dpa von heftigen Explosionen und Rauchwolken in der Nähe des Hafens von Hudaida. Eine Stellungnahme Saudi-Arabiens dazu lag zunächst nicht vor.
Der Bürgerkrieg im Jemen war im Sommer im Zuge des Iran-Krieges erneut aufgeflammt. Seitdem kämpfen die Huthi erneut gegen die von Saudi-Arabien unterstützte international anerkannte Regierung. Saudi-Arabien fliegt dabei immer wieder auch Luftangriffe im Nachbarland.
Am Wochenende hatte die jemenitische Regierung eine großangelegte Offensive zur Rückeroberung aller von den Huthi kontrollierten Gebiete angekündigt. Die Huthi konnten zuletzt strategisch wichtige Gebiete für sich gewinnen.
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Verstärkte Luftangriffe Saudi-Arabiens auf Huthi-Stellungen im Jemen.
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