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Der Iran-Krieg hat zu hohen Energiepreisen geführt, die durch saisonale Nachfragesteigerung im Winter zusätzlich angeheizt werden könnten. Der IWF warnt vor langfristigen Preisdruck und kritisiert fehlende Haushaltskonsolidierung in Industrieländern trotz hoher Staatsverschuldung.
Die hohen Energiepreise infolge des Iran-Kriegs werden laut der Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) noch einige Zeit bestehen bleiben. «Der Preisdruck könnte sich weiter verstärken, da die Nachfrage mit dem Beginn der kalten Jahreszeit auf der Nordhalbkugel steigt und die Länder ihre Reserven wieder auffüllen», warnte Kristalina Georgiewa laut Manuskript in einer Rede in Singapur im Vorfeld der Jahrestagung des IWF und der Weltbank. Selbst wenn der Konflikt bald ende, dürften die Preise bis 2027 weiter hoch bleiben, so Georgiewa. Die Tagung beginnt kommende Woche in Bangkok.
Die herausfordernde Situation bei den Energiepreisen und der Boom rund um Künstliche Intelligenz trieben die Preise an, warnte der IWF weiter. Zölle, Verteidigungsausgaben und eine hohe Staatsverschuldung könnten zusätzlich die Teuerungsrate anheizen. «Jetzt könnte in vielen Ländern ein umsichtig restriktiverer Ansatz in der Geldpolitik angebracht sein», sagte Georgiewa. Sie lobte die US-Notenbank Federal Reserve (Fed), die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bank of Japan, bereits ihre Leitzinsen angehoben zu haben.
Zugleich bemängelte Georgiewa die bisherige Finanzpolitik einiger Industrieländer. Höhere Leitzinsen ließen die kurzfristigen Zinsen steigen und verteuerten damit die Schulden. Trotz weltweit ausufernder Staatsverschuldung sehe sie «in den hoch verschuldeten Industrieländern keine entschlossenen Maßnahmen, obwohl dringend glaubwürdige mittelfristige Haushaltskonsolidierungspläne benötigt werden».
AI outlook — possibilities, not facts
Die Energiepreise werden bis 2027 hoch bleiben, selbst wenn der Iran-Krieg bald endet.
Likely · Within years
In vielen Ländern könnte ein umsichtig restriktiverer Ansatz in der Geldpolitik angebracht sein.
Possible · Within months

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