Breaking
ITQuattordicenne palestinese ucciso durante un raid a NablusRUРосавиация: в аэропорту Сочи ввели ограничения на прием и выпуск самолетовINTLFast-moving Hawk fire forces mass evacuations in Reno, NevadaAR"أكبر حرب مالية على الإطلاق"، واشنطن تكشف اليوم عن عقوبات تستهدف طهران وشركاءها التجاريينINCanada Suspends Trade Negotiations with US Amid Tariff DisputeITGasolio, prorogato lo sconto sulle accise fino al 26 agostoARعضو برلمان خيرسون: السلطات الأوكرانية ستجند الجميع بغض النظر عن الجنس أو السنESCarlos Alcaraz y Serena Williams formarán pareja en el dobles mixto del US OpenTRTeknofest Robotaksi-Binek Otonom Araç Yarışması Finali Kocaeli'de DüzenlenecekDEAuseinandersetzungen und Massenausbruch in griechischem AsylzentrumITQuattordicenne palestinese ucciso durante un raid a NablusRUРосавиация: в аэропорту Сочи ввели ограничения на прием и выпуск самолетовINTLFast-moving Hawk fire forces mass evacuations in Reno, NevadaAR"أكبر حرب مالية على الإطلاق"، واشنطن تكشف اليوم عن عقوبات تستهدف طهران وشركاءها التجاريينINCanada Suspends Trade Negotiations with US Amid Tariff DisputeITGasolio, prorogato lo sconto sulle accise fino al 26 agostoARعضو برلمان خيرسون: السلطات الأوكرانية ستجند الجميع بغض النظر عن الجنس أو السنESCarlos Alcaraz y Serena Williams formarán pareja en el dobles mixto del US OpenTRTeknofest Robotaksi-Binek Otonom Araç Yarışması Finali Kocaeli'de DüzenlenecekDEAuseinandersetzungen und Massenausbruch in griechischem Asylzentrum
BackKronprinzessin Mette-Marit erhält neue Lunge nach Lungenfibrose
Kronprinzessin Mette-Marit erhält neue Lunge nach Lungenfibrose
Developing
Handelsblatt6/17/2026Health4 min readGermanyView translation

Kronprinzessin Mette-Marit erhält neue Lunge nach Lungenfibrose

Quick Look

  • Kronprinzessin Mette-Marit wurde eine neue Lunge transplantiert, nachdem sie an Lungenfibrose erkrankt war.
  • Die Krankheit ist nicht heilbar, aber ihr Fortschreiten kann verzögert werden.
  • In Deutschland sind Lungentransplantationen möglich, wenn die Lebensqualität stark eingeschränkt ist.

AI-generated summary

Font size

Berlin. Bei einer Lungenfibrose, unter der die norwegische Kronprinzessin Mette-Marit leidet, vernarbt das Gewebe des Organs immer stärker. Die Atmung wird erschwert. Die Krankheit ist nicht heilbar, ihr Voranschreiten kann jedoch durch Medikamente oder Bekämpfung der Ursachen verzögert werden. Manchmal muss die Lunge transplantiert werden – so wie bei Mette-Marit, die nun eine neue Lunge erhalten hat.

Lungenfibrose ist ein Sammelbegriff, der verschiedene Erkrankungen umfasst. Zu den möglichen Auslösern zählen unter anderem Lungenkrankheiten, Allergene, rheumatoide Arthritis und Medikamente. Allen Erkrankungen gemeinsam ist eine chronische Entzündung des Lungengewebes, das dabei zunehmend vernarbt. Dadurch kann Sauerstoff immer schlechter von den Lungenbläschen aufgenommen werden und in den Blutkreislauf gelangen.

In Deutschland kann ein Patient auf eine Warteliste für eine Lungentransplantation kommen, wenn die Lebensqualität hochgradig eingeschränkt oder das Leben gefährdet ist und weitere Bedingungen erfüllt sind.

Im Jahr 2025 gab es der Deutschen Stiftung Organtransplantation zufolge insgesamt 334 Lungentransplantationen wegen verschiedener Erkrankungen. Im Vergleich zum Leben vor der Transplantation gebe es danach einen deutlichen Zugewinn der Lebensqualität.

„Das Leben danach ist nicht so wie das 20 Jahre zuvor. Es ist ein neues Leben“, sagt Fabio Ius, Leiter des Lungentransplantationsprogramms an der Medizinischen Hochschule Hannover. Viele transplantierte Menschen könnten nach einigen Wochen aber wieder arbeiten.

Damit das Organ nicht abgestoßen wird, seien lebenslang Immunsystem unterdrückende Medikamente nötig. Dadurch sei der Körper anfälliger für Infekte und insbesondere für die der Lunge, da sie sehr viel Kontakt zur Außenwelt habe. „Ohne Mundschutz sollten Betroffene im Winter weder im Zug noch im Flugzeug sitzen.“

Nach mehreren Jahren könne es bei einigen Transplantierten zu einer chronischen Abstoßung der Lunge kommen. „Die Organfunktion nimmt trotz Immuntherapie ab“, sagt Ius. In ausgewählten Fällen werde dann erneut transplantiert. Die nötigen Medikamente hätten auch Auswirkungen auf das Herzkreislaufsystem, die Nierenfunktion, die Entwicklung von Tumoren und könnten Diabetes verstärken.

Laut Lungeninformationsdienst ist die Lebenserwartung nach einer Lungentransplantation in den vergangenen Jahren stark gestiegen. „Mittlerweile ist zu erwarten, dass Patienten, die heute transplantiert werden, Lebenserwartungen von deutlich über zehn Jahren haben.“ Es gebe bereits die ersten Patienten, die 20 bis 25 Jahre sehr erfolgreich transplantiert sind, schreibt der Lungeninformationsdienst.

Ende 2025 standen in Deutschland laut Eurotransplant 323 Menschen auf der Warteliste für eine Spenderlunge. Die Wartezeit beträgt laut DSO mehrere Monate und hängt unter anderem von der Dringlichkeit und den Erfolgsaussichten ab. 2025 habe es 411 Anmeldungen für die Warteliste für Lungentransplantationen gegeben, rund 150 davon nach Angaben der DSO wegen Lungenfibrose.

Auch mit Blick auf andere Spenderorgane sind die Wartelisten lang. Obwohl im vergangenen Jahr etwas mehr Menschen nach ihrem Tod Organe gespendet haben als noch im Vorjahr, reicht die Spendebereitschaft längst nicht aus. 3.150 Menschen erhielten laut DSO 2025 Spenderorgane – auf der Warteliste hätten Ende des Jahres rund 8.200 Menschen gestanden.

Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern in Europa müssen verstorbene Personen in Deutschland zu Lebzeiten oder stellvertretend die Angehörigen einer Organentnahme explizit zugestimmt haben. Das könnte sich ändern: Eine Gruppe von Abgeordneten über Fraktionsgrenzen hinweg fordert eine grundlegende Neuregelung der Organspende in Deutschland. Ab dem Jahr 2030 soll ihrer Ansicht nach jede und jeder volljährige und einwilligungsfähige Mensch zunächst als Organspender gelten – außer, er widerspricht einer Organspende zu Lebzeiten ausdrücklich. Kritiker sehen darin jedoch einen Grundrechtseingriff.

Related Topics

This article was originally published by Handelsblatt.

Related Stories

More on this topicLungenfibrose