
Flughafen Vilnius nach Drohnenalarm geschlossen, neue Raketen und Debatten über Waffenruhen im Ukraine-Krieg.
AI-generated summary
Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert an und führt zu ständigen militärischen sowie diplomatischen Auseinandersetzungen.
Nach einer möglichen Drohnensichtung ist der Flughafen der litauischen Hauptstadt Vilnius am Samstag geschlossen worden. Jets der NATO-Luftüberwachungsmission im Baltikum seien alarmiert worden, nachdem gemeldet worden war, dass eine mutmaßliche Drohne aus Weißrussland in Richtung Litauen fliege, teilte das Nationale Zentrum für Krisenmanagement mit. Die Behörden rieten den Einwohnern der Region, sich darauf vorzubereiten, bei Bedarf Schutz zu suchen, hieß es weiter.
Russland hat nach Angaben des ukrainischen Außenministeriums einen Vorrat an ballistischen Raketen im Angriffskrieg gegen die Ukraine angelegt. Die Ukraine beantrage rund 300 Patriot-Raketen von Partnerländern, weil die Geheimdienste davon ausgingen, dass Russland 600 ballistische Raketen vorrätig habe und pro Monat bis zu 140 weitere produzieren könne, teilte Minister Andrij Sybiha mit. Die in den USA hergestellten Patriot-Luftabwehrsysteme können schnell fliegende ballistische Raketen effektiv stoppen, doch gibt es wegen des Iran-Kriegs einen Mangel an den Systemen.
Die Ukraine bekommt von der EU weitere Finanzhilfen in Höhe von rund 2,9 Milliarden Euro. „Mit der heutigen Auszahlung tragen wir dazu bei, die finanzielle Stabilität der Ukraine zu sichern und Investitionen zu unterstützen, die die Grundlage für ihren künftigen Wiederaufbau schaffen werden“, teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit. Das Land setze trotz des andauernden russischen Angriffskriegs weiter umfassende Reformen um.
Zuletzt hatten in Brüssel Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für Aufregung gesorgt, wonach es für dieses Jahr eine neue Finanzierungslücke in der Ukraine im Umfang von 27 Milliarden US-Dollar (24 Mrd. Euro) gebe. Nach Gesprächen teilte die EU dann allerdings an diesem Donnerstag gemeinsam mit der Ukraine mit, dass Mittel identifiziert worden seien, um den Haushalts- und Verteidigungsbedarf des Landes für 2026 zu decken. Neben der EU müssen demnach auch andere Partner ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen und ihre Anstrengungen verstärken.
Vier Länder haben der Ukraine nach Angaben von Außenminister Andrij Sybiha Vorschläge für eine Teil-Waffenruhe mit Russland gemacht. Diese stammten von den USA, Indien, der Türkei und Ägypten, und sehen einen Stopp von Angriffen auf Energieinfrastruktur und auf den Gütertransport per Schiff im Schwarzen Meer vor, wie Sybiha mitteilte.
Sybiha sagte, die ukrainische Regierung sei bereit, sich auf eine Waffenruhe einzulassen, die einen Stopp von russischen Angriffen auf das ukrainische Stromnetz und einen Stopp ukrainischer Angriffe auf russische Ölraffinerien sowie einen Stopp von Angriffen auf Frachtschiffe mit Getreideexporten im Schwarzen Meer vorsehe. „Wir sind zu einer Energie- und Schwarzmeer-Waffenruhe bereit, aber nur in dieser Kombination“, teilte Sybiha Reportern am Donnerstag in Aussagen mit, die erst am Freitag veröffentlicht werden durften. „Energie und eine Waffenruhe im Schwarzen Meer.“
Litauen testet zum Schutz vor Drohnen ein in der Ukraine entwickeltes Luftraumüberwachungssystem. Das System „Sky Fortress“ („Himmelsfestung“) dient der Erkennung tieffliegender Objekte. „Bedrohungen aus der Luft verändern sich rasant, daher passen wir unsere Lösungen entsprechend an. Statt alles von Grund auf neu zu entwickeln, adaptieren wir Systeme, die bereits in der Ukraine im Einsatz sind“, sagte Verteidigungsminister Robertas Kaunas. Die Ukraine gilt im fünften Jahr ihrer Abwehr einer russischen Invasion als ein weltweit führendes Land im Drohnenkampf.
