Linken-Chefin Schwerdtner kritisiert Dröges Koalitionspläne
Ines Schwerdtner weist Angebot für rot-rot-grüne Koalition zurück und kritisiert Offenheit der Grünen gegenüber der Union.
Quick Look
- Die Linken-Vorsitzende Ines Schwerdtner lehnt eine Rolle als Mehrheitsbeschafferin für die Grünen ab.
- Sie kritisiert die Äußerungen von Katharina Dröge, die sich sowohl für eine rot-rot-grüne Koalition als auch für ein Bündnis mit der Union offen zeigte.
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Why It Matters
Katharina Dröge äußerte sich in einem Interview mit der ZEIT zu möglichen Koalitionsoptionen für die Bundestagswahl 2029.
Die Linken-Parteivorsitzende Ines Schwerdtner hat den Vorstoß von Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge für eine rot-rot-grüne Dreierkoalition auf Bundesebene kritisiert. »Die Linke steht nicht als Mehrheitsbeschafferin für Machtspielchen zur Verfügung«, sagte Schwerdtner. Die Linken-Chefin äußerte Unverständnis darüber, dass sich Dröge die Option eines schwarz-grünen Bündnisses mit der Union auf Bundesebene offenhalten will.
»Wenn Frau Dröge eine Koalition mit CDU und Linken gleichermaßen für eine Aufbruchserzählung hält, hat sie keinen Kompass«, kritisierte Schwerdtner. »Dann geht es ihr nur um Macht.« Die Linke hingegen wolle »etwas für die Mehrheit in der Bevölkerung verändern«.
Im Interview mit DIE ZEIT hatte Dröge sich im Hinblick auf die Bundestagswahl 2029 für eine Koalition von Grünen, SPD und Linken auf Bundesebene ausgesprochen. »Grün-Rot-Rot wäre sich in vielen sozialen Fragen und hoffentlich auch beim Klimaschutz einig«, sagte Dröge. Doch auch eine Koalition mit CDU/CSU schloss Dröge nicht aus: »Nur Schwarz-Grün und Grün-Rot-Rot wären Regierungen mit einer eigenen Aufbruchserzählung.«
Beide Konstellationen gab es auf Bundesebene bislang noch nicht. Im aktuellen Bundestag hätte kein solches Bündnis eine Mehrheit.
Open Questions
- Wie reagieren andere Parteigrößen der Linken auf diese Äußerungen?
- Gibt es parteiinterne Unterstützung für Dröges Koalitionsgedanken bei den Grünen?


