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Kuba weist Drohnen-Vorwürfe zurück und betont Selbstverteidigungsrecht
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Spiegel Ausland·5/17/2026·🇩🇪Germany·World

Kuba weist Drohnen-Vorwürfe zurück und betont Selbstverteidigungsrecht

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#Kuba#USA#Drohnen#Selbstverteidigung#GuantánamoBay#KeyWest#DonaldTrump#Sanktionen
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Diese Aussage folgte auf einen Bericht des US-Nachrichtenportals »Axios« zu angeblichen Vorbereitungen des sozialistisch regierten Inselstaates, im Ernstfall Drohnen gegen US-Ziele einzusetzen. Ohne sich direkt auf den Bericht zu beziehen, kritisierte der Vizeminister die Bemühungen, einen Angriff der USA gegen den Karibikstaat mit »immer unglaubwürdigeren Anschuldigungen« zu rechtfertigen.

Auch die kubanische Botschaft in Washington sowie das Außenministerium in Havanna bekräftigten das Recht Kubas auf Selbstverteidigung. Mit Vorwänden und Lügen würde die »logische Vorbereitung« auf einen möglichen Angriff als etwas Außergewöhnliches dargestellt, erklärte die Botschaft auf X .

»Axios« berichtet, Kuba habe mehr als 300 Militärdrohnen erworben und vor kurzem damit begonnen, Pläne zu erörtern, diese für Angriffe auf den US-Stützpunkt Guantánamo Bay auf Kuba, auf US-Militärschiffe und möglicherweise auf Key West im US-Bundesstaat Florida zu nutzen, das nur rund 170 Kilometer von Havanna entfernt liegt. Das US-Medium stützt sich dabei auf Geheimdienstinformationen, die ihm vorliegen.

Diese Informationen, die als Vorwand für eine militärische Aktion der USA dienen könnten, zeigten, in welchem Maße die Regierung von US-Präsident Donald Trump Kuba als Bedrohung sehe, zitiert »Axios« einen ranghohen US-Beamten. Neben den Entwicklungen bei Drohnen begründete er das demnach auch mit der Präsenz iranischer Militärberater in Havanna.

Das Nachrichtenportal berichtet allerdings auch, dass US-Beamte nicht davon ausgehen würden, dass Kuba aktiv plane, US-Interessen anzugreifen. US-Geheimdienstinformationen deuteten darauf hin, dass Militärvertreter Kubas Pläne für den Einsatz von Drohnen erörterten, für den Fall, dass es zu Feindseligkeiten komme.

Vor dem Hintergrund der Spannungen zwischen Kuba und den USA haben die Schifffahrts- und Logistikunternehmen CMA CGM und Hapag-Lloyd nach eigener Aussage alle Buchungen von und nach Kuba bis auf Weiteres ausgesetzt. Beide Unternehmen beziehen sich auf einen Erlass von Anfang Mai, mit dem Donald Trump die bestehenden Sanktionen nochmals gegen Kuba ausgeweitet hatte. Die vorübergehende Aussetzung neuer Aufträge durch zwei der weltweit größten Reedereien könnte laut der Nachrichtenagentur Reuters gemessen am Volumen bis zu 60 Prozent des kubanischen Schiffsverkehrs gefährden.

Seit der kubanischen Revolution 1959 sind die Beziehungen zwischen Kuba und den USA angespannt. Unter Trump haben sie sich nochmals verschärft. Mit einer Reihe von neuen Sanktionen und einer Ölblockade erhöhte Trump den Druck, um auf Kuba einen wirtschaftlichen und politischen Wandel im Interesse der USA zu forcieren.

This article was originally published by Spiegel Ausland.

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