Kritik an Aschura-Demo in Berlin: Kinder in szenischer Darstellung eingesetzt
Polizei stoppt Darstellung mit Kindern bei Temperaturen über 40 Grad Celsius
Quick Look
- Eine Demo anlässlich des schiitischen Festes Aschura in Berlin-Mitte hat Kritik ausgelöst.
- Kinder wurden in eine szenische Darstellung der historischen Verschleppung von Frauen und Kindern eingebunden, was von der Polizei unverzüglich untersagt wurde.
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Eine Demo anlässlich des schiitischen Festes Aschura in Berlin-Mitte hat Kritik ausgelöst. Kinder wurden in eine szenische Darstellung der historischen Verschleppung von Frauen und Kindern eingebunden, was von der Polizei unverzüglich untersagt wurde.
Die Polizei berichtete, dass bei Temperaturen bis zu 40 Grad Celsius Kinder aneinander zusammengebunden in der Darstellung mitwirkten. Der Polizeiführer stoppte die Darstellung sofort, nachdem er von der Aktion erfahren hatte. Die Versammlungsleiterin beendete daraufhin das „Theaterstück“.
Das Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA) veröffentlichte einen Zusammenschnitt mit Bildern und Videos, die mindestens drei Kinder in langer, grüner Kleidung mit Seilen zwischen sich zeigen. Sie folgten einem vollständig gelb gekleideten Mann.
Die Versammlung unter dem Titel „Aschura-Marsch“ für Solidarität mit unterdrückten Menschen weltweit, war friedlich, aber umstritten. Innensenatorin Iris Spranger (SPD) kritisierte die Einbindung von Kindern in die Darstellung als „inakzeptabel“ und betonte, dass dies eine Gefährdung des Kindeswohls darstelle.
Weltweit nahmen Tausende an Aschura-Feierlichkeiten teil. Im Libanon versammelten sich Tausende in den südlichen Vororten von Beirut, um den Tod von Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah zu erinnern, der 2024 bei einem israelischen Luftangriff getötet wurde.




