Kritik an Galeria-Insolvenz: Miteigentümer fordert schnellen Umbau
Bernd Beetz kritisiert die Geschäftsführung von Galeria nach dem vierten Insolvenzverfahren und fordert einen konsequenten Umbau sowie personelle Konsequenzen.
Quick Look
- Die Warenhauskette Galeria hat erneut Insolvenz angemeldet.
- Miteigentümer Bernd Beetz kritisiert die Geschäftsführung scharf und hält den Schritt für vermeidbar.
- Er fordert einen schnellen Umbau, eine klare Sortimentsstrategie und personelle Veränderungen.
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Why It Matters
Galeria hat innerhalb von sechs Jahren zum vierten Mal Insolvenz beantragt. Das Unternehmen gehört seit Sommer 2024 zur US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma von Bernd Beetz.
Die angeschlagene Warenhauskette Galeria will das vierte Insolvenzverfahren in den letzten sechs Jahren durchlaufen. Für einen der Miteigentümer ist dafür auch die Geschäftsführung verantwortlich.
Der Miteigentümer der insolventen Warenhauskette Galeria, Bernd Beetz, kritisiert die Geschäftsführung um Tilo Hellenbock für den Insolvenzantrag und fordert einen schnellen Umbau. Er halte die Insolvenz grundsätzlich für vermeidbar, sagte Beetz der "Bild"-Zeitung.
"Die Gesellschafter haben Galeria in einer schwierigen Lage übernommen und viel Zeit, Energie und eigenes Kapital investiert, um dem Unternehmen eine Zukunft zu geben. Entscheidend wäre gewesen, die notwendige Transformation konsequenter und schneller umzusetzen", sagte Beetz. Er führte aus, dafür brauche es "insbesondere ein stringentes Warenmanagement, eine klare Sortimentsstrategie und eine deutlich stärkere Kundenorientierung".
Beetz zeigte sich optimistisch: "Ein Warenhaus kann auch heute erfolgreich sein - aber nur, wenn es sich deutlich vom Wettbewerb abhebt und operativ exzellent geführt wird." Beetz betonte, personelle Entscheidungen müssten jetzt anhand der Frage getroffen werden, wer das größte Vertrauen von Gläubigern, Mitarbeitern, Lieferanten und möglichen Investoren genieße: "Es geht nicht um einzelne Personen, sondern darum, die bestmögliche Führung für die nächste Phase sicherzustellen."
Bereits zahlreiche Filialen geschlossen
Galeria hatte jüngst beim Amtsgericht Düsseldorf erneut die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Für Galeria ist es nach 2020, 2022 und 2024 der inzwischen vierte Insolvenzantrag innerhalb von sechs Jahren. Der Geschäftsbetrieb in den 83 Filialen soll vorerst weiterlaufen.
Infolge der zurückliegenden Insolvenzverfahren wurden schon zahlreiche Filialen geschlossen. Die Gläubiger verzichteten auf Milliardenforderungen, um der Warenhauskette den Weg aus der Krise zu ermöglichen.
Vor gut zweieinhalb Jahren hatte das Unternehmen, damals noch unter dem Namen Galeria Karstadt Kaufhof, den bislang letzten Antrag gestellt. Vorausgegangen war die Schieflage des damaligen Mutterkonzerns Signa.
Seit Sommer 2024 gehört Galeria der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Beetz. Die Namen Kaufhof und Karstadt verschwanden aus dem Firmennamen. Galeria verlegte seinen Sitz von Essen nach Düsseldorf.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Fortführung des Geschäftsbetriebs in den 83 Filialen vorerst
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Open Questions
- Welche konkreten personellen Veränderungen wird es in der Geschäftsführung geben?
- Wie viele Arbeitsplätze sind in den 83 Filialen gefährdet?





