
Vor knapp 30 Jahren ging Fox News auf Sendung und revolutionierte die US-Medien- und Politlandschaft. Doch heute steht der Sender vor neuen Herausforderungen.
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Fox News startete am 7. Oktober 1996 und entwickelte sich zum markt- und meinungsführenden Nachrichtensender in den USA.
"Guten Morgen und willkommen zum Fox News-Kanal!" Mit diesen unspektakulären Worten des Morgen-Moderators begann am 7. Oktober 1996 die neue Ära im US-Fernsehen. Noch war die Zuschauergemeinde überschaubar. Viele waren damals skeptisch, ob ein rechtskonservativer Nachrichtensender überhaupt die ersten Jahre überstehen könnte.
Von Anfang an dabei war Sean Hannity, heute das Aushängeschild des Senders, seit vielen Jahren Moderator in der besten Sendezeit am Abend und enger Vertrauter von US-Präsident Donald Trump. Hannity und viele der ersten Moderatoren kamen von politischen Talkradios. Denn das Vorbild für Fox News war der erstaunliche Erfolg des rechtskonservativen Radio-Moderators Rush Limbaugh.
So wie Limbaugh in den frühen neunziger Jahren über "Femi-Nazis" und "Umwelt-Psychos" lästerte, so wettert Sean Hannity heute gegen demokratische Politikerinnen wie Hillary Clinton, die sich "jetzt vor dem Altar der Sozialisten und Kommunisten verbeugt, die nun ihre Partei beherrschen".
Was kaum jemand für möglich hielt: Innerhalb von nur sechs Jahren überholte Fox News den etablierten Nachrichtensender CNN, der sich seit 1980 um eine ausgewogene und faire Berichterstattung bemühte. Heute erreicht Fox News täglich bis zu vier Millionen Zuschauer - viermal so viele wie CNN und mehr als alle anderen Nachrichtensender zusammen.
Das Erfolgsrezept von Fox News hat Reece Peck intensiv erforscht. Der Politikwissenschaftler an der City University in New York sagt, es sind nicht nur die konservativen Themen oder die Polemik gegenüber Linken: "Es ist die Ansprache bei Fox News, die nicht von oben daherkommt. Eben nicht diese bis dahin dominierende Moderatoren-Haltung. Ein großer Teil der US-Bürger kann mit dieser professionellen, aber roboterhaften Moderation nichts anfangen. Sie wollten eine andere Ansprache", meint der Politikwissenschaftler.
Reden wie Menschen ohne Uni-Abschluss, klare Kante statt ausgewogener Berichterstattung, Polemik statt politischer Korrektheit. Damit stieg Fox News nicht nur zum Marktführer auf, sagt Politikwissenschaftler Reece Peck, sondern auch zum Meinungsführer. Fox News hatte nicht bloß Zuschauer wie die Mainstream-Sender. Fox News gelang es, eine begeisterte Fangemeinde an sich zu binden. "Damit hat Fox News nicht nur die US-Medienlandschaft radikal verändert, sondern auch die Politik in den USA", erklärt Peck. "Einen solch meinungsstarken, parteiischen Journalismus gab es vorher nicht in den USA."
Ein Erfolgsrezept, das Schule machte: der Nachrichtensender MSNBC, der seit einem Jahr MS NOW heißt, wurde zu einem links-progressiven Nachrichtensender und überholte ebenfalls CNN. Eine Medienentwicklung, die zur Polarisierung der US-Gesellschaft beitrug, sagt Reece Peck: "Alle kopieren jetzt das Rezept. Linke wie Rechte. Und so kommt es zur Hyperpolitisierung des Journalismus. Es geht nicht mehr um Wahrheit oder Fakten, sondern darum, welches Team gewinnt."
Ohne Fox News wäre Donald Trump nicht zwei Mal zum Präsidenten gewählt worden, ist der Politikwissenschaftler überzeugt. Trump schaut Fox News, richtet seine Politik nach Fox News aus und hat ehemalige Fox News-Moderatoren wie Pete Hegseth zum Verteidigungsminister und Sean Duffy zum Verkehrsminister gemacht. Umgekehrt wechselt die bisherige Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt am 1. November zu Fox News.
Dennoch war die Beziehung zwischen Trump und Fox News nicht immer reibungslos. Im Präsidentschaftswahlkampf von 2016 wollte Rupert Murdoch Trump möglichst verhindern. Fox News unterstützte zunächst Marco Rubio, dann Ted Cruz. Die Rolle Trumps beim Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 ging selbst Fox News zu weit. Und kürzlich zeigte sich der Sender solidarisch mit CNN und Politico, nachdem Trump deren Korrespondentinnen den Zutritt zum Weißen Haus verweigert hatte.
Auch der unpopuläre Krieg gegen Iran stieß nicht bei allen Fox-News-Moderatoren auf Zustimmung. Hatte Trump im Wahlkampf doch versprochen: "Keine Kriege im Ausland mehr!" Vielleicht hat Fox News den Höhepunkt seiner Wirkkraft überschritten, meint Politikwissenschaftler Reece Peck.
Das Durchschnittsalter der Zuschauer beträgt 70 Jahre. Jüngere Konservative hören eher auf "Bro Podcaster" wie Joe Rogan oder Shawn Ryan. "Fox News weiß, dass das Geschäftsmodell für Kabelsender rückläufig ist," sagt Politikwissenschaftler Peck. "Hinzu kommt das Altern der Zuschauer. Die Fangemeinde könnte allmählich wegsterben."
Doch solche Abgesänge auf Fox News gibt es seit zehn Jahren. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete der Sender noch immer einen Nettogewinn von knapp 1,7 Milliarden Dollar. Im Medienimperium von Rupert Murdoch ist Fox News nach wie vor ein Goldesel.

The U.S. Department of Justice is investigating whether White House Pool TV networks' boycott of coverage of President Trump violates antitrust laws after several networks suspended coverage.

The U.S. Department of Justice is investigating ABC, CBS, CNN, NBC and Fox News on suspicion of collusion in their coverage of President Trump after they briefly suspended their joint coverage, the New York Times reported, citing six people with knowledge of the matter.

The long-time ZDF editor-in-chief Klaus Bresser died in Berlin at the age of 90. Bresser, known for his persistent interviews and his co-creation of the “heute journal”, had a significant impact on public journalism.
Klaus Bresser, a Berlin native and long-time ZDF journalist, has died. He co-designed, moderated and directed the “heute journal” as well as the interview series “What now, ...?” established. His successor Bettina Schausten praised his precise journalistic craft and his lasting influence on television and subsequent generations of journalists.
On the 20th anniversary of her murder, the editorial team of Novaya Gazeta in Moscow remembers the journalist Anna Politkovskaya, who was known for her reporting on war crimes and corruption.

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