Nach litauischen Angaben nutzt „Sky Fortress“ künstliche Intelligenz, um tieffliegende Drohnen und Marschflugkörper anhand ihrer akustischen oder elektromagnetischen Signaturen zu erkennen und zu verfolgen. Das System könne erkannte Objekte in Echtzeit klassifizieren, hieß es in der Mitteilung des Verteidigungsministeriums des baltischen EU- und Nato-Landes in Vilnius.
Die Ukraine greift nach russischen Angaben Industrieanlagen in der Stadt Wolgograd mit Drohnen an. Dabei ist ein Feuer in einem Wohnhaus ausgebrochen und eine Person wurde verletzt, teilt Gouverneur Andrej Botscharow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Der Brand sei inzwischen gelöscht. Welche Anlagen genau Ziel des Angriffes waren, ließ der Gouverneur offen. In Wolgograd befindet sich eine große Ölraffinerie.
Die Ukraine arbeitet ukrainischen Medienberichten zufolge an der Beilegung eines diplomatischen Streits mit Südkorea. Der Auslöser für die Unstimmigkeiten zwischen den Ländern war die öffentliche Bekanntgabe der Übergabe von zwei kriegsgefangenen nordkoreanischen Soldaten an Südkorea durch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Das südkoreanische Präsidialamt fordert eine Entschuldigung und pocht auf eine vereinbarte Geheimhaltung der Aktion. „Ich möchte dies nicht als Zwischenfall bezeichnen. Sagen wir, es ist ein diplomatisches Missverständnis“, sagt Außenminister Andrij Sybiha einem Bericht des Nachrichtenportals nv.ua zufolge. Er hoffe, dass die Situation in naher Zukunft gelöst werde. Nordkorea unterstützt Russland im Krieg gegen die Ukraine mit Tausenden Soldaten.
Russlands neue düsengetriebene Drohnen zischen mit Hunderten Kilometern pro Stunde über den Nachthimmel von Kiew. Der ukrainischen Flugabwehr bleiben nur wenige Augenblicke, um sie abzufangen. Meist reicht die Zeit nicht. Rüstungsunternehmen arbeiten nun mit Hochdruck an der Entwicklung einer neuen Generation von Abfangdrohnen, um dieser tödlichen Bedrohung entgegenzuwirken. Sie entwickeln eigene düsengetriebene Systeme und trainieren künstliche Intelligenz, die bei deren Steuerung während der Verfolgung helfen soll.
Sie müssen sich beeilen, denn Russland setzt die Drohnen seit einigen Wochen verstärkt für eine neue Taktik ein, die vor allem auf die Infrastruktur zielt, die die ukrainische Wirtschaft am Laufen hält. Zu den jüngsten Zielen zählen Energiesysteme, wichtige Industriebranchen, die Eisenbahn, Postämter, Einkaufszentren, Telekomnetze, Tankstellen und der Getreideexport.
Die Ukraine hat nach Auslegung von Kremlchef Wladimir Putin mit Drohnenangriffen während der Wahl zur russischen Staatsduma den Weg zur Wiederaufnahme von Friedensgesprächen erschwert. Moskau sei bereit gewesen, die Verhandlungen zur Ukraine am 21. September, einen Tag nach den Wahlen zur Staatsduma, wieder aufzunehmen, sagte Putin in Moskau beim politischen Waldai-Diskussionsforum vor internationalen Experten.
Dennoch bleibe Russland bereit, Verhandlungen aufzunehmen und schnellstmöglich abzuschließen. „Aber natürlich zu Bedingungen, die auch für die Russische Föderation, für unser Volk und für das russische Volk akzeptabel sind.“ Eine echte Gesprächsbereitschaft Moskaus wird von Kiew, seinen westlichen Verbündeten und Beobachtern allerdings stark bezweifelt.
Kremlchef Wladimir Putin hat die komplette Eroberung des ukrainischen Donbass-Gebiets in weniger als anderthalb Jahren angekündigt. Zugleich gehe er davon aus, „dass dies angesichts des Vormarsches unserer Truppen viel früher geschehen wird“, sagte Putin beim internationalen Waldai-Diskussionsforum in Moskau. Demnach verbleiben aktuell etwa elf Prozent der Region unter ukrainischer Kontrolle.
Er warf zudem Kiew vor, sinnlos Menschen für den Kampf um das ukrainische Staatsgebiet zu opfern. „Wenn der Verlust dieser Gebiete unvermeidlich ist, macht es dann Sinn, daran festzuhalten und dafür Menschen, ihre Sicherheit und ihr Leben zu opfern?“, fragte der Präsident.
Kremlchef Wladimir Putin will das zuletzt von ihm unter Fremdverwaltung gestellte Russland-Geschäft westlicher Handelskonzerne im Fall einer Besserung der Lage wieder an die Eigentümer übergeben. Es sei nicht geplant, diese Firmen zu nationalisieren, sagte Putin beim politischen Waldai-Diskussionsforum in Moskau vor internationalen Experten. Die Fremdverwaltung schaffe aber auch die Möglichkeit, „spiegelbildlich“ auf den Raub von russischen Firmenaktiva im Westen zu reagieren, sagte er.
Der Präsident hatte zuletzt die Töchter der Handelskonzerne Metro und Auchan und des Lebensmittelriesen Nestle unter Zwangsverwaltung gestellt. Er wies Vorwürfe, nach denen Russland die ausländischen Aktiva in sein Staatseigentum überführen wolle, als „Lüge“ zurück. „Wir nehmen niemandem etwas weg, stehlen nicht und nationalisieren nicht“, sagte Putin. „Wir wollen niemanden bestrafen“, antwortete er einem Journalisten, der gefragt hatte, warum ausgerechnet Nestlé betroffen sei. Das Unternehmen blieb in Russland wie andere auch nach Beginn des von Putin befohlenen Angriffskrieges gegen die Ukraine aktiv.
Außenminister Johann Wadephul fordert Russland zu einem raschen Ende der Blockade ukrainischer Getreideexporte über das Schwarze Meer auf. Moskau solle Exporte ermöglichen, „damit nicht noch mehr Menschen gerade in Regionen, in denen es schon schlecht genug um die Menschen steht, hungern müssen und sterben müssen“, sagte der CDU-Politiker bei einem Besuch in Rom.
Wadephul hatte die blockierten Getreideexporte auch bei seinem erfolglosen Treffen mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Rande der UN-Generalversammlung in New York angesprochen. Nun sagte er: „Es wäre ja schon mal ein großer Fortschritt, wenn es über die Getreideexporte eine Einigung gäbe, denn diese werden im Globalen Süden dringend gebraucht.“ Er fordere Moskau nochmals auf, „über mindestens diese Frage jetzt in näherer Zukunft nachzudenken“.
Die Ukraine setzt nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj erstmals ihre neue taktische ballistische Rakete vom Typ FP-7 im Kampf ein. „Ukrainische taktische ballistische Rakete FP-7. Erster Kampfeinsatz“, schreibt Selenskyj auf Telegram. „Danke für das Ergebnis. Als Nächstes - die Produktion.“ Wo oder gegen welches Ziel die Rakete eingesetzt wurde, teilt er nicht mit.
Russland setzt häufig ballistische Raketen bei Angriffen auf ukrainische Ziele ein. Militäranalysten zufolge hat die FP-7 eine Reichweite von etwa 200 Kilometern. Die Rakete wird vom Hersteller Fire Point auch als Abfangrakete für das europäische Raketenabwehrprogramm Freyja entwickelt.
Die ukrainischen Angriffe auf Ölraffinerien kosten Russland nach den Worten von Präsident Wladimir Putin ein Prozent seines Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die Ukraine habe mit diesen Angriffen „ihre Ziele teilweise erreicht“, sagt Putin auf dem Waldai-Forum in Moskau. Russland reagiere nun entsprechend. Putin zufolge hat die Ukraine zudem mehr als 100 russische Schiffe im Schwarzen Meer beschädigt. Vorschläge, die Angriffe dort einzustellen, lehnt er ab.
Der russische Präsident Wladimir Putin hält eine Fortsetzung internationaler Konflikte für sehr wahrscheinlich. Grund dafür seien die fundamentalen Verschiebungen in der Welt, sagt Putin. Die Lage werde sich jedoch verbessern, wenn die von ihm so bezeichnete westliche Hegemonie nachlasse. Katastrophale Szenarien müssten vermieden werden, erklärt der russische Präsident weiter.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat Russland die Bedrohung Europas vorgeworfen. „Heute ist unsere kontinentale Friedensordnung durch den gewalttätigen Revisionismus aus Russland herausgefordert“, sagte er am Donnerstag beim Besuch des deutsch-niederländischen Korps in Münster.
Moskau habe einen mörderischen Krieg in der Ukraine entfesselt und missachte und verachte Recht und Ordnung. „In der Ukraine steht auch die Sicherheit unseres Teils Europas, in dem wir leben, auf dem Spiel“, betonte der Kanzler. Deshalb sei man bereit für eine diplomatische Lösung, auch wenn Moskau nicht an den Verhandlungstisch kommen wolle. Deshalb unterstütze man aber die Ukraine auch gemeinsam in der Nato und „mit aller Kraft“. Auch durch Russlands hybride Angriffe auf Europa werde man sich dabei nicht beirren lassen. Man arbeite mit Hochdruck an einer glaubhaften Abschreckung.
Nato-Generalsekretär Mark Rutte hat angesichts russischer Provokationen zu Gelassenheit und einer fortgesetzten Unterstützung der Ukraine aufgerufen. „Bleiben Sie ruhig, machen Sie weiter und unterstützen Sie die Ukraine weiterhin“, sagt Rutte bei einem Besuch in Münster. Russland teste die Nato in ganz Europa mit Luftraumverletzungen, Sabotage und hybriden Angriffen.
„Wir sehen zwar keinen unmittelbaren militärischen Angriff auf die Nato, aber wir müssen darauf vorbereitet sein, dass Russlands Kampagne feindseliger Aktionen gegen die Verbündeten andauern wird“, erklärt der Nato-Chef. An die Adresse des russischen Präsidenten Wladimir Putin gerichtet, sagt Rutte: „Er scheitert auf dem Schlachtfeld, und er scheitert dabei, uns einzuschüchtern.“ Rutte nimmt in Münster für das Bündnis den Preis des Westfälischen Friedens entgegen. Die Laudatio hält Bundeskanzler Friedrich Merz.
Bei einem russischen Luftangriff ist in der ukrainischen Hauptstadt Kiew eine Drohne in einem Schulgebäude eingeschlagen. „Die russischen Missgeburten greifen weiter das Leben unseres Landes, ukrainische Kinder, unsere Schulen an“, schrieb Präsident Wolodymyr Selenskyj auf sozialen Netzwerken. Da alle Schüler und Lehrer rechtzeitig in einen Schutzraum gingen, habe es keine Verletzten gegeben.
Selenskyj zufolge brach ein Feuer in der zweiten Etage des Schulgebäudes aus, es wurden Fenster und Türen beschädigt. Eine Außenwand wurde zum Teil zerstört. Der Staatschef versprach Gegenangriffe und forderte die Verbündeten auf, den Druck auf Russland und die Unterstützung für die Ukraine zu erhöhen.
Einem Bericht des Nachrichtenportals Hromadske zufolge war das nicht der nicht der erste Einschlag in der Schule. Der Großteil der Schüler nahm demnach aufgrund der ständigen Gefahr durch russische Luftangriffe online am Unterricht teil.
AI outlook — possibilities, not facts
Einsatz neuer Abfangdrohnen gegen russische düsengetriebene Systeme
Likely · Within months

The Iranian judiciary executed Siavasch Jamshidi. He was accused of shooting at police officers and committing crimes during nationwide unrest.

North Korea has launched another missile after an explosion on the inter-Korean border. The US military and Japan confirmed the incident but did not see any immediate threat.
More than 5,000 people have been arrested in nationwide protests in France since Monday. Interior Minister Nuñez and Education Minister Geffray report ongoing riots, burning garbage cans and attacks on emergency services.

At least five people were killed and others injured in an Israeli airstrike in the Gaza Strip. The attack reportedly targeted a senior Hamas member.
At least five people were killed in an Israeli airstrike on an apartment in Gaza City, according to Palestinian rescue workers. The attack apparently targeted a high-ranking Hamas member.
Christa Pike, sentenced to death, survived execution by lethal injection in Tennessee. Doctors are trying to save her life in the hospital. Governor Bill Lee suspended all further executions